Notebookcheck

Test Microsoft Lumia 650 Smartphone

Andreas Osthoff, Tanja Hinum, 10.05.2016

Mainstream Microsoft. Das neue Lumia 650 von Microsoft möchte mit einem konkurrenzfähigen Preis und natürlich dem Windows Betriebssystem punkten. Der Hersteller aus Redmond hat es dabei vor allem auf Geschäftskunden abgesehen. Allerdings gibt es durch die vergleichsweise schwache Hardware einige Einschränkungen, was auch die Continuum-Funktion von Windows betrifft.

Das Microsoft Lumia 650 ist der direkte Nachfolger des Lumia 640, welches wir vor ziemlich genau einem Jahr getestet haben. Microsoft bietet erneut zwei Versionen des Smartphones an. Wir testen heute die "normale" Version, die im Handel für rund 200 Euro erhältlich ist. Für 30 Euro mehr bietet Microsoft auch wieder eine Dual-SIM-Version, abgesehen von dem zusätzlichen SIM-Steckplatz gibt es aber keine technischen Unterschiede. Microsoft bewirbt aktiv die Tauglichkeit für Unternehmen. Hierbei bezieht sich der Hersteller aus Redmond vor allem auf die Office-Apps sowie die Kompatibilität mit Windows 10 PCs, auf Continuum müssen Kunden aufgrund der schwachen Hardware jedoch verzichten. Diese Funktion ist derzeit den beiden Flagschiffen Lumia 950 und Lumia 950 XL vorbehalten. Unser Testgerät verfügt über einen Quad-Core-SoC der Einstiegsklasse von Qualcomm, 1 GB Arbeitsspeicher sowie 16 GB internen Speicher. Das 5 Zoll große Display setzt auf die AMOLED-Technologie und verfügt über 1.280 x 720 Pixel (HD-Auflösung).

Zu den Konkurrenten des Microsoft Lumia 650 zählen unter anderem: Motorola Moto G3, Asus ZenFone 2 Laser, Archos Diamond S, Samsung Galaxy J5, Allview E4 und das LG Class.

Microsoft Lumia 650 (Lumia Serie)
Hauptspeicher
1024 MB 
Bildschirm
5 Zoll 16:9, 1280 x 720 Pixel 294 PPI, kapazitiv, OLED, Clear Black, TrueColor, spiegelnd: ja
Massenspeicher
16 GB eMMC Flash, 16 GB 
, 11.5 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3.5 mm Kombo, Card Reader: microSD bis zu 200 GB, NFC, Helligkeitssensor, Sensoren: Annäherung, Umgebungslicht und Beschleunigung, WiFi-Direct
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n), Bluetooth 4.1, GSM (850,900, 1.800 und 1.900 MHz), UMTS (850, 900 und 2.100 MHz), LTE Cat. 4 (800, 900, 1.800, 2.100 und 2.600 MHz), LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 6.9 x 142 x 70.9
Akku
7.6 Wh, 2000 mAh Lithium-Ion, wechselbar, Standby 2G (laut Hersteller): 624 h
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Mobile
Kamera
Primary Camera: 8 MPix (f/2.2, Brennweite: 28 mm, Autofokus, LED-Blitz)
Secondary Camera: 5 MPix (f/2.2, Weitwinkel)
Sonstiges
Lautsprecher: Mono, Tastatur: virtuell, Tastatur-Beleuchtung: ja, Netzteil mit festem USB-Kabel, Akku, Bedienungsanleitung, Microsoft Edge, Outlook, Facebook, WhatsApp, OneDrive, Xbox Live Hub, Skype, Microsoft Office (OneNote, Word, Excel, PowerPoint), Amazon, Netflix, Lumia Offers, Audible, Expedia, Karten, Hilfe + Tipps, Shazam, 24 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
122 g, Netzteil: 64 g
Preis
199 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Microsoft verabschiedet sich bei dem neuen Lumia 650 von dem bunten und knalligen Design des Vorgängers Lumia 640 und orientiert sich eher an den aktuellen Topmodellen Lumia 950 und 950 XL. Optisch hinterlässt das kleinere Lumia sogar einen etwas edleren Eindruck, da wir am Alu-Rahmen polierte Kanten vorfinden. Die Rückseite besteht nun aus schwarzem Kunststoff und ist zu den Rändern hin leicht abgerundet, was der Haptik zugutekommt. Optisch fügt sich das schwarze Testgerät auch in produktive Umgebungen sehr gut ein und sollte kaum auffallen. Wer es etwas heller mag, kann sich auch für eine komplett weiße Variante entscheiden.

