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Nicht in alle Kamera-Probleme des Galaxy S20 Ultra sind mit Updates behebbar, sagt Samsung-Manager

Nicht zu nah rangehen: Nicht alles am Galaxy S20 Ultra ist per Update aus der Welt zu schaffen.
Nicht zu nah rangehen: Nicht alles am Galaxy S20 Ultra ist per Update aus der Welt zu schaffen.
Das Galaxy S20 Ultra kommt nicht aus den Schlagzeilen. Das jüngste Update musste Samsung aufgrund diverser Probleme sogar zurückziehen, die Erwartung manche Konsumenten, alle potentiellen Probleme mit der Kamera wären längerfristig durch Updates aus der Welt zu schaffen, erteilt ein Samsung-Manager allerdings eine klare Absage.
Alexander Fagot,

Die Kamera des Galaxy S20 Ultra (bei Amazon aktuell ab 1.330 Euro) wurde nicht nur von DxOMark kritischer gesehen, als dem Marketing-Team von Samsung lieb ist, auch Tester waren bisher, insbesondere zu Beginn, wenig angetan von der sündteuren Megapixel-Parade, die Samsung da im Frühjahr aufgetischt hatte. Sicher - die meisten besonders ärgerlichen Fehler, wie etwa die Autofokus-Problematik, wurden größtenteils bereits durch nachfolgende Updates behoben, auch wenn Samsung das neueste seiner Galaxy S20 Ultra-Updates wegen unfreiwilliger Nebenwirkungen wie grünlichem Farbstich im Display und längerer Ladezeiten wieder zurückziehen musste.

So manches Ärgernis wird sich aber gar nicht durch Updates beheben lassen, gestand nun ein für das Kamera-Team zuständige Manager im südkoreanischen Samsung-Forum ein. Hierbei handelt es sich allerdings nicht per se um einen Fehler der Hardware sondern schlicht um einen Nebeneffekt des größeren Sensors, der in dieser Form auch bei anderen Smartphones mit größeren Sensoren auftritt. Konkret beklagen sich offenbar viele Galaxy S20 Ultra-Nutzer über die Unschärfe im Nahbereich der Kamera. Wie der Samsung-Experte erklärt, liegt das schlicht daran, dass die Optik der Hauptkamera eine Brennweite höher als 10 cm sowie einen engeren Tiefenschärfenbereich als klassische Smartphone-Kameras besitzt.

Wer also Objekte näher als 10 cm von der Linse entfernt fotografiert, wird ein teils unscharfes Bild erhalten, oftmals ist das sogar erwünscht und wird auch als Bokeh bezeichnet - in Porträt-Aufnahmen wird dieser Effekt ja gerne auch künstlich erzeugt. Unangenehm fällt das dann auf, wenn etwa Dokumente oder ähnliches fotografiert werden, hier dürfte sich Samsung aber schwer tun, eine Fehlerbehebung als Update nachzuliefern, stellte der Forumsbeitrag klar. Eine Alternative für Smartphones mit derart großen Sensoren wäre natürlich, diese Aufnahmen entweder mit der Ultraweitwinkel-Optik zu erstellen oder aus einer Distanz von mindestens 10 cm aufzunehmen und dann den entsprechenden Ausschnitt auszuwählen. 

Ein Samsung-Manager stellt klar: Die Unschärfe im Nahbereich lässt sich nicht per Software ausbessern.
Ein Samsung-Manager stellt klar: Die Unschärfe im Nahbereich lässt sich nicht per Software ausbessern.
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Autor: Alexander Fagot, 22.04.2020 (Update: 19.05.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.