Samsung ist einer der größten Hersteller für OLED-Bildschirme, weshalb wir vor allem im letzten Jahr überrascht waren, dass die hauseigenen Galaxy-Book5-Modelle weiterhin mit relativ dunklen OLED-Panels ausgestattet waren. Während rund 400 cd/m² im SDR-Betrieb noch in Ordnung gingen, waren es im HDR-Betrieb nur etwas mehr als 500 cd/m². Hier haben schon im letzten Jahr einige Konkurrenten beispielsweise von Lenovo bereits locker die Marke von 1.000 cd/m² geknackt.
Für die aktuelle Galaxy-Book6-Generation hat Samsung nun endlich nachgelegt und in den beiden aktuellen 16-Zoll-Modellen, die wir bisher getestet haben (Galaxy Book6 Pro und Galaxy Book6 Ultra), kommt das gleiche Panel mit der ID ATNA60HR05 zum Einsatz. Dieses bietet die bekannte Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixeln und eine Frequenz von 120 Hz, was insgesamt zu einer hervorragenden Bildqualität führt. Zudem sind auch helle Inhalte überhaupt nicht körnig, was bei Touchscreens oftmals ein kleines Problem darstellt. Im SDR-Betrieb erreichen die Bildschirme nun rund 500 cd/m² und im HDR-Bereich bis zu 1.100 cd/m². Damit kommen vor allem HDR-Inhalte deutlich besser zur Geltung als zuvor. Zudem gibt es ab Werk bereits sehr akkurate Farbprofile.

Was allerdings ein Problem bleibt, ist das PWM-Verhalten. Dies war schon bei den alten Modellen ein Problem und auch bei den neuen 16-Zoll-Panels ermitteln wir PWM-Flackern mit einer Frequenz von 240 Hz bei allen Helligkeitsleveln. Zudem ist die Amplitude sehr hoch. In unserem Testbericht des Galaxy Book6 Pro haben wir weitere Messergebnisse, grundsätzlich kommt aber im oberen Helligkeitsbereich DC-Dimming zum Einsatz, ab einer Helligkeit von 60 % ist DC-Dimming aber nicht mehr aktiv. Dieses Verhalten kennen wir grundsätzlich auch von den OLED-Panels bei Asus (die ebenfalls auf Samsung-Panels setzen), hier gibt es dann aber aber eine Hinweismeldung vom System und es wird empfohlen, die Software-OLED-Verdunklung zu verwenden, die dann weiterhin das weniger problematische DC-Dimming verwendet. Die Frequenz selbst ist ebenfalls ein Nachteil und hier sind andere Modelle (Asus, Lenovo) mit Frequenzen um die 1.000 Hz besser aufgestellt. Gleichzeitig ist das Panel aber auch sehr effizient, weshalb die beiden Galaxy-Book6-Modelle auch sehr lange Akkulaufzeiten ermöglicht.
Alles in allem ist der neue OLED-Bildschirm also auf jeden Fall eine Verbesserung und überzeugt mit einer hervorragenden Bildqualität. Wer empfindlich auf PWM-Flackern reagiert, sollte den Bildschirm nach Möglichkeit aber zunächst ausprobieren, da es hier Probleme geben kann. Alle weiteren Informationen zum neuen Galaxy Book6 Pro stehen in unserem Testbericht zur Verfügung.