Die Stabilität des 5-Zoll-Smartphones fällt insgesamt gut aus, lediglich der abnehmbare Deckel auf der Rückseite trübt den guten Eindruck ein wenig. Der Deckel sitzt zwar fest, aber zwischen der Oberfläche und dem Akku besteht etwas Luft, sodass es bei Berührungen des Öfteren zu einem leichten Klappern kommt. Der Deckel fühlt sich zudem sehr billig an, dafür sind Fingerabdrücke, Druck oder Verwindungsversuche kein Problem für das Smartphone. Wir können leichte Knarzgeräusche vernehmen, die jedoch ein Resultat des abnehmbaren Deckels sind. Unter diesem verbirgt sich der austauschbare Akku sowie die beiden Steckplätze für die microSD und die SIM. Um an die beiden Slots heranzukommen, muss jedoch vorher der Akku entfernt werden.

Mit einem Gewicht von gerade einmal 122 Gramm und der Bauhöhe von 6,9 Millimetern gehört das Lumia 650 im Vergleichsfeld zu den kompaktesten Geräten. Auch bei den restlichen Dimensionen gibt es keine Ausreißer.

144 mm 71.5 mm 10.5 mm 140 g142.1 mm 72.4 mm 11.6 mm 155 g145 mm 71.5 mm 6.5 mm 118 g142.1 mm 71.8 mm 7.9 mm 147 g142 mm 72 mm 7.7 mm 144 g140.5 mm 70.3 mm 8.6 mm 131 g142 mm 70.9 mm 6.9 mm 122 g

Ausstattung

Microsoft stattet das Lumia 650 mit einem Einstiegs-Quad-Core-SoC aus. Das wohl auffälligste Merkmal des Qualcomm Snapdragon 212 ist das Fehlen eines Mobilfunkmodems, welches daher mit einem zusätzlichen Chip realisiert werden muss. Bei der Konnektivität zeigt sich Microsoft etwas knauserig, denn wir bekommen lediglich einen normalen Micro-USB-2.0-Anschluss ohne OTG-Unterstützung sowie Bluetooth 4.1, WiFi-Direct und NFC. Zumindest lässt sich der 16 GB große interne Speicher mit einer microSD-Karte um bis zu 200 GB erweitern. Wie schon bei den größeren Lumia-Modellen gibt es keinen Fingerabdruckscanner, allerdings müssen wir beim Lumia 650 auch auf einen Iris-Scanner oder eine Kamera mit Gesichtserkennung verzichten. Die Funktion "Windows Hello" wird daher auch nicht unterstützt. Gerade bei dem Fokus auf Firmenkunden ist das trotz des geringen Preises ein wenig enttäuschend. Ein UKW-Radio ist verfügbar, welches jedoch ein optionales Headset erfordert.

links: keine Anschlüsse
links: keine Anschlüsse
unten: Micro-USB-2.0
unten: Micro-USB-2.0
oben: 3,5-mm-Audio, Mikrofon
oben: 3,5-mm-Audio, Mikrofon
rechts: Power-Button, Lautstärkewippe
rechts: Power-Button, Lautstärkewippe

Software

Nach dem Lumia 950 XL, dem Lumia 950 und dem Lumia 550 ist das Testgerät Lumia 650 das vierte Smartphone mit dem Betriebssystem Windows 10 Mobile. Das Design und auch die Bedienung der Benutzeroberfläche unterscheiden sich aufgrund der Kacheloberfläche jedoch nicht von dem Vorläufer Windows Phone 8.x. Wer also schon einmal ein Windows Smartphone verwendet hat, wird sich gut zurechtfinden, aber auch für Einsteiger ist das Bedienkonzept recht intuitiv. Der Startbildschirm besteht aus Kacheln (teilweise mit Live-Informationen), die sich in puncto Größe sowie Transparenz anpassen lassen.

Mit einem Wisch nach unten erreichen wir die Schnelleinstellungen, die sich zudem noch weiter ausklappen lassen. Etwas problematisch ist teilweise die untere Leiste mit den Onscreen-Bedienelementen (Zurück, Windows-Button, Suche). Diese können mit einem Wisch von unten ein- und ausgeblendet werden. Eigentlich eine gute Idee, doch der Inhalt passt sich nicht immer an die Leiste an. So kann es durchaus passieren, dass Kontrollelemente von Apps durch die Leiste teilweise oder im schlimmsten Fall sogar ganz verdeckt werden.  

Allgemein hinterlässt Windows 10 Mobile jedoch einen positiven Eindruck. Die Bedienung ist wie bereits erwähnt sehr intuitiv und auch Office ist bereits auf dem Gerät installiert (keine Office-365-Lizenz erforderlich). Das wohl größte Problem von Windows Mobile ist nach wie vor das im Vergleich zu Android und iOS stark eingeschränkte App-Angebot. Als Neueinsteiger ist das vielleicht kein so großes Problem, aber falls man bereits Android oder iOS nutzt, sollte man im Vorfeld definitiv kontrollieren, ob es alle gewünschten Apps auf für Windows gibt.

