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Predator Atlas 8: Besonderer SD-Karten-Schacht und vertane Chance von Acer

Acers neuer Predator Atlas bekommt einen Micro-SD-Kartenschacht.
ⓘ Andreas Sebayang / Notebookcheck.com
Acers neuer Predator Atlas bekommt einen Micro-SD-Kartenschacht.
Um gewisse Preispunkte zu erreichen, muss Acer bei der Ausstattung aufpassen. Gleichzeitig will Acer den Spielern auf Handhelds aber trotzdem die Möglichkeit geben, möglichst viele Spiele zu nutzen. Schnelle SD-Karten sollen helfen, allerdings nur von einem Typ, der eine vertane Chance darstellt.

Wenn Acers neues Gaming-Handheld Predator Atlas auf den Markt kommt, dann wird das Unternehmen versuchen, unter 1.000 Euro zu bleiben. Doch das geht nicht ohne Kompromisse. Während der Arbeitsspeicher mit 16 Gigabyte noch vergleichsweise großzügig sein wird – viele Acer-Notebooks gehen auf eine Ausstattung mit 8 GByte –, wird beim Festspeicher gespart. Die SSD wird nur 512 GByte Kapazität haben. Bessere Ausstattungen sind zwar vorgesehen, aber die werden absehbar teuer und damit nicht für alle Gamer erreichbar.

Gerade wer viel spielt, bekommt dann in der Basisausstattung mitunter Platzprobleme. Doch Acer stattet das Handheld Predator Atlas 8 mit einem MicroSD-Kartenleser aus. Gamer können also vergleichsweise einfach Daten auslagern und gegebenenfalls auch von der MicroSD-Karte spielen.

Dabei setzt Acer auf den schnellen UHS-II-Standard für MicroSD-Karten bis 2 TByte. UHS-II-Kartenleser sind nicht sonderlich weit verbreitet, aber die SD-Karten bekommt man eigentlich im gut ausgestatteten Handel. Auf den ersten Blick ist das ein lobenswerte Entscheidung: Acer setzt auf einen etablierten Standard und wählt eine besonders schnelle Variante.

Entsprechende Karten erkennt man an einer aufgedruckten römischen Zwei auf der Karte. Das ist nicht zu verwechseln mit der UHS-Speedclass (eine Zahl in einem U). Entsprechende Karten gibt es etwa von Lexar, Nextorage oder Sabrent. Sandisk hält sich aus dem Geschäft mit schnellen MicroSD-Karten heraus. 

Mit dem UHS-II-Standard sind immerhin Datenraten bis rund 300 MByte/s möglich. Für das Austauschen eines Spiels von der internen SSD dürfte das reichen. In manchen Fällen sogar das Spielen von der Karte.

MicroSD Express wäre die bessere Wahl gewesen

Die nächstschnelleren Standards unterstützt Acer nachvollziehbar nicht. UHS-III ist praktisch nur Theorie. Aber SD Express wäre eine Option gewesen. Schnelle MicroSD-Express-Karten gibt es seit der Einführung der Switch 2 von Nintendo und wir haben die MicroSD-Express-Karten auch getestet. Auch große SD-Express-Karten sind längst im Handel. Die SD-Express-Karte von Adata haben wir beispielsweise ebenfalls getestet. Gerade im von Acer gewählten MicroSD-Bereich ist die Auswahl von SD-Express-Karten sogar größer als die von passenden UHS-II-Karten. Vor allem gibt es MicroSD-Express-Karten ohne Probleme mit einem TByte Kapazität. Bei einer kurzen Suche haben wir fünf Hersteller ausmachen können, die solche Karten gut liefern können. 

Lexars Limit bei UHS-II-MicroSD-Karten liegt hingegen bei 256 GByte, Nextorage und Sabrent können immerhin maximal 512 GByte liefern. Bis zum Marktstart des Predator Atlas 8 im Oktober ist aber noch etwas Zeit. Eventuell fahren einige Hersteller doch wieder die UHS-II-Produktion hoch.

Trotzdem: Es wundert ein wenig, auf den Exoten UHS-II zu setzen, wenn in der Praxis wohl viele auf UHS-I-Karten setzen werden. Dann hätte Acer aber auch einen SD-Express-Schacht verbauen können. SD-Express-Leser können zwar kein UHS-II, denn die Pins werden für SD Express gebraucht, aber UHS-I ist kein Problem.

Acers Predator Atlas 8 hat freilich auch noch Thunderbolt/USB-C-Anschlüsse. Aber für das dauerhafte Einstecken braucht man einen besonderen USB-Stick mit flachem Kopf, damit der nicht versehentlich abbricht.

Acers Predator Atlas 8 im Display am Rande der Computex in Taipei.
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Acers Predator Atlas 8 im Display am Rande der Computex in Taipei.

Quelle(n)

Acer

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Predator Atlas 8: Besonderer SD-Karten-Schacht und vertane Chance von Acer
Autor: Andreas Sebayang, 31.05.2026 (Update: 31.05.2026)