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Test Huawei Band 7 - Günstiger Fast-Alleskönner

Leichtes Band mit vielen Funktionen. Das Band 7 ist der Einstieg in die Wearables von Huawei. Der leichte Fitnesstracker bringt ein farbstarkes OLED-Display und umfangreiche Firnessfunktionen mit. Wie viele Abstriche gegenüber einer Smartwatch gemacht werden müssen, klärt unser Test.
Das Huawei Band 7 gibt es in vier verschiedenen Farben
Das Huawei Band 7 gibt es in vier verschiedenen Farben

Das Huawei Band 7 ist der Einstieg in die Fitnesstracker und Smartwatches aus dem Huawei Ökosystem. Das Band gibt es nur in einer Ausstattungsvariante aber in vier Farben: Rot, Pink, Grün und Schwarz stehen zur Wahl. Nicht nur die Farbe des Armbandes ist damit gemeint, sondern auch das Gehäuse kommt entsprechend farbig daher.

Huawei Band 7
Prozessor
unknown
Bildschirm
1.47 Zoll 1:1.9, 194 x 368 Pixel 283 PPI, capacitive, OLED, spiegelnd: ja, 60 Hz
Anschlüsse
Sensoren: Gyroscope
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n = Wi-Fi 4), Bluetooth 5.0 LE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9.99 x 26 x 44.35
Akku
180 mAh Lithium-Polymer
Betriebssystem
Huawei HarmonyOS
Sonstiges
charging cable, manual, HarmonyOS 2.0.0.31, 24 Monate Garantie, ATM 5, Lüfterlos, Wasserdicht
Gewicht
29 g
Preis
59 Euro

 

Gehäuse und Ausstattung – Huawei mit leichtem Kunststoffgehäuse

Das Gehäuse des Huawei Band 7 besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff, das sorgt für ein geringes Gewicht von nur 17 Gramm ohne Band, ein Gramm mehr als die Werksangabe. Mit Silikonarmband bringt der Tracker 29 Gramm auf die Waage. Im Gehäuse sitzt ein 1,47 Zoll großes OLED-Display, das über die lange Seite leicht gebogen ist. Auf der rechten Seite des Gehäuses hat Huawei eine Taste verbaut. Die Unterseite ist schwarz gehalten und beherbergt verschiedene Sensoren für die Pulsfrequenzmessung und die SpO2-Überwachung. Zudem sind dort zwei Metallpinne zum Aufladen zu finden. Das Silikonarmband ist 16 Millimeter breit und hat kleine Hebel an den Federstangen, damit kann es werkzeuglos getauscht werden.Geschlossen wird das Band über eine lassische Schließe und nicht über einen Dorn, wie beim Xiaomi Smart Band. Auf ein Mikrofon oder einen Lautsprecher hat Huawei am Band 7 verzichtet, auch eine LTE-Version mit eigener SIM-Karte gibt es nicht. 

Einrichtung und Bedienung - Nur mit Huawei-Health-App

Zentrale Anlaufstelle ist die Huawei-Health-App, denn ohne diese Software kann die Uhr nicht eingerichtet werden. Dort werden zudem alle gesammelten Daten dargestellt und ausgewertet. Wegen der US-Sanktionen kann die App allerdings nicht aus dem Google Play Store heruntergeladen werden, sondern es ist ein Umweg über die Huawei-App-Gallery nötig. Ist diese heruntergeladen, muss der Installation aus unbekannten Quellen auf dem Smartphone zugestimmt werden. Im Anschluss kann die Health-App installiert werden. Nach der Installation laufen Updates automatisch. Damit der Fitnesstracker auch Nachrichten anzeigen und über eingehende Telefonate informieren kann, müssen der Software einige Rechte gegeben werden. Die Health-App gibt dabei eine passende Anleitung je nach Hersteller des jeweiligen Smartphones.

Auf dem Band selber kann vor allem eingestellt werden was es anzeigt. Es ist etwa möglich zwischen verschiedenen Watchfaces und Stilen für das Always-On-Display zu wechseln, wenn diese vorher über die App heruntergeladen wurden. Außerdem kann der Inhalt und die Reihenfolge der Karten geändert werden, durch die der Benutzer seitlich vom Homescreen aus wischt. Auch die Einstellung der Helligkeit erfolgt direkt auf der Uhr, einen Helligkeitssensor hat Huawei nicht verbaut, stattdessen kann der Nutzer zwischen fünf Stufen wählen und aktivieren, dass das Display nachts dunkler wird.