Eine nützliche Funktion ist das Always-On-Display (Blick), welches wir bereits von den teureren Lumias kennen. Dabei werden auf dem Sperrbildschirm Informationen wie das Datum, die Uhrzeit und auch Benachrichtigungen angezeigt. In den Einstellungen gibt es viele Optionen für diese Funktion. So kann man die Anzeigedauer einstellen oder einen Nachtmodus mit anderen Farben aktivieren.

Kommunikation und GPS

Auch bei den Kommunikationsmodulen bemerkt man den geringen Kaufpreis des Lumia 650. Im Alltag dürfte man zwar keine Probleme haben, aber auf moderne Standards muss man verzichten. LTE-Verbindungen sind entsprechend Cat. 4 möglich (max. 150 Mbit/s Downstream, 50 Mbit/s Upstream), allerdings ist die Frequenzabdeckung vor allem bei den GSM- und UMTS-Standards eher bescheiden (volle Liste in den Spezifikationen am Anfang des Tests). Für Auslandsbesuche ist das Testgerät also nicht unbedingt die erste Wahl. 

Das Smartphone unterstützt die WLAN-Standards 802.11b/g/n, allerdings nur in 2,4-GHz-Netzen. Auf das weniger genutzte 5-GHz-Band sowie das schnelle ac-WLAN müssen Käufer des Lumia 650 verzichten. Der WLAN-Empfang in unserer Testumgebung war mittelmäßig. Schon bei einigen baulichen Hindernissen wie einfachen Wänden ging das Signal oftmals auf nur noch einen Balken zurück und auch die Geschwindigkeit beim Downloaden von Apps sowie dem Seitenaufbau beim Surfen war spürbar geringer.

Überraschend gut ausgestattet zeigt sich das Lumia 650 bei der Positionsbestimmung, denn neben A-GPS und GLONASS kann das Smartphone auch auf das chinesische BeiDou-Netzwerk zugreifen. Auf einer Fahrradtour vergleichen wir die Leistung des Testgerätes mit dem professionellen Navigationsgerät Gamin Edge 500. Insgesamt schlägt sich das Testgerät sehr gut und die Abweichung auf der knapp 12 km langen Teststrecke liegt bei gerade einmal 200 Metern und wir können keine Abkürzungen oder Verbindungsprobleme bemerken. Damit steht der Navigation mit dem Lumia 650 nichts im Weg.

Microsoft Lumia 650: Übersicht
Microsoft Lumia 650: Übersicht
Microsoft Lumia 650: Kreuzung
Microsoft Lumia 650: Kreuzung
Microsoft Lumia 650: Wendepunkt
Microsoft Lumia 650: Wendepunkt
Garmin Edge 500: Übersicht
Garmin Edge 500: Übersicht
Garmin Edge 500: Kreuzung
Garmin Edge 500: Kreuzung
Garmin Edge 500: Wendepunkt
Garmin Edge 500: Wendepunkt

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Die Telefon-App ist ein wenig umständlich aufgebaut, da sich die einzelnen Funktionen auf den oberen sowie unteren Bereich aufteilen. Oben finden wir in verschiedenen Reitern den Verlauf, die Kurzwahlliste und die Wähltastatur (Nummernblock), während sich die Symbole am unteren Rand je nach Ansicht verändern. Den Zugang zum Anrufbeantworter oder zu den Kontakten erhält man beispielsweise nur, wenn man sich im Reiter Verlauf oder Kurzwahlliste befindet, aber nicht wenn der Nummernblock angezeigt wird. Ein Vorteil ist die gute Integration von Skype, da die Anrufe auch in der normalen Telefon-App angezeigt werden. 

Die Sprachqualität selbst würden wir als unauffällig bezeichnen. Stimmen werden klar wiedergegeben und zu störenden Aussetzern kam es bei unserem Test – im Gegensatz zum großen Lumia 950 XL – nicht. Die Freisprechfunktion hingegen gibt Stimmen etwas blechern wieder und unser Gesprächspartner beklagte sich über eine etwas leise Stimme.

Kameras

Aufnahme der Frontkamera
Aufnahme der Frontkamera

Auf der Vorderseite verbaut Microsoft eine 5-MP-Weitwinkelkamera (f/2.2, Fixfokus), die bei gutem Umgebungslicht ordentliche Fotos schießt. Selbst bei wenig Restlicht sind die Motive noch klar zu erkennen, auch wenn Rauschen aufgrund des fehlenden Blitzes nicht verhindert werden kann. Videos können mit der Frontkamera maximal in der HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel) aufgenommen werden.

Die rückwärtige Kamera löst mit 9 MP (f/2.2) etwas höher auf und besitzt einen Autofokus sowie einen LED-Blitz. Die Qualität der Bilder ist dabei überraschend gut und die geringe Auflösung macht sich erst beim Vergrößern bemerkbar. Auch bei wenig Restlicht können wir noch alles erkennen und das Rauschen hält sich in Grenzen. Für gelegentliche Fotos ist das Lumia 650 damit auf jeden Fall geeignet. Die maximale Auflösung der Videos ist auch bei der hinteren Kamera auf die HD-Auflösung begrenzt. Maximal sind 30 fps möglich, Zeitlupenaufnahmen stehen daher nicht zur Verfügung.

