Notebookcheck Logo

Nvidia-GPU-Unlocker auf UEFI-Ebene jetzt für RTX 2000, 3000 und 4000 unter Windows und Linux verfügbar

Das Tool zum Freischalten zusätzlicher Nvidia-GPU-Leistung ist jetzt auch für Windows verfügbar.
ⓘ Google Nano Banana 2.1
Das Tool zum Freischalten zusätzlicher Nvidia-GPU-Leistung ist jetzt auch für Windows verfügbar.
Die RTX-3000-Serie wird bereits vollständig unterstützt. Bei einigen Modellen der RTX-2000- und RTX-4000-Serie steht eine Bestätigung der Kompatibilität dagegen noch aus. Bei KI-Anwendungen mit FP16-, FP32- und teilweise auch BF16-Berechnungen sollen Leistungssteigerungen zwischen 50 und 192 Prozent möglich sein. Die Unterstützung für die GTX-1600-Serie befindet sich ebenfalls in Entwicklung.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte der GPU-Modder Zagitta ein Tool, das die Rechenleistung der Tensor-Kerne von Nvidia-Grafikkarten der RTX-2000-, RTX-3000- und RTX-4000-Serie bei bestimmten KI-Anwendungen nahezu verdoppeln kann. Besonders profitieren sollen Berechnungen mit FP16- und FP32-Präzision. Die ursprüngliche Implementierung unterstützt allerdings ausschließlich Linux-Distributionen, weshalb andere Modder umgehend mit der Entwicklung einer Windows-Version begonnen haben. Nun hat der chinesische Modder physicsdolphin offenbar das erste entsprechende Tool veröffentlicht, das sowohl unter Windows als auch unter Linux funktioniert und Grafikkarten der RTX-2000- bis RTX-4000-Serie unterstützt.

Laut dem GitHub-Repository von physicsdolphin handelt es sich um ein in Rust programmiertes Tool, das Nvidia-Grafikkarten auf UEFI-Ebene freischaltet, noch bevor der eigentliche Grafiktreiber geladen wird. Während der UEFI-DXE-Phase führt es eine vollständige Firmware-Sequenz aus: SEC2 Scrubber → FWSEC-FRTS (WPR2) → signierter Booter zum Start von GSP-RM → (bedingt ausgeführte) V67-Payload mit vier Schreiboperationen → Überprüfung durch erneutes Auslesen → FLR → Übergabe an den Windows Boot Manager. Die Freischaltung erfolgt durch das Überschreiben bestimmter Registerwerte, bevor der Nvidia-Treiber geladen wird. Der Vorgang wird bei jedem Systemstart über einen USB-Stick erneut ausgeführt. Ein Nachteil dabei: Das Tool ist nicht mit Anti-Cheat-Systemen kompatibel, die ein aktiviertes Secure Boot voraussetzen.

Mit der aktuellen Version 2.1.6 wurde die gesamte RTX-3000-Serie bereits getestet und als vollständig kompatibel bestätigt. Die entsprechenden Geräte-ID-Bereiche der GA10x-GPUs (0x22xx, 0x24xx und 0x25xx) werden vollständig unterstützt. Bei der RTX-2000- und RTX-4000-Serie steht die vollständige Bestätigung der Kompatibilität dagegen noch aus. Hier ist das Projekt auf weitere Erfahrungsberichte angewiesen, die Nutzer über GitHub einreichen können. Besitzer einer RTX-2000-Grafikkarte müssen außerdem ein Skript für den GSP-Firmware-Modus ausführen und das System anschließend neu starten. Bei den beiden anderen RTX-Generationen ist dieser Schritt nicht erforderlich.

Die bisherigen Nutzerberichte zeigen, dass vor allem FP16- und FP32-Berechnungen von der Freischaltung profitieren. Üblicherweise liegen die Leistungssteigerungen zwischen 50 und 80 Prozent. Aber auch bei BF16-Anwendungen sind deutliche Verbesserungen möglich. Ein Nutzer mit einer RTX 4070 Ti Super konnte die Leistung bei FP16- und BF16-Berechnungen sogar mehr als verdoppeln. Seine Ergebnisse im Überblick: FP16 4096 57,00 → 150,93 (2,65×), BF16 4096 57,51 → 127,32 (2,21×), FP16 8192 55,50 → 127,28 (2,92×), BF16 8192 54,97 → 128,39 (2,34×).

Auch die Unterstützung für die GTX-1600-Serie befindet sich bereits in Entwicklung. Diese Grafikkarten verfügen weiterhin über separate Integer-Recheneinheiten für entsprechende FP-Operationen. Die zu erwartenden Leistungssteigerungen sollen sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei der RTX-2000-Serie bewegen.

Quelle(n)

Google LogoAls bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mail Logo
Could not open connection to Notebookchat
static version load dynamic
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Nvidia-GPU-Unlocker auf UEFI-Ebene jetzt für RTX 2000, 3000 und 4000 unter Windows und Linux verfügbar
Autor: Bogdan Solca, 30.10.2026 (Update: 30.10.2026)