Notebookcheck

Test Nvidia Tegra Note 7 Tablet

Michael Moser, 03.04.2014

Tausendsassa. Nvidia bringt mit dem Tegra Note 7 ein reichhaltig ausgestattetes 7-Zoll-Tablet für schmale 209 Euro auf den Markt. Als SoC kommt ein Nvidia-Tegra-4-Prozessor mit 1,8 GHz Taktrate nebst GeForce GPU und 1 GB RAM zum Einsatz. Dazu gibt's 16 GB Speicherplatz und einen kräftigen Akku. Android 4.4.2 KitKat vervollständigt das Portfolio. Reicht das aus für einen Sprung in die Top Ten?

Nvidia steigt mit dem brandneuen Tegra Note 7 in den Tablet-Markt ein und verpasst mit einer UVP von 209 Euro nur knapp die magische 200-Euro-Marke. Der schicke 7-Zöller kommt hierzulande unter die Fittiche von Gigabyte sowie EVGA und hat einiges zu bieten. Basis ist der flotte Nvidia Tegra 4 Quadcore-Chip, der mit 1,8 GHz taktet und von einer integrierten GeForce GPU und 1 GB Arbeitsspeicher unterstützt wird. Intern wurde ein 16-GB-Speicher verbaut, der via microSD-Karte auf bis zu 64 GB erweitert werden kann. Das IPS-Display löst mit 1.280 x 800 Bildpunkten auf, externe Bildschirme können mittels eines Micro-HDMI-Anschlusses angesteuert werden. Frontseitige Stereolautsprecher und eine 5-MP-Kamera mit HDR komplettieren das Multimediaangebot. Der eingebaute Akku bietet eine Kapazität von 4.100 mAh oder 15,17 Wh. Außerdem hat Nvidia dem Tegra Note 7 einen sogenannten DirectStylus mit passender Software beigelegt.

Dieses Paket muss sich gegen eine Vielzahl an potenten Konkurrenten durchsetzen, als da wären: Google Nexus 7 2013, HP Slate 8 Pro 7600egLenovo S5000-F und Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210, außerdem noch das etwas teurere Apple iPad Mini Retina.

Auf dem vergangenen Mobile World Congress kündigte Nvidia zudem auch eine Ausstattungs-Variante mit LTE an, die noch im 2. Quartal 2014 auf den Markt kommen soll. Der Preis wird wohl bei 299 Euro liegen.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

eigenständiges Design mit frontseitigen Stereolautsprechern
eigenständiges Design mit frontseitigen Stereolautsprechern
teils gummierte Rückseite mit guter Haptik
teils gummierte Rückseite mit guter Haptik

Das Gehäuse des Nvidia Tegra Note 7 weiß in puncto Design zu gefallen. Der Mix aus mattschwarzem Polycarbonat mit hochglanzschwarzen Highlights sowie einer haptisch griffgünstigen Struktur mit abgerundeten Kanten überzeugt. Auch die Spaltmaße sind durchweg gleichmäßig. Leider weist unser Testsample an einer Seite einen leicht überstehenden, scharfkantigen Grat auf.

Die Verarbeitung ist ansonsten gut gelungen. Insgesamt ist das Chassis stabil, auch wenn es beim Verwindungstest ein dezentes Knarzen von sich gibt. 

Mit Abmessungen von 199 x 119 x 9,6 mm reiht sich das Tegra Note 7 auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern ein. Das Gewicht von 353 Gramm ist zwar etwas höher als bei der Konkurrenz, liegt aber noch im Rahmen.

Der Akku ist – wie im Tabletsektor üblich - nicht durch den Nutzer selbst tauschbar; außer der microSD-Schnittstelle gibt es keinerlei Upgrade-Möglichkeiten durch den User.

Ausstattung

Wie wir testen - Ausstattung

Angetrieben wird das Nvidia Tegra Note 7 vom kräftigen Nvidia Tegra 4 Quadcore-Chip mit 1,8 GHz Taktrate inklusive GeForce GPU und 1 GB RAM. Die 16 GB interner Speicher lassen sich mittels microSD-Karte um bis zu 64 GB erweitern.

Neben den Standardanschlüssen bietet das Testgerät eine noch seltene Micro-HDMI-Schnittstelle zur Anbindung eines externen Displays. Diese teilt sich die Stirnseite des Tablets mit Micro-USB-2.0-Port und 3,5-mm-Klinkenbuchse – allesamt weit genug voneinander entfernt, um sich nicht gegenseitig zu blockieren.

Die physikalischen Tasten in Form von Powerknopf und Lautstärkewippe geben dank einem deutlichen Druckpunkt ein gutes Feedback.