Etwas mager ist der Funktionsumfang der Kamera-Software. Zwar können wir einige Einstellungen wie ISO-Wert oder die Belichtung manuell justieren, aber es fehlen verschiedene Aufnahmemodi. So ist es beispielsweise nicht möglich, ohne zusätzliche Apps Panoramas aufzunehmen. Auch verschiedene Filter suchen wir vergebens.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Zusätzlich zu unseren normalen Testbildern machen wir weitere Bilder unter kontrollierten Bedingungen. Die Bilder werden im Automatikmodus aufgenommen und im Nachhinein nicht bearbeitet. Zur Beurteilung der Farbgenauigkeit verwenden wir die ColorChecker-Farben. Viele der Farben sind dabei etwas übersättigt, was jedoch dem lebendigen Bildeindruck zugutekommt.

Für die Beurteilung der Bildschärfe fotografieren wir das Testchart möglichst formatfüllend ab. Auch hier schlägt sich das Lumia 650 – trotz der vergleichsweise geringen Auflösung – sehr gut. Selbst bei dem vergrößerten Ausschnitt erkennt man nur leichte Unschärfen an den Rändern. Insgesamt eine gute Leistung für die Preisklasse.

Abfotografierte ColorChecker-Farben: In der unteren Hälfte jedes Patches haben wir die Originalfarben abgebildet.
Abfotografierte ColorChecker-Farben: In der unteren Hälfte jedes Patches haben wir die Originalfarben abgebildet.
Testchart
Testchart
Ausschnitt (Mitte)
Ausschnitt (Mitte)

Zubehör und Garantie

Der Lieferumfang des Microsoft Lumia 650 beschränkt sich auf das Nötigste. Das Netzteil besitzt ein festes Kabel, auf ein USB-Kabel für die Verbindung mit dem PC müssen wir daher verzichten. Auch ein Headset befindet sich nicht in der Verpackung, Microsoft bietet aber optional ein Comfort-Headset sowie einen externen Akku an.

Der Garantiezeitraum für das Smartphone liegt bei zwei Jahren.

Eingabegeräte & Bedienung

Trotz der vergleichsweise schwachen Hardware lässt sich das Smartphone recht flüssig bedienen. Dazu passt auch der gute Touchscreen, der präzise Eingaben ermöglicht. Die Gleiteigenschaften der Oberfläche (Gorilla Glass 3) sind ebenfalls einwandfrei. Nicht ganz so überzeugt sind wir von den physikalischen Tasten auf der rechten Seite. Die Lautstärkewippe und der Power-Button sind etwas schwergängig und haben einen schwammigen Druckpunkt, zudem ist der Power-Button nicht ganz sauber integriert und klappert ein wenig.

Die virtuelle Tastatur des Lumia 650 hört auf den Namen Word Flow und auch schnelle Eingaben sind problemlos möglich. Alle üblichen Funktionen (Wortvorschläge, Rechtschreibung, Wischeingaben) werden unterstützt und wir erhalten einen kleinen blauen Cursor, mit dem man den Zeiger innerhalb von Eingaben bewegen kann.

Tastatur Querformat
Tastatur Querformat
Tastatur Hochformat
Tastatur Hochformat

Display

Subpixel-Anordnung
Subpixel-Anordnung

Wie schon bei den teureren Lumia Smartphones setzt Microsoft auch bei dem kleinen Lumia 650 auf einen AMOLED-Bildschirm. Der 5 Zoll große Screen verfügt über die HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel), was zu einer Pixeldichte von 294 PPI führt. Damit sind die Schriften und Bilder ausreichend scharf. Subjektiv gefallen uns die typisch kräftigen Farben des AMOLEDs. In den Optionen lassen sich die Farbtemperatur sowie die Sättigung in gewissen Grenzen einstellen, womit man die Anzeige auf die persönlichen Vorlieben anpassen kann.

Wir messen die Helligkeit bei einem reinweißen Bild (max. 372 cd/m²) sowie einer gleichmäßigen Verteilung von hellen und dunklen Bildanteilen (APL 50, max. 398 cd/m²). Manche LCD-basierten Geräte erreichen hier zwar etwas höhere Ergebnisse, doch aufgrund des niedrigen Schwarzwertes (0 cd/m²) und des daraus entstehenden hohen Kontrasts wird dieser kleine Nachteil locker ausgeglichen. Die Helligkeit wird mit dem aktivierten Lichtsensor nicht weiter erhöht.

