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Poco F9 Ultra vs. F8 Ultra: 200 MPix sind nicht immer besser

von links: Poco F9 Ultra und F8 Ultra
ⓘ Daniel Schmidt
von links: Poco F9 Ultra und F8 Ultra
Mit 200 statt 50 MPix verspricht die Hauptkamera des Poco F9 Ultra einen großen Sprung. Doch der neue Sensor ist kleiner und die Optik wurde verändert. Unser Direktvergleich mit dem F8 Ultra zeigt: Bei Tageslicht kann das neue Modell mit feineren Details punkten, bei wenig Licht hat jedoch der Vorgänger die Nase vorn.

Auf dem Papier klingt die neue Hauptkamera des Poco F9 Ultra zunächst nach einem deutlichen Upgrade: Statt 50 MPix stehen nun satte 200 MPix zur Verfügung. Bei genauerem Blick auf die Hardware zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Der neue Sensor ist mit 1/1,56 Zoll deutlich kleiner als der 1/1,31 Zoll große Light Fusion 950 des F8 Ultra. Entsprechend schrumpfen auch die einzelnen Pixel, wobei Poco die höhere Auflösung durch Pixel-Binning kompensiert.

Eine weitere Änderung betrifft die Optik. Beim F8 Ultra setzte Poco noch auf eine Konstruktion mit Glaslinse, beim F9 Ultra kommen ausschließlich sechs Kunststofflinsen zum Einsatz. Auch der Bildwinkel verändert sich leicht: Die kleinbildäquivalente Brennweite steigt von 23 auf 24 Millimeter, wodurch das F9 Ultra einen etwas engeren Bildausschnitt liefert.

Damit verfolgt Poco bei der neuen Hauptkamera einen ungewöhnlichen Ansatz: Mehr Auflösung trifft auf einen kleineren Sensor und eine einfachere Optik. Die nominell beeindruckenden 200 MPix sind deshalb keineswegs automatisch ein Upgrade gegenüber der 50-MPix-Kamera des Vorgängers. Vor allem bei wenig Licht dürfte sich zeigen, ob die höhere Auflösung die physikalischen Nachteile tatsächlich kompensieren kann.

Wir haben die beiden direkt miteinander verglichen: Bei Tageslicht liefern sie ähnliche Ergebnisse, doch im direkten Vergleich fällt auf, dass die Aufnahmen des Poco F8 Ultra etwas mehr Kontrast besitzen. Im Gegenzug zeichnen jene des F9 Ultra Details feiner nach. Das gilt sowohl im Standard-Modus mit 12,5 MPix als auch bei voller Auflösung mit 50 beziehungsweise 200 MPix. 

Poco F9 UltraPoco F8 Ultra
Poco F9 Ultra
Poco F8 Ultra
Poco F9 Ultra (200 MPix)Poco F8 Ultra (50 MPix)
Poco F9 Ultra (200 MPix)
Poco F8 Ultra (50 MPix)

Größer werden die Unterschiede bei wenig Licht, denn hier macht sich beim Poco F9 Ultra der kleinere Sensor bemerkbar. Auch der Autofokus pumpt in Low-Light-Situationen deutlich öfter als beim F8 Ultra. 

Poco F9 UltraPoco F8 Ultra
Poco F9 Ultra
Poco F8 Ultra
Poco F9 Ultra (200 MPix)Poco F8 Ultra (50 MPix)
Poco F9 Ultra (200 MPix)
Poco F8 Ultra (50 MPix)

Der Live-View-Modus zeigt ebenfalls, ein wenig überraschend, Unterschiede. Das Poco F8 Ultra hellt den Bildabschnitt wesentlich stärker auf, sodass unser Motiv im Dunklen besser zu erkennen ist. 

Poco F9 Ultra (Live-View-Screenshot)Poco F8 Ultra (Live-View-Screenshot)
Poco F9 Ultra (Live-View-Screenshot)
Poco F8 Ultra (Live-View-Screenshot)

Die 200-MPix-Kamera des Poco F9 Ultra (hier bei Amazon kaufen) ist somit kein eindeutiges Upgrade. Bei Tageslicht liefert sie zwar mehr feine Details, insgesamt bewegen sich beide Smartphones aber auf einem ähnlichen Niveau. Bei wenig Licht dreht sich das Bild: Der größere Sensor des F8 Ultra bringt sichtbare Vorteile und auch der Autofokus arbeitet zuverlässiger. Mehr Megapixel bedeuten beim F9 Ultra somit nicht automatisch die bessere Kamera.

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Autor: Daniel Schmidt,  3.10.2026 (Update:  1.10.2026)