Es waren holprige Jahre in denen Samsung frühere Galaxy S-Flaggschiffe in manchen Regionen wie Europa mit Exynos-Chips anstelle der bei Konsumenten oft beliebteren Snapdragon-Pendants bestückt hatte. 2023 und 2025 waren Ausnahmen - sowohl Galaxy S23 als auch Galaxy S25 (hier bei Amazon erhältlich) waren weltweit nur mit Qualcomm-Chips bestückt, 2026 wird aber wohl wieder ein gemischtes Exynos/Snapdragon-Jahr wenngleich noch unklar ist, ob es der neue Exynos 2600 über südkoreanische Galaxy S26 Modelle hinaus schafft oder doch nicht.
Erstmals könnte die Exynos-Variante jedenfalls einen Vorteil gegenüber dem bei TSMC gefertigten Snapdragon 8 Elite Gen 5 haben. Der wird noch im 3nm-Verfahren produziert, Samsung wirbt dagegen erstmals mit einem 2nm-Chip und seinem GAA-Prozess (Gate-All-Around) der nicht nur zu 39 Prozent höherer Performance gegenüber dem Exynos 2500 sondern auch zu mehr Effizienz führen soll. Der Entstehung eines Hitzestaus beugt etwa der Heat Path Block (HPB) vor, der wie ein Kühlköper direkt auf dem Exynos 2600 sitzt.
Deca-Core SoC auf ARM Lumex Basis
Samsung nutzt insgesamt 10 Kerne auf Basis der neuen ARM Lumex Architektur, die etwa auch im Dimensity 9500 steckt und damit gegen die acht Oryon-Kerne im Snapdragon 8 Elite Gen 5 antritt. Der C1 Ultra Prime Kern arbeitet mit bis zu 3,8 Ghz, drei C1-Pro Kerne mit maximal 3,25 Ghz und sechs C1-Pro Kerne mit bis zu 2,75 Ghz, dazu kommt eine Samsung Xclipse 960 GPU sowie eine 32K Mac NPU, die laut Samsung die Gen-AI-Performance um 113 Prozent gegenüber dem Vorgänger erhöht.
Bessere Photos und AVP-Codec
Samsung wirbt zudem mit einem AI-basierten Visual Percetion System (VPS), das den integrierten ISP (Bildprozessor) ergänzt, und etwa erkennen kann, wenn jemand beim Aufnehmen eines Selfies blinzelt. Ein Rauschunterdrückungssystem soll zudem Low-Light-Aufnahmen verbessern, all das bei 50 Prozent niedrigem Strombedarf verglichen mit dem Exynos 2500. Mit der Unterstützung des AVP-Codecs will Samsung eine Alternative zu Apples ProRes für professionelle Videoaufnahmen etablieren. Der Exynos 2600 unterstützt maximal 320 Megapixel Kameras.
Mobiles Gaming
Auch mobile Gamer sollen endlich happy mit einem Exynos-Chip werden, betont Samsung. Die Xclipse 960 GPU liefert demnach die doppelte Computing-Performance des Vorgängers sowie 50 Prozent schnelleres Ray Tracing, neu ist auch die Neural Super-Sampling (ENSS) Technologie, die AI-basiertes Upscaling und Frame-Generierung beisteuert.