372
cd/m²
344
cd/m²
342
cd/m²
372
cd/m²
349
cd/m²
341
cd/m²
369
cd/m²
350
cd/m²
342
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 372 cd/m² Durchschnitt: 353.4 cd/m² Minimum: 15.67 cd/m²
Ausleuchtung: 92 %
Helligkeit Akku: 349 cd/m²
Kontrast: ∞:1 (Schwarzwert: 0 cd/m²)
ΔE Color 2.6 | 0.4-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 1.8 | 0.64-98 Ø6.4
Gamma: 2.06
Microsoft Lumia 650
Adreno 304, 212 APQ8009, 16 GB eMMC Flash
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Adreno 306, 410 APQ8016, 16 GB eMMC Flash
Archos Diamond S
Mali-T720 MP4, MT6753, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy J5
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Allview E4
Mali-T720 MP4, MT6753, 16 GB eMMC Flash
LG Class
Adreno 306, 410 APQ8016, 16 GB eMMC Flash
Bildschirm
-25%
7%
-46%
-44%
-28%
-59%
Helligkeit Bildmitte
349
418
20%
467
34%
357
2%
349
0%
534
53%
518
48%
Brightness
353
407
15%
460
30%
363
3%
353
0%
503
42%
492
39%
Brightness Distribution
92
95
3%
95
3%
95
3%
93
1%
82
-11%
91
-1%
Schwarzwert *
0.49
0.3
0.57
0.51
DeltaE Colorchecker *
2.6
3.92
-51%
3.28
-26%
6.11
-135%
5.22
-101%
5.65
-117%
5.41
-108%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
8.2
9.91
-21%
8.76
-7%
DeltaE Graustufen *
1.8
3.81
-112%
1.89
-5%
4.12
-129%
3.96
-120%
3.69
-105%
7.67
-326%
Gamma
2.06 107%
2.27 97%
2.21 100%
2.24 98%
2.08 106%
2.15 102%
2.19 100%
CCT
6542 99%
7361 88%
6734 97%
7272 89%
7308 89%
7289 89%
8521 76%
Kontrast
853
1557
937
1016

* ... kleinere Werte sind besser

In unseren CalMAN-Messungen schlägt sich das Smartphone von Microsoft sehr gut. Bereits im Werkszustand können wir nur geringe durchschnittliche DeltaE-2000-Abweichungen messen. Sowohl die Graustufen als auch die Farben liegen mit 1,8 bzw. 2,6 unter dem Zielwert von 3, wobei es bei den Farben einige Ausreißer (Rot, Magenta) mit einer Abweichung von bis zu acht gibt. 

CalMAN Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
CalMAN Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
CalMAN ColorChecker (Zielfarbraum AdobeRGB)
CalMAN ColorChecker (Zielfarbraum AdobeRGB)
CalMAN Sättigung (Zielfarbraum AdobeRGB)
CalMAN Sättigung (Zielfarbraum AdobeRGB)
CalMAN Grundfarben (Zielfarbraum AdobeRGB)
CalMAN Grundfarben (Zielfarbraum AdobeRGB)

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
20 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 15 ms steigend
↘ 5 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 20 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.5 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
32 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 20 ms steigend
↘ 12 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 19 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (40.7 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9705 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal kurz die Helligkeitsregelung des Lumia 650 ansprechen. Typischerweise kommt bei AMOLEDs die sogennate Pulsweitenmodulation (Erklärung in der Box oben) zum Einsatz, um die Helligkeit zu dimmen. Beim Lumia 650 konnten wir jedoch kein PWM feststellen. Das ist eine gute Nachricht für Nutzer, die sonst mit AMOLEDs Probleme haben.

Wie wir bereits erwähnt haben, wird die maximale Helligkeit bei der Verwendung des Lichtsensors nicht noch weiter erhöht. Microsoft implementiert jedoch eine Funktion mit dem Namen "Lesbarkeit bei Sonnenlicht". Über spezielle Algorithmen soll damit die Darstellung bei direkter Sonneneinstrahlung verbessert werden. Einen großen Unterschied können wir nicht erkennen, und wie bei allen Geräten mit spiegelndem Bildschirm sollte man direkte Lichtquellen nach Möglichkeit vermeiden. Ansonsten schlägt sich das Display aber gut und auch in hellen Umgebungen gibt es keine Einschränkungen. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut, AMOLED-typisch kommt es bei extremen Winkeln jedoch zu einer leichten bläulichen Verfärbung. Uns hat das in der Praxis aber nicht gestört.

in der Sonne (mit Reflexion)
in der Sonne (mit Reflexion)
in der Sonne (ohne Reflexion)
in der Sonne (ohne Reflexion)
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Mit der Ausnahme der High-End-Geräte sind viele Smartphones mit dem Windows Betriebssystem mit vergleichsweise schwachen Komponenten ausgerüstet. Das ist auch beim aktuellen Lumia der Fall. Zwar wurde der Snapdragon 212 von Qualcomm erst Anfang dieses Jahres vorgestellt, dennoch gehört er mit seinen vier Cortex-A7-Kernen (max. 1,3 GHz) zur Einstiegsklasse. Dazu passen auch der knapp bemessene Arbeitsspeicher von 1 GB und die Grafikkarte Adreno 304.