In der Huawei-Health-App laufen alle gesammelten Daten zusammen
In der Huawei-Health-App laufen alle gesammelten Daten zusammen
Die Werte Weret werden als Graphen dargestellt
Die Werte Weret werden als Graphen dargestellt
Vergangene Trainingseinheiten werden ebenso gespeichert
Vergangene Trainingseinheiten werden ebenso gespeichert
Huawei Health + bietet in einem Abo zusätzliche Trainingspläne
Huawei Health + bietet in einem Abo zusätzliche Trainingspläne
In der Health App gibt es auch Huawei-Werbung
In der Health App gibt es auch Huawei-Werbung
Über die App können Watchfaces auf die Uhr geladen werden
Über die App können Watchfaces auf die Uhr geladen werden
Auch die Einstellungen werden vor allem über die App gesteuert
Auch die Einstellungen werden vor allem über die App gesteuert
 

Das Huawei Band 7 wird vor allem über das kapazitive 1,47 Zoll große Display bedient. Ausgehend vom Homescreen öffnet ein Wisch von unten nach oben das Benachrichtigungsmenü, dort werden alle eingegangenen Nachrichten nach Apps gegliedert aufgelistet. Das Wischen von oben nach unten führt in die Schnelleinstellungen mit Zugriff auf den Wecker, den Nicht-stören-Modus, die Smartphonesuche und die Funktion, das Display für einige Minuten zu aktivieren. Seitliches Wischen führt durch verschiedene Kacheln mit Informationen zu Gesundheitsparametern wie Pulsfrequenz und Blutsauerstoffsättigung aber auch zum Wetter, laufenden Medien auf dem Smartphone und einer Übersicht mit den bekannten Kreisen zu gelaufenen Schritten, Zeit in Bewegung und Trainingszeiten. Die Reihenfolge und die Inhalte der Kacheln können vom Benutzer individualisiert werden.

Zusätzlich hat das Band 7 auf der rechten Seite eine Taste, die das App-Menü öffnet. Die einzelnen Anwendungen werden als Liste dargestellt. Aus einer App heraus führt ein Druck auf diese Taste immer zurück auf den Homescreen. Ein Wischen vom linken Rand nach rechts führt in jedem Menü einen Schritt zurück. Das Display kann sowohl durch Anheben der Uhr als auch durch Berührung des Panels aktiviert werden. Beim Anheben des Handgelenks genehmigt sich das Band 7 eine Sekunde Zeit, bis etwas angezeigt wird.

Für die Health-App gibt es zwei Widgets, die einen Überblick über absolvierte Schritte, gelaufene Kilometer und verbrauchte Kalorien geben, ein Klick auf das Widget öffnet die App.

Telefonie und Benachrichtigungen - Band 7 ohne Telefonfunktion

Dem Huawei Band 7 fehlen Mikrofon und Lautsprecher, Telefonate sind daher mit dem Tracker nicht möglich. Benachrichtigungen zeigt das Wearable zuverlässig an, welche Apps auch auf dem Band benachrichtigen dürfen wird in der Health-App eingestellt. Weil der Tracker keine eigene Datenverbindung herstellen kann, muss ein gekoppeltes Smartphone immer in Bluetooth-Reichweite sein. Bilder und Emojis kann das Band allerdings nicht darstellen. Dafür beherrscht der Tracker festgelegte Kurzantworten, auch Emojis können als Antwort verschickt werden. Die Reihenfolge und der Inhalt der Kurzantworten kann in der Smartphone-App angepasst werden.

Sprach-Assistent - Fehlt auf dem Huawei Smartband

Einen Sprachassistenten bietet das Smartband nicht. Weil mit Mikrofon und Lautsprecher entscheidende Hardware fehlt, kann diese Funktion auch nicht mittels Software-Update nachgereicht werden.

