PS6: Insider prognostiziert neue Maßstäbe – nicht mit Vorgängern vergleichbar, Raytracing 10x stärker

Der bekannte Gaming-Journalist Destin Legarie hat den angeblichen grafischen Leistungssprung der Sony PlayStation 6 infrage gestellt. Auf X sagt er, dass „die nächste Generation kein riesiger grafischer Sprung sein wird“, wenn die PlayStation 5 weltweit weiterhin 2 bis 3 Millionen Einheiten hinter der PlayStation 4 zurückliegt – zumal die jüngste Preiserhöhung dabei nicht hilfreich sei. Zudem glaubt er, dass „die meisten Leute es nicht eilig haben, eine 1.000-Dollar teure PS6 oder Xbox Helix zu kaufen“. Es handle sich um eine komplexe Frage, die alle Konsolenhersteller berücksichtigen müssten.
Diese Einschätzung ist nicht unbegründet, da die jüngste Preiserhöhung der PlayStation-5-Konsolen eine Folge der globalen Engpässe bei DRAM und Speicher ist. Laut zahlreichen Berichten dürfte sich diese Situation mindestens bis 2028 nicht wesentlich entspannen. Daher ließe sich argumentieren, dass Sony bei der PS6 und einer möglichen PS6 Portable die rohe Leistung reduziert, um die Geräte erschwinglicher zu machen.
Moore's Law Is Dead hat auf die Aussagen von Destin reagiert und widersprochen. Der Leaker ist überzeugt, dass die nächste Konsolengeneration „einen massiven grafischen Sprung“ bringen wird. Besonders die Raytracing-Leistung soll stark zulegen – laut seinen Angaben sogar um mehr als das Zehnfache.
Neben dem Raytracing soll auch die KI-Leistung der nächsten Konsolen – einschließlich der PS6 – um mehrere Größenordnungen steigen. Das ist besonders relevant, da die KI-Performance direkt mit der Leistungsfähigkeit von Machine-Learning-basierten Bildrekonstruktionsverfahren wie PSSR und PSSR2 zusammenhängt. Sony dürfte die verbesserte ML-Leistung der PS6 nutzen, um eine neue Version des bereits beeindruckenden PSSR 2 weiter auszubauen.
PS6 und Xbox Helix sollten stärker auf hohe Bildraten setzen
Die aktuellen Hardware-Leaks deuten darauf hin, dass sowohl die PS6 als auch die nächste Xbox-Generation erhebliche Zugewinne bei Grafik- und KI-Leistung liefern könnten. Das würde größere, detailliertere und interaktivere Spielwelten ermöglichen. Gleichzeitig wäre es wünschenswert, wenn Entwickler die zusätzliche Leistung verstärkt für stabile und höhere Bildraten nutzen würden.
Zum Start der aktuellen Konsolengeneration wurden 4K bei 60 FPS und sogar 120 FPS in Aussicht gestellt. In der Praxis erreichen jedoch nur wenige Spiele diese Ziele überzeugend. Viele AAA-Titel bieten weiterhin einen 4K/30-FPS-„Qualitätsmodus“ und reduzieren die Grafik, um im „Performance-Modus“ 60 FPS zu erreichen. Ein stabiler 120-FPS-Modus ist bislang selten.
Laut Moore's Law Is Dead werde man die PS6 „nicht mehr mit Last-Gen-Metriken messen“. Das deutet darauf hin, dass das wahre Potenzial der nächsten Konsolengeneration vor allem in Gaming mit hohen Bildraten liegen könnte – ohne größere visuelle Kompromisse.
Quelle(n)
Destin Legarie über X, Moore's Law Is Dead auf X, Teaser Bildquelle: Cartist auf Unsplash