Windows 10 Mobile läuft auf dem Testgerät dennoch sehr flüssig. Das gilt jedoch nur, solange man sich auf der Bedienoberfläche bewegt. Sobald man Apps startet bzw. beendet oder auf komplexeren Webseiten navigiert, kommt es zu Rucklern bzw. Verzögerungen. Das ist auch bei dem Wechsel zwischen Apps der Fall, ein Beispiel dafür ist der Wechsel von der Kamera zum Fotoalbum. Die Benchmarks fallen erwartungsgemäß schlecht aus und das Lumia 650 liegt in der Regel auf dem letzten Platz innerhalb unserer Vergleichsgruppe. Der Benchmark Basemark X 1.1 konnte auf unserem Gerät nicht gestartet werden.

GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
3.25 fps ∼27%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
5.3 fps ∼44% +63%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
5.2 fps ∼43% +60%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
12 fps ∼100% +269%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
12 fps ∼100% +269%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
9.8 fps ∼82% +202%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
5.67 fps ∼27%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
9.5 fps ∼45% +68%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
9.2 fps ∼44% +62%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
21 fps ∼100% +270%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
20 fps ∼95% +253%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
5.2 fps ∼25% -8%
Linpack Android / IOS
Multi Thread (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
223.568 MFLOPS ∼82%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
207.718 MFLOPS ∼76% -7%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
201.99 MFLOPS ∼74% -10%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
272.2 MFLOPS ∼100% +22%
Single Thread (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
55.892 MFLOPS ∼48%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
117.086 MFLOPS ∼100% +109%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
87.69 MFLOPS ∼75% +57%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
111.54 MFLOPS ∼95% +100%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
546 Points ∼75%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
484 Points ∼66% -11%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
643 Points ∼88% +18%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
729 Points ∼100% +34%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
615 Points ∼84% +13%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
731 Points ∼100% +34%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
696 Points ∼95% +27%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
207 Points ∼49%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
315 Points ∼74% +52%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
316 Points ∼75% +53%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
421 Points ∼100% +103%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
314 Points ∼74% +52%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
423 Points ∼100% +104%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
312 Points ∼74% +51%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
575 Points ∼61%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
394 Points ∼42% -31%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
797 Points ∼84% +39%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
949 Points ∼100% +65%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
399 Points ∼42% -31%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
877 Points ∼92% +53%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
427 Points ∼45% -26%
System (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
552 Points ∼31%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
1166 Points ∼65% +111%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
1077 Points ∼60% +95%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
1792 Points ∼100% +225%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
1058 Points ∼59% +92%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
1694 Points ∼95% +207%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
1068 Points ∼60% +93%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
435 Points ∼51%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
515 Points ∼61% +18%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
646 Points ∼76% +49%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
850 Points ∼100% +95%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
534 Points ∼63% +23%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
823 Points ∼97% +89%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
561 Points ∼66% +29%
AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
31844 Points ∼86%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
35194 Points ∼95% +11%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
37203 Points ∼100% +17%
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
2574 Points ∼78%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
3296 Points ∼100% +28%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
3012 Points ∼91% +17%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
2754 Points ∼84% +7%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
3038 Points ∼92% +18%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
3177 Points ∼96% +23%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
3028 Points ∼92% +18%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
18237.4 ms * ∼100%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
11843 ms * ∼65% +35%
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 2048
14680 ms * ∼80% +20%
Archos Diamond S
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
13398 ms * ∼73% +27%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
14074 ms * ∼77% +23%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
13148.9 ms * ∼72% +28%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
13979.7 ms * ∼77% +23%
WebXPRT 2015 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
Microsoft Lumia 650
Qualcomm Snapdragon 212 APQ8009, Qualcomm Adreno 304, 1024
52 Points ∼88%
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1024
52 Points ∼88% 0%
Samsung Galaxy J5
Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 1536
52 Points ∼88% 0%
Allview E4
Mediatek MT6753, ARM Mali-T720 MP4, 2048
59 Points ∼100% +13%
LG Class
Qualcomm Snapdragon 410 APQ8016, Qualcomm Adreno 306, 1536
57 Points ∼97% +10%

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Beim Spielen machen sich die schwachen Komponenten natürlich deutlich bemerkbar. Zwar profitiert das Lumia 650 hier von seiner etwas geringeren HD-Auflösung, aber dennoch kommt es bei vielen Spielen zu Rucklern. So ruckelt es zum Beispiel bei dem Racing-Titel Asphalt 8: Airborne, selbst wenn wir die Effekte auf die niedrigste Stufe stellen. Zwar ist es spielbar, aber richtig flüssig läuft es nicht. Dafür muss man auf alte Titel wie Doodle Jump zurückgreifen. Der Monolautsprecher auf der Vorderseite richtet den Klang zum Anwender und wird beim Spielen nicht verdeckt. Die Sensoren haben bei unseren Tests gut funktioniert.