Gesundheit und Fitness - Viele Trainingsmodi auf dem Band 7

Die Gesundheitsparameter werden sowohl auf der Uhr selber, als auch in der Health-App dargestellt. Neben den aktuellen Werten zeigt der Tracker auch vergangene Trainingseinheiten an. Sogar der aus den Smartwatches des Herstellers bekannte "Running Ability Index" hat es auf das Band 7 geschafft. Mittels eines Wertes und einer Skala wird die Leistungsfähigkeit des Trägers beim Joggen angezeigt und gegenüber anderen Nutzern eingeordnet. Zudem zeigt das Smartband die Trainingsbelastung der vergangenen sieben Tage, den Erholungsstatus bzw. die geschätzte Regenerationszeit bis zum nächsten intensiven Training und VO2Max an. Sogar errechnete Zeiten für bestimmte Distanzen wie etwa einen Marathon gibt der Tracker an. Damit weist das Band umfangreiche Fitnessfunktionen auf, die aber vor allem für Läufer gedacht sind. Der Funktionsumfang ist groß, wenn er auch nicht ganz das Maß einer Huawei Watch GT Runner erreicht, die nochmals mehr Werte sammelt. Leider ist keine Synchronisation der Daten mit Google Fit möglich. Huawei arbeitet jedoch gerade an einer Möglichkeit die Daten mit Strava synchronisieren zu können, das soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Aktivitätsziele - Huawei Healthy Living

Das Huawei Band 7 stellt Aktivitätsziele übersichtlich da
Das Huawei Band 7 stellt Aktivitätsziele übersichtlich da

Der Fitnesstracker gibt eine graphische Übersicht über absolvierte Schritte, Zeit in Bewegung und aktive Stunden. Im Untermenü gibt das Smartband auch verbrauchte Kalorien und die zurückgelegte Distanz des Tages an. Noch mehr ins Detail geht die App. Dort werden die Schritte etwa noch in verschiene Kategorien wie Laufen, Gehen und Steigen untergliedert.

Über die reine Aktivität hinaus geht die "Healthy Living" genannte Sammlung verschiedener Parameter die für einen gesunden Tagesablauf sorgen sollen. Dort wird neben den Schritten und der Aktivität auch das Stresslevel, die Aufstehzeit und der Schlaf berücksichtig. Neben den Werten stellt die App die Kategorien auch farblich dar. Auf Wunsch erinnert die App an noch austehende Ziele. Ebenso kann das Band sich melden, wenn sich der Träger lange nicht bewegt, weil er etwa am Schreibtisch sitzt.

Die Health-App bietet zudem die möglichkeit Fitness- und Laufpläne zu erstellen. Dabei werden persönliche Vorlieben und Leistungen abgefragt wie bisherige Bestzeiten und bevorzugte Trainingstage. Die App erinnert dann an bevorstehende Trainings. Außerdem bereitet die App Wochen- und Monatsberichte auf, dort werden alle Daten vermerkt und zum Teil visualisiert. Die Daten werden mit vorhergehenden Zeiträumen verglichen und eingeordnet.

Huawei Healthy Living stellt ziele für einen gesunden Alltag dar
Huawei Healthy Living stellt ziele für einen gesunden Alltag dar
Der Running Ability Index ist ein Indikator für die eigene Laufleistung
Der Running Ability Index ist ein Indikator für die eigene Laufleistung
Healthy Living ist die Zusammenfassung verschiedener Vital-Parameter
Healthy Living ist die Zusammenfassung verschiedener Vital-Parameter
Auf Wunsch gibt die App Wochen- und Monatsberichte aus
Auf Wunsch gibt die App Wochen- und Monatsberichte aus

Herzfrequenz, Herzrhythmus und Blutsauerstoffsättigung

Um die Werte für die Pulsfrequenz des Huawei Band 7 besser einschätzen zu können, haben wir sie mit einem Referenzgerät verglichen, in diesem Fall mit dem Polar H10-Brustgurt. Beim Ruhepuls weicht der Tracker um 4,6 Prozent ab, beim Leistungspuls beträgt die Abweichung bei drei Messungen 3,37 Prozent. Damit ist das Band deutlich ungenauer als das Huawei-Topmodell Watch GT 3 Pro, andererseits aber deutlich genauer als die deutlich teurere Honor Watch GS 3.

Auch die Werte für die Blutsauerstoffsättigung haben wir mit denen eines Referenzgerätes verglichen, einem Braun Pulsoximeter 1. Bei drei Messungen ergab sich eine Abweichung von durchschnittlich 6,1 Prozent. Die Messwerte des Bandes waren immer niedriger als die des Referenzgeräts. Diese Messung ist neu im Testverfahren, daher sind aktuell noch noch keine Vergleiche zu anderen Smartwatches möglich.

