Poco F9 Ultra: Warum 10.000 cd/m² nicht automatisch besser sind

Die maximale Spitzenhelligkeit eines OLED-Panels ist eine beeindruckende Zahl fürs Datenblatt, sagt über die praktische Ablesbarkeit aber nicht alles aus. Die beworbenen 10.000 cd/m² erreicht das Poco F9 Ultra ausschließlich bei HDR-Inhalten und auf einem sehr kleinen Bildausschnitt. Unser Messgerät steigt bereits bei 8.500 cd/m² aus. Für einzelne HDR-Highlights sind solche Reserven durchaus nützlich, im normalen Smartphone-Alltag kommen sie jedoch kaum zum Tragen.
Aussagekräftiger für den Alltag ist unsere APL18-Messung, bei der die weiße Messfläche von abgestuften Grauflächen umgeben ist und das Display damit praxisnäher belastet wird. Hier erreicht das F9 Ultra 2.435 cd/m². Ein guter Wert, der allerdings deutlich unter dem des Poco F8 Ultra liegt. Bei typischen Bildinhalten bietet das neue Panel damit keinen Helligkeitsvorteil gegenüber seinem Vorgänger. Auch im Freien ergibt sich deshalb kein Vorteil für das neue Modell. Das F9 Ultra bleibt selbst bei Sonnenschein gut ablesbar, übertrumpft seinen Vorgänger dabei aber nicht. Im manuellen Modus stehen zudem maximal rund 850 cd/m² zur Verfügung.
Die 10.000 cd/m² sind damit vor allem ein spektakulärer Spitzenwert für kleine HDR-Flächen und weniger ein praktisches Upgrade. Das Display des Poco F9 Ultra (hier bei Xiaomi kaufen) ist hervorragend, wer aufgrund der fünfstelligen Helligkeitsangabe jedoch einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem F8 Ultra erwartet, dürfte enttäuscht werden.