Asphalt 8: Airborne
Asphalt 8: Airborne
Doodle Jump
Doodle Jump

Emissionen

Temperatur

GFXBench: Akkutest
GFXBench: Akkutest

Die Temperaturentwicklung des Microsoft Lumia 650 ist absolut unkritisch. Im Leerlauf oder bei wenig Last wird das Smartphone noch nicht einmal handwarm, und selbst unter Last können wir nur an einigen Messpunkten bis zu 38 °C ermitteln. Der SoC hat ebenfalls keine Temperaturprobleme. Mit dem Akkutest des GFXBench überprüfen wir die Leistungsfähigkeit unter anhaltender Last. Der T-Rex-Test wird dazu dreißigmal wiederholt, während die Leistung protokolliert wird. Das Ergebnis ist eindeutig, denn es gibt keine Schwankungen der FPS-Zahl.

Max. Last
 36.2 °C37.2 °C35.1 °C 
 36.3 °C36.7 °C36.4 °C 
 35.1 °C35.5 °C35.1 °C 
Maximal: 37.2 °C
Durchschnitt: 36 °C
37.7 °C38.2 °C35.5 °C
36 °C33.7 °C33.3 °C
33.9 °C33.7 °C32.5 °C
Maximal: 38.2 °C
Durchschnitt: 34.9 °C
Netzteil (max.)  40 °C | Raumtemperatur 21.8 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 36 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone auf 33.1 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 37.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.6 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 38.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 30 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.
Microsoft Lumia 650
Adreno 304, 212 APQ8009, 16 GB eMMC Flash
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Asus Zenfone 2 ZE500KL
Adreno 306, 410 APQ8016, 16 GB eMMC Flash
Archos Diamond S
Mali-T720 MP4, MT6753, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy J5
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Allview E4
Mali-T720 MP4, MT6753, 16 GB eMMC Flash
LG Class
Adreno 306, 410 APQ8016, 16 GB eMMC Flash
Hitze
-6%
1%
4%
-2%
-16%
-1%
Last oben max *
37.2
41.2
-11%
41.1
-10%
34.3
8%
38.3
-3%
41.3
-11%
38.6
-4%
Last unten max *
38.2
39.2
-3%
37
3%
33.7
12%
37.7
1%
45.1
-18%
35
8%
Idle oben max *
30.9
33.4
-8%
30
3%
32
-4%
31.9
-3%
36
-17%
34.2
-11%
Idle unten max *
30.5
31.1
-2%
27.9
9%
31
-2%
30.8
-1%
35.3
-16%
29.6
3%

* ... kleinere Werte sind besser

Lautsprecher

Der Monolautsprecher befindet sich unten auf der Vorderseite und richtet den Sound zum Anwender. Die maximale Lautstärke fällt mit fast 86 dB(A) ausreichend hoch aus, doch der Klang ist recht blechern. Bass ist überhaupt nicht vorhanden und auch der eingebaute Equalizer mit verschiedenen Profilen (etwas versteckt unter Einstellungen/Extras/Equalizer) kann daran nichts ändern. Externe Lautsprecher oder Kopfhörer lassen sich entweder via Bluetooth, NFC oder Klinkenstecker anschließen.

Pink-Noise-Diagramm
Pink-Noise-Diagramm
Equalizer
Equalizer

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Bei den Verbrauchsmessungen schneidet das Lumia 650 ordentlich ab. Lediglich unter Last machen sich die "alten" und weniger effizienten Cortex-A7-Kerne des SoC bemerkbar, denn gerade bei dem durchschnittlichen Lastverbrauch benötigt unser Testgerät mehr Strom als viele der Vergleichsgeräte. Der maximale Verbrauch liegt bei rund 4,5 Watt, doch das Netzteil bietet nur eine Ausgangsleistung von 2,75 Watt (5V, 550 mA). Beim Spielen ist das Netzteil beispielsweise nicht in der Lage, den Akku aufzuladen bzw. dessen Kapazität aufrechtzuerhalten.

Der Standby-Verbrauch liegt bei 0,22 Watt und erhöht sich auf 0,36 Watt, wenn die Blick-Funktion des Displays (Informationen auf dem Sperrbildschirm) aktiviert ist.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.07 / 0.22 Watt
Idledarkmidlight 0.7 / 1.1 / 1.18 Watt
Last midlight 4.04 / 4.07 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Gossen Metrahit Energy
Microsoft Lumia 650
7.6 Wh
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
 Wh
Asus Zenfone 2 ZE500KL
 Wh
Archos Diamond S
 Wh
Samsung Galaxy J5
10 Wh
Allview E4
8 Wh
LG Class
 Wh
Stromverbrauch
11%
18%
-10%
-64%
-193%
-49%
Idle min *
0.7
0.4
43%
0.5
29%
0.8
-14%
1.5
-114%
3.11
-344%
1.2
-71%
Idle avg *
1.1
1
9%
0.9
18%
1.21
-10%
2.2
-100%
4.06
-269%
1.9
-73%
Idle max *
1.18
1.2
-2%
1.1
7%
1.32
-12%
2.4
-103%
4.23
-258%
2.2
-86%
Last avg *
4.04
2.9
28%
2.4
41%
3.73
8%
3.5
13%
5.53
-37%
3.1
23%
Last max *
4.07
5
-23%
4.3
-6%
4.97
-22%
4.8
-18%
6.33
-56%
5.6
-38%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