Oberkante: Micro-USB-2.0, Micro-HDMI, 3,5-mm-Klinkenbuchse, Powerknopf
Oberkante: Micro-USB-2.0, Micro-HDMI, 3,5-mm-Klinkenbuchse, Powerknopf
rechte Seite: micro-SD, Lautstärkewippe
rechte Seite: micro-SD, Lautstärkewippe
Unterkante: Stylus, Mikrofon
Unterkante: Stylus, Mikrofon
DirectStylus im Gehäuse versenkt
DirectStylus im Gehäuse versenkt
Betriebssystem: Android 4.4.2 KitKat
Betriebssystem: Android 4.4.2 KitKat

Software

Als Betriebssystem kommt beim Nvidia Tegra Note 7 Android in der Version 4.4.2 KitKat zum Einsatz. Eine herstellerspezifische Oberfläche oder Veränderungen seitens des Herstellers gibt es nicht, es handelt sich um ein reines Stock Android, wie es auch das Google Nexus 7 vorweisen kann.

Als Softwarebeigaben installiert Nvidia neben spezieller Software für den DirectStylus in Form von Tegra Draw und Write auch einige nützliche Apps, darunter Dropbox oder die TegraZone. Letztere fungiert als spezieller Gamehub. Bloatware hält sich in Grenzen.

Kommunikation & GPS 

Das Nvidia Tegra Note 7 wartet mit WLAN 802.11b/g/n auf. Eine UMTS-Option steht nicht zur Verfügung. Der WLAN-Empfang ist in Ordnung, Verbindungsabbrüche waren auch durch mehrere Wände hindurch und in etwa 10 m Luftlinie Entfernung vom Router nicht zu verzeichnen. Jedoch hat im direkten Vergleich das Apple iPad Mini Retina einen besseren Empfang zu bieten.

Das verbaute GPS-Modul verfügt über eine gute Empfangsstärke, wenn man nach dem Test mit der App GPS Test urteilt. Auf 5 m genau wurde das Testgerät dabei geortet, selbst in geschlossenen Räumen funktionierte noch eine grobe Ortung.

Unser detaillierter Vergleichstest mit einem Garmin Edge 500 offenbart dann doch Schwächen: leicht im Waldbereich, deutlicher im diffizilen Bereich um die Brücke. Dadurch differieren auch die gefahrenen Kilometer etwas. Kann man auf exakte Ortung verzichten, klappt die Navigation auch mit dem Testgerät zufriedenstellend.

Nvidia Tegra Note 7 Gesamtansicht
Nvidia Tegra Note 7 Gesamtansicht
Nvidia Tegra Note 7 Brücke
Nvidia Tegra Note 7 Brücke
Nvidia Tegra Note 7 Wald
Nvidia Tegra Note 7 Wald
Garmin Edge 500 Gesamtansicht
Garmin Edge 500 Gesamtansicht
Garmin Edge 500 Brücke
Garmin Edge 500 Brücke
Garmin Edge 500 Wald
Garmin Edge 500 Wald

Kameras & Multimedia

Das Tegra Note 7 verfügt über eine VGA-Webcam (0,3 MP) an der Front. Mit nur mäßiger Qualität und hohem Bildrauschen sowie verfälschten Farben eignet sich die Webcam nur für gelegentliche Videochats.  

Die Hauptkamera dagegen bietet eine Auflösung von 5 MP nebst Autofokus und HDR-Funktion. Nvidia preist deren Qualität mit "Always On High Dynamic Range" (AOHDR), also hohen Details und Kontrast beziehungsweise der Fähigkeit, Über- und Unterbelichtung auf dem Level des menschlichen Auges auszugleichen. Außerdem soll die Kamera dank AOHDR auch eventuelles Ghosting bei bewegten Motiven verhindern, indem sie mittels Tap-to-Track-Technologie das gewählte Motiv im Fokus behält. Soviel vorweg: Das schafft die Linse nicht ganz.

Die Kamera-App hat zwar viele Einstellmöglichkeiten und interessante Features wie Slow-Motion HD Video bei 100+ FPS sowie Full-Resolution-Burst-Fotografie zu bieten. Dennoch kann die gebotene Qualität im Praxistest nicht ganz überzeugen. Farben werden mit einer zu niedrigen Farbtemperatur leicht verfälscht dargestellt, wie die Vergleichsbilder zeigen. Der Konkurrent Apple iPad Mini Retina kommt in Sachen Farbwiedergabe der Referenzkamera sehr nahe, das Testsample zeigt leider eine leichte Überbelichtung. Für gelegentliche Schnappschüsse ist das Kameramodul dennoch geeignet.