Herzfrequenzmessung des Huawei Band 7
Herzfrequenzmessung des Huawei Band 7
Herzfrequenzmessung des Polar H10-Brustgurts
Herzfrequenzmessung des Polar H10-Brustgurts

Schlaf-Tracking - Der smarte Wecker fehlt bei Huawei

Das Schlaftracking des Huawei Band 7 überzeugt. Die Uhr erkennt Phasen für leichten, tiefen und REM-Schlaf. Wachzeiten wurden im Test zuverlässig erkannt. Die Uhr selber gibt nach dem Erwachen lediglich an, wie lange der Schlaf war. Die Details liefert lediglich die Health-App. Dort werden der jeweiligen Schlafphasen graphische dargestellt, es werden jeweils Zeiten als auch Prozentangaben vermerkt. Der Gesamtschlaf wie die einzelnen Phasen werden zudem bewertet und die Software gibt Hinweise, wie die Schlafqualität möglicherweise verbessert werden könnte. Leider nutzt die Uhr die Einschätzung der Schlafphasen nicht für einen smarten Wecker. Das Band kann zwar mittels Vibrationen wecken, allerdings nur zu festen Zeiten und nicht abhängig nach Schlafphasen.

Die Huawei-App liefert Daten zu den einzelnen Schlafphasen
Die Huawei-App liefert Daten zu den einzelnen Schlafphasen
Zusätzlich wird die Qualität des Schlafs bewertet
Zusätzlich wird die Qualität des Schlafs bewertet
Neuerdings bietet die Huawei-App auch Geräusche, die beim Einschlafen helfen sollen
Neuerdings bietet die Huawei-App auch Geräusche, die beim Einschlafen helfen sollen

Trainingsaufzeichnung - Band 7 zeichnet automatisch auf

Das Huawei Band 7 unterstützt das Tracking von 96 Sportarten, dabei werden zu sechs Sportarten mehr Daten erhoben bzw. diese intensiver ausgewertet, etwa beim Joggen oder Gehen. Auffällig ist, dass Fahrradfahren (outdoor) in der Sammlung fehlt. Der Tracker zeigt während des Trainings die Pulsfrequenz sowohl als Wert als auch auf einer farblichen Skala an. Außerdem gibt er beim Gehen etwa die Distanz, die Dauer, die verbannten Kalorien, das Höchsttempo, die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Kadenz und die Schrittlänge an. Nach festen Distanzen, beim Gehen zu jedem vollen Kilometer, gibt das Band einen Zwischenstand zum vergangenen Kilometer, auch die aktuelle Trainingsbelastung wird eingeschätzt.

Der Tracker kann außerdem auf Wunsch kontinuierliche Bewegung erkennen. Dann erscheint eine Frage auf dem Display, ob eine Aufzeichnung begonnen werden soll. Das funktionierte im Test zuverlässig, allerdings sind zehn Minuten kontinuierlicher Bewegung notwendig, bis die Frage erscheint. Entsprechend fragt die Software auch ob ein Training beendet werden soll, wenn über mehrere Minuten hinweg keine Bewegung mehr festgestellt wurde.  

Das Display wird auch beim Training in der Sonne hell genug
Das Display wird auch beim Training in der Sonne hell genug

GPS und Navigation - Kein Empfang mit dem Smartband

Das Huawei Band 7 hat keine GNSS-Empfänger und kann daher keine Sattelitenverbindung herstellen. Der Tracker greift über die Health-App auf die Daten des Smartphones zu.

Display - Das Schmuckstück des Band 7

Subpixelstruktur
Subpixelstruktur

Das Display ist eine große Stärke des Huawei Smartbandes. OLED-Typisch besticht es mit perfekten Schwarzwerten und tollen Kontrasten, auch wenn die Auflösung etwas geringer ausfällt als bei den Smartwatches des Herstellers. Auch die Blickwinkel des Trackers überzeugen, seitlich ist der Betrachtungswinkel noch deutlich größer als in Längsrichtung, denn durch die Wölbung des Glases sind die Winkel in diese Richtung etwas beschnitten. Einziger Wermutstropfen ist der fehlende Helligkeitssensor. Dessen Fehlen fällt weniger tagsüber ins Gewicht, denn auch im Sonnenschein ist das Trackerdisplay immer ablesbar. Vielmehr blendet das Display in abgedunkelten Räumen, weil die Helligkeit nicht automatisch reduziert wird. Im Test schaffte das Panel eine maximale Helligkeit von 472 cd/m². Wir haben außerdem Pulsweitenmodulation bei recht konstanten 120 Hz festgestellt.