der austauschbare Li-Ion-Akku
der austauschbare Li-Ion-Akku

Der austauschbare Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 7,6 Wh (2.000 mAh, 3,8 V) und ermöglicht nur mittelmäßige Laufzeiten. Besonders interessieren uns dabei die beiden Szenarios mit einer angepassten Helligkeit von rund 150 cd/m². Sowohl im WLAN- (05:45 h) als auch im Videotest (08:30 h) muss sich unser Testgerät vielen Kontrahenten geschlagen geben. Im Alltag hatten wir jedoch keine Probleme, einen kompletten Tag zu überstehen. Die Ladedauer beläuft sich mit dem 2,75-Watt-Netzteil auf rund 3-3,5 Stunden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
15h 10min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
5h 45min
Big Buck Bunny H.264 1080p
8h 30min
Last (volle Helligkeit)
3h 33min
Microsoft Lumia 650
7.6 Wh
Motorola Moto G 3. Gen 2015 XT1541
 Wh
Asus Zenfone 2 ZE500KL
 Wh
Archos Diamond S
 Wh
Samsung Galaxy J5
10 Wh
Allview E4
8 Wh
LG Class
 Wh
Akkulaufzeit
40%
-23%
38%
45%
-10%
11%
Idle
910
1364
50%
1292
42%
827
-9%
976
7%
H.264
510
677
33%
657
29%
456
-11%
628
23%
WLAN
345
526
52%
267
-23%
475
38%
495
43%
315
-9%
422
22%
Last
213
264
24%
350
64%
193
-9%
196
-8%

Pro

+ gute Verarbeitung und stabiles Gehäuse
+ abnehmbare Rückseite
+ austauschbarer Akku
+ Speichererweiterung via microSD
+ toller AMOLED-Bildschirm ohne PWM
+ ordentliche Kamera
+ gutes GPS
+ Microsoft Office

Contra

- mittelmäßige Akkulaufzeiten
- geringe Leistung
- kein USB-Kabel oder Headset
- kein Continuum oder Windows Hello
- schlechter Lautsprecher
- schwaches Netzteil mit festem Kabel

Fazit

Im Test: Microsoft Lumia 650. Testgerät zur Verfügung gestellt von:
Im Test: Microsoft Lumia 650. Testgerät zur Verfügung gestellt von:

Das Microsoft Lumia 650 ist eine sinnvolle Weiterentwicklung des Vorgängers Lumia 640. Das Mittelklasse-Smartphone setzt jetzt auf die Designsprache der größeren Brüder Lumia 950/Lumia 950 XL und wir bekommen ein gutes Gehäuse mit einem tollen AMOLED-Bildschirm. Warum das Gerät allerdings ideal für Geschäftskunden sein soll, erschließt sich uns nach dem Test nicht ganz. Auf einige Funktionen wie Windows Hello oder Continuum müssen wir verzichten, es bleibt also eigentlich nur Microsoft Office übrig. 

Die geringe Leistung ist sicherlich eines der Hauptprobleme des Lumia 650. Zwar läuft Windows 10 Mobile selbst noch überaus flüssig, doch schon bei etwas anspruchsvolleren Apps kommt es zu Rucklern bzw. Verzögerungen. Das nächste große Problem ist Windows selbst, denn im Vergleich zu Android und iOS ist die App-Auswahl immer noch stark begrenzt. Wer mit dem Gedanken spielt, auf Windows 10 Mobile zu wechseln, sollte sich daher im Vorfeld genau erkundigen, ob die gewohnten Apps zur Verfügung stehen.

Das Microsoft Lumia 650 ist ein ordentliches Mittelklasse-Smartphone mit einem tollen Bildschirm. Man sollte sich jedoch über die Einschränkungen durch Windows 10 Mobile sowie die geringe Leistung im Klaren sein.

Microsoft Lumia 650 - 09.05.2016 v5.1
Andreas Osthoff

Gehäuse
81%
Tastatur
74 / 75 → 98%
Pointing Device
89%
Konnektivität
35 / 60 → 59%
Gewicht
95%
Akkulaufzeit
88%
Display
87%
Leistung Spiele
3 / 63 → 5%
Leistung Anwendungen
28 / 70 → 40%
Temperatur
91%
Lautstärke
100%
Audio
54 / 91 → 59%
Kamera
71%
Durchschnitt
69%
82%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Andreas Osthoff, 10.05.2016 (Update: 15.05.2018)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Senior Editor Business
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.