Apple iPad Mini Retina Hauptkamera
Apple iPad Mini Retina Hauptkamera
Apple iPad Mini Retina Webcam
Apple iPad Mini Retina Webcam
Nvidia Tegra Note 7 Hauptkamera
Nvidia Tegra Note 7 Hauptkamera
Nvidia Tegra Note 7 Webcam
Nvidia Tegra Note 7 Webcam
Referenz Nikon D3100
Referenz Nikon D3100

Zubehör

Mitgeliefert wird beim Nvidia Tegra Note 7 etwas mehr als der übliche Genrestandard: Neben dem Gerät selbst finden sich noch ein modulares Netzteil mit 5 V/2 A und ein zugehöriges USB-Kabel sowie der DirectStylus-Stift nebst einer Schnellstartanleitung.

Optional ist für das Tablet ein Slide Cover erhältlich, das sowohl schützt als auch als Ständer fungiert – das kennt man bereits von Konkurrenten wie dem Apple iPad Mini Retina. Der Preis für das Zubehör stand zum Testzeitpunkt noch nicht fest.

Garantie

Der Deutsche Vertrieb Gigabyte sowie EVGA gewährt auf das Tegra Note 7 einen Garantiezeitraum von 24 Monaten. Eine optionale Verlängerung ist bislang nicht verfügbar.

Eingabegeräte & Bedienung

Die virtuelle Tastatur entspricht dem Android Standard und funktioniert daher auch wie gewohnt sehr intuitiv und stets zuverlässig. Dabei wird im Hochkantmodus wie üblich rund ein Drittel des Displays vom Tastenfeld und den Android Navigationstasten verdeckt. Letztere können aber auf Wunsch ausgeblendet werden. Quer gehalten schrumpft der sichtbare Bildschirmausschnitt auf etwa die Hälfte des Displays.

Die Tastatur ist auch bei dem verhältnismäßig kleinen 7-Zoll-Display noch groß genug, um damit fehlerfrei schreiben zu können.

Ähnlich dem Samsung Galaxy Note 8.0 Tablet verfügt auch das Tegra Note 7 über einen DirectStylus genannten Eingabestift. Zieht man ihn aus dem integrierten Stiftfach, startet auf Wunsch eine spezielle App oder das DirectStylus Starter Menü, wo kompatible Apps gesammelt werden können. Dazu zählen beispielsweise die vorinstallierten Anwendungen Tegra Draw und Write, ein Zeichen- respektive Schreibprogramm. Die Eingabe geht nach etwas Eingewöhnungszeit gut von der Hand und stellt somit eine echte Bereicherung dar.

Der kapazitive Zehnpunkt-Multitouch-Screen setzt jedwede Eingaben schnell und präzise um, egal ob per Finger oder Stylus. Eine Bildschirmdrehung beim Formatwechsel geht mit rund einer Sekunde auch recht flott vonstatten.

Im Quermodus verdeckt die Tastatur den Bildschirm stark.
Im Quermodus verdeckt die Tastatur den Bildschirm stark.
Hochkant ist wesentlich mehr Platz.
Hochkant ist wesentlich mehr Platz.
Der DirectStylus bringt ein Notizprogramm mit.
Der DirectStylus bringt ein Notizprogramm mit.

Display

Wie wir testen - Display

IPS-LCD-Display mit 1.280 x 800 Bildpunkten
IPS-LCD-Display mit 1.280 x 800 Bildpunkten

Das Display des Nvidia Tegra Note 7 misst 7 Zoll und löst mit 1.280 x 800 Bildpunkten ausreichend hoch auf. Die Mitbewerber haben hier teils mehr zu bieten, so warten das HP Slate 8 Pro 7600eg mit 1.600 x 1.200, das Google Nexus 7 2013 mit 1.920 x 1.200 und das Apple iPad Mini Retina gar mit 2.048 x 1.536 Pixeln auf. Das Lenovo S5000-F löst gleich hoch auf, andere Konkurrenten liegen dafür darunter. So begnügt sich das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210 gar nur mit 1.024 x 600 Pixeln.

Mit durchschnittlich 396,8 cd/m² punktet das IPS-Display zwar mit hoher Luminanz, die Ausleuchtung von 84 Prozent könnte aber homogener ausfallen. Letztere macht sich im Alltagsbetrieb aber nicht bemerkbar, selbst ein einfarbiges Weißbild offenbart keine deutlichen Schwächen.

Im Klassenvergleich schneidet das Testgerät ordentlich ab. Das Apple iPad Mini Retina leuchtet mit 398,4 cd/m² ähnlich hell, das HP Slate 8 Pro 7600eg mit 344,3 cd/m² kann hier nicht ganz mithalten. Die restliche Mitbewerberschar strahlt jedoch deutlich heller: Das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210 mit 426,6 cd/m² und das Lenovo S5000-F mit 464,7 cd/m² liegen vorne; am hellsten leuchtet das Google Nexus 7 2013 mit 513,4 cd/m².