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 120.1 Hz

Das Display flackert mit 120.1 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) .

Die Frequenz von 120.1 Hz ist sehr gering und daher kann es bei allen Usern zu sichtbaren Flackern, brennenden Augen oder Kopfweh kommen.

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 19681 (Minimum 5, Maximum 3846000) Hz.

Performance und Laufzeit

Huawei mach keine Angaben zum verbauten SoC oder dem Speicher. Das Gerät läuft insgesamt flüssig und stabil. Allerdings gibt es leichte Verzögerungen beim Wechsel zwischen einzelnen Karten. Auch das Aktivieren des Displays benötigt meist einen kurzen Moment. Der Tracker ist jederzeit bedienbar, jedoch ist die Performance nicht so flüssig wie bei den teureren Huawei-Smartwatches.

Akkulaufzeit - AoD saugt den Huawei-Akku leer

Sind alle Sensoren des Trackers und das Always-on-Display aktiviert und wird er 24 Stunden pro Tag getragen, dann hält das Band 7 drei Tage und Nächte durch - ohne Sporteinheiten. Wird das Always-on-Display deaktiviert, steigt die Ausdauer des Trackers deutlich auf sieben Tage und Nächte bei gleicher Nutzung. Die von Huawei versprochenen zwei Wochen Nutzungszeit sind nur zu erreichen, wenn die Messungen der Sensoren reduziert werden. Geladen wird kabelgebunden über einen Stecker mit zwei Metallkontakten, der magnetisch an der Unterseite des Bandes hält und ausgerichtet wird. Ein Ladevorgang von 10 auf 100 Prozent dauert 55 Minuten.

Das Huawei Band 7 lädt über zwei Metallpinne auf der Unterseite
Das Huawei Band 7 lädt über zwei Metallpinne auf der Unterseite

Pro

+ Tolles OLED-Display
+ Umfangreiche Fitness-Funktionen
+ Kurzantworten möglich

Contra

- Keine GNSS-Verbindung
- Kein Umgebungslichtsensor

Fazit - Kaum Einschränkungen mit dem Huawei-Smartband

Im Test: Huawei Band 7. Testgerät zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland
Im Test: Huawei Band 7. Testgerät zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland

Das Band 7 von Huawei ist eine positive Überraschung. Es nutzt die Möglichkeiten der vorhandenen Huawei Health-App zu großen Teilen aus. Besonders beeindruckend ist das gute OLED-Display, das bei jeder Betrachtung Freude macht. Sogar eine Always-on-Lösung hat der Tracker an Bord, auch wenn bei der Nutzung die Akkulaufzeit deutlich sinkt. Der Verzicht auf den Umgebungslichtsenssor ist schade, aber zu verschmerzen.

Die Messwerte der Sensoren für Gesundheitsparameter sind zwar nicht in der Spitzengruppe anzusiedeln, sie müssen sich gegenüber anderen, zum Teil deutlich teureren Smartwatches aber auch nicht verstecken. Wegen der fehlenden Satellitenverbindung und der Unmöglichkeit Musik auf dem Band zu speichern, muss der Tracker bei den meisten Trainings von einem Smartphone begleitet werden.

Wer auf die eigenständige Satellitenverbindung, Telefonanrufe und ein Metallgehäuse verzichten kann, der sollte sich den Huawei Tracker näher ansehen.

Denn das Band 7 überzeugt auch im Alltag mit der zuverlässigen Anzeige von Benachrichtigungen, sogar Kurzantworten sind möglich. Eine Tracker-Alternative ist das Xiaomi Smart Band 7 in einem ähnlichen Preissegment. Für ein paar Euro mehr bietet die Redmi Watch 2 Lite ein größeres Display und eine eigene Sattelitenverbindung.

Preis und Verfügbarkeit

Die UVP des Huawei Band 7 liegt bei 60 Euro. Bei Abfassung des Tests ist der Tracker auf der Website des Herstellers aber auch schon für 50 Euro bestellbar. Alle vier Farben sind aktuell verfügbar. Aber auch andere Händler, etwa Amazonnewlink.defaulttext, haben den Fitnestracker gelistet.

Preisvergleich

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Autor: Benedikt Winkel,  9.09.2022 (Update:  9.09.2022)