Steam Machine könnte 8 GB VRAM effektiver nutzen

Die Steam Machine besitzt genau wie beispielsweise die Nvidia GeForce RTX 5060 Ti (ca. 370 Euro auf Amazon) nur 8 GB Grafikspeicher. Das reicht, um die meisten aktuellen Spiele in 1.080p-Auflösung zu zocken, bei besonders Speicher-intensiven Spielen muss aber unter Umständen der Detailgrad reduziert werden. Während Nvidia das Problem mit KI-komprimierten Texturen lösen möchte, könnte die Steam Machine auf einen wesentlich einfacheren Trick zurückgreifen, um den für Spiele verfügbaren Grafikspeicher zu erweitern.
Natalie Vock, ihres Zeichens eine Software-Ingenieurin, die regelmäßig mit Valve zusammenarbeitet, hat einen Kernel-Patch entwickelt, welcher die Grafikspeicher-Priorisierung von Linux anpasst. Standardmäßig räumt Linux jedem Programm die gleiche Priorität ein, sodass übliche Hintergrund-Apps wie Steam, ein Web-Browser und Discord schnell mehrere Gigabyte Grafikspeicher belegen können – ärgerlich, wenn der VRAM der eigenen Grafikkarte ohnehin schon knapp bemessen ist. Im Beispiel der Ingenieurin bleiben für Cyberpunk 2077 nur noch 6,1 GB Grafikspeicher, statt der erforderlichen 7,4 GB.
Der Rest wird auf den wesentlich langsameren Arbeitsspeicher ausgelagert, was sich negativ auf die Leistung des Spiels auswirkt. Durch einen Kernel-Patch wird der Grafikspeicher, der von einem Spiel verwendet wird, als "geschützt" markiert, sodass Linux zuerst andere Apps auf den regulären RAM auslagert, und erst zuletzt die Daten des Spiels umverteilt. Das führt in diesem Beispiel dazu, dass Cyberpunk 2077 ausreichend VRAM erhält, sodass die Performance nicht einbricht. Der Patch funktioniert aktuell nur mit AMD- und Intel-Grafikkarten, und dürfte demnach auch mit der AMD-GPU der Steam Machine kompatibel sein. Nähere Details zu den technischen Hintergründen sind in einem Blogeintrag bei PixelCluster zu finden.














