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Quartalszahlen: Spotify steckt trotz Podcast-Boom in den roten Zahlen

Spotify muss wieder einen Verlust verbuchen
Spotify muss wieder einen Verlust verbuchen
Das Podcast-Segment bei Spotify ist auch im vierten Quartal 2019 rasant weiter gewachsen. Trotz des Erfolgs musste das Unternehmen allerdings wieder einen Verlust von 209 Millionen Euro melden.
Cornelius Wolff,

Nach der Übernahme von drei konkurrierenden Podcast-Unternehmen in den USA konnte Spotify auch im vierten Quartal 2020 wieder ein beeindruckendes Wachstum in diesem Segment einfahren. So hat sich die Anzahl der gehörten Podcast-Stunden im Jahresvergleich im ganze 200 Prozent gesteigert. Insgesamt gibt es mittlerweile ganze 700.000 Podcasts auf der Plattform, wobei das Programm hier von 16 Prozent der Spotify-Kunden genutzt wird.

Weiterhin konnte das schwedische Unternehmen die Anzahl seiner bezahlenden Abonnenten im Vergleich zum Vorjahr von 96 auf 124 Millionen steigern, womit der Anbieter sein schnelles Wachstum trotz der immer größeren Konkurrenz fortsetzen konnte. Wenn man die Kunden der kostenlosen Version mit einrechnet, kommt Spotify mittlerweile auf stolze 271 Millionen aktive Nutzer.

Trotz dieser Erfolge ist es dem Unternehmen nicht gelungen, wieder profitabel zu sein. So war es im letzten Quartal mit 209 Millionen Euro Verlust wieder tief in den roten Zahlen. Dieser Trend soll sich dieses Jahr auch nicht ändern, da man weitere große Investitionen plant. Im Podcast-Segment möchte Spotify weiterhin Konkurrenz-Unternehmen übernehmen und deren Angebote in das eigene Portfolio integrieren. Ein derartiges Verhalten im Bezug auf die eigene Profitabilität ist im Tech-Sektor nichts ungewöhnliches. So hat sich beispielsweise Twitter zu Beginn unter Investoren dadurch bekannt gemacht, überhaupt kein Geschäftsmodell zu haben, sondern erst mal das Nutzerwachstum voran zu treiben. Gerade die jüngste Expansion von Spotfiy nach Indien könnte sich hier langfristig auszahlen.

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Autor: Cornelius Wolff,  5.02.2020 (Update:  5.02.2020)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.