Tesla plant Gigafactory-Ausbau ab 2027: Neue Anträge im Dezember

Tesla nimmt die nächsten Schritte für den stufenweisen Ausbau des Werks in Brandenburg. Mit der Einreichung der Unterlagen im Dezember startet die zweite Phase für eine massive neue Produktionshalle, deren Bau für das Jahr 2027 anvisiert ist.
Wichtige Fakten im Überblick:
- Verdoppelung der Kapazität auf 1 Million Elektrofahrzeuge pro Jahr geplant.
- Errichtung eines 536.000 Quadratmeter großen Gebäudes nördlich des Bestandsbaus.
- Eigene Abwasseraufbereitung hält Frisch- und Abwassermengen auf dem bestehenden WSE-Vertragsniveau.
Technologie & Leistung: Phasenmodell und Produktionsausbau
Die Erweiterung der deutschen Gigafactory erfolgt in drei strukturierten Teilgenehmigungsschritten. Nach Erteilung der ersten Phase im Oktober 2024 reicht der US-Hersteller im Dezember die Anträge für die zweite Phase ein. Diese sieht den Bau einer neuen Fertigungshalle mit einer Grundfläche von rund 536.000 Quadratmetern vor, die das aktuelle Gebäude mit seinen 219.000 Quadratmetern um mehr als das Doppelte übertrifft. Trotz der vergrößerten Gebäudekubatur entspricht die eigentliche Fertigungsfläche dem ersten Bauabschnitt, während zusätzliche Areale für interne Logistik und Lagerhaltung vorgesehen sind. Ziel der gesamten Ausbaustufe ist die Skalierung der Jahreskapazität von aktuell 500.000 auf 1 Million Fahrzeuge. Der offizielle Baubeginn des nördlichen Gebäudekomplexes ist für das Jahr 2027 angesetzt.
Infrastruktur, Autarkie & Standortkontext
Ein zentraler Baustein der Beantragung betrifft die Entlastung der regionalen Ressourcen durch ein werkseigenes Recyclingsystem. Ein erweiterter Wasserkreislauf mit eigener Aufbereitungsanlage deckt künftig auch das Sanitärabwasser ab, wodurch trotz steigender Personalzahlen – angestrebt werden langfristig bis zu 42.000 Beschäftigte nach derzeit rund 12.000 – keine zusätzlichen Abwassermengen an den Wasserverband Strausberg-Erkner abgegeben werden müssen. Zusätzlich beinhaltet der zweite Bauabschnitt die Errichtung eines werkseigenen Umspannwerks, während die Logistikanbindung über einen eigenen Güterbahnhof für den dritten Schritt vorgesehen ist. Mit diesem Ausbau schärft das Werk sein Profil gegenüber europäischen Fertigungsstandorten von VW oder Stellantis und stellt die Weichen für die lokale Produktion weiterer Modellreihen.