385
cd/m²
388
cd/m²
359
cd/m²
417
cd/m²
427
cd/m²
408
cd/m²
395
cd/m²
398
cd/m²
394
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 427 cd/m² Durchschnitt: 396.8 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 427 cd/m²
Kontrast: 749:1 (Schwarzwert: 0.57 cd/m²)
ΔE Color 5.18 | - Ø
ΔE Greyscale 7.49 | - Ø
Gamma: 2.35

Der gemessene Schwarzwert von 0,57 cd/m² und der Kontrast von 749:1 sind im Klassenvergleich gut: So befindet sich das Tegra Note 7 auf Augenhöhe mit dem Apple iPad Mini Retina (0,54 cd/m²/761:1) und übertrifft das Google Nexus 7 2013 (1,07 cd/m²/513:1) und das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210 (0,81 cd/m²/548:1). Mitbewerber wie das Lenovo S5000-F mit 0,44 cd/m²/1.082:1 und das HP Slate 8 Pro 7600eg (0,37 cd/m/986:1) können sich deutlich absetzen.

Subjektiv hat das Testsample dann auch ein recht sattes Schwarz bei dunklen Bildinhalten und eine hohe Bildschärfe zu bieten.

Das Tegra Note 7 bietet im Menü die interessante Wahlmöglichkeit zwischen zwei Farbkorrektur-Voreinstellungen, nämlich dem nativen Bildmodus und dem sRGB-Modus. Subjektiv verändert sich hier jedoch wenig, mit dem bloßen Auge ist der Unterschied kaum feststellbar.

Unsere Messungen mit CalMAN attestieren dem Tegra Note 7 in beiden Bildmodi annehmbare Werte. Die Farbwiedergabe wird im sRGB-Modus etwas genauer und weniger rotstichig. Der ColorChecker offenbart ein niedrigeres DeltaE mit 5,18 im Vergleich zu 6,23 im nativen Modus. Die Graustufen zeigen eine etwas niedrigere Farbtemperatur im sRGB-Modus, allerdings ein marginal höheres DeltaE von 7,49. Die Farbsättigung hat im nativen Modus eine deutliche Abweichung beim Blauwert (was im sRGB-Modus wesentlich besser aussieht) wie auch die Farbdarstellung an sich. Insgesamt wird gerade im sRGB-Modus eine gute Genauigkeit geboten, weshalb dieser der beste Kompromiss zwischen Farbwiedergabe, Farbsättigung und Graustufendarstellung ist. Die beiden Modi stehen übrigens auch zur Wahl, wenn per Micro-HDMI ein externer Bildschirm angeschlossen wird.

Farbmanagement Nativ
Farbmanagement Nativ
Farbmanagement sRGB
Farbmanagement sRGB
Color Checker Nativ
Color Checker Nativ
Color Checker sRGB
Color Checker sRGB
Graustufen Nativ
Graustufen Nativ
Graustufen sRGB
Graustufen sRGB
Farbsättigung Nativ
Farbsättigung Nativ
Farbsättigung sRGB
Farbsättigung sRGB
Außengebrauch Halbschatten
Außengebrauch Halbschatten
Außengebrauch Sonne
Außengebrauch Sonne

Durch die hohe maximale Helligkeit von 427 cd/m² ist das Tegra Note 7 theoretisch absolut außentauglich. Die stark spiegelnde Displayoberfläche vereitelt diesen Einsatzzweck jedoch bei direkt einfallendem Licht. Sobald man sich aber in den Halbschatten bewegt, eignet sich das Testgerät auch uneingeschränkt für einen Ausflug ins Freie.

Blickwinkel
Blickwinkel

Die Blickwinkelstabilität des LCD-Displays des Tegra Note 7 ist dank der IPS-Technologie unabhängig vom Betrachtungswinkel sehr solide. Gerade beim Außengebrauch, wo man mit größeren Blickwinkeln einfallendes Licht kompensieren kann, kommt diese Qualität voll zum Tragen. Einzig die Helligkeit nimmt bei praxisuntypischen, extremen Neigungswinkeln etwas ab.

Leistung

Wie wir testen - Leistung

Naturgemäß stattet Nvidia das Tegra Note 7 mit einem hauseigenen Prozessor aus; im Testgerät kommt der derzeit schnellste SoC aus eigener Produktion, ein Tegra 4 mit einer Taktrate von 1,8 GHz nebst integriertem GeForce Grafikchip zum Einsatz. Für ein Tablet der 200-Euro-Klasse ist das Tegra Note 7 damit sehr gut ausgestattet.

Im direkten Klassenvergleich mit synthetischen Benchmarks kann das Testsample dann auch ordentlich punkten: Im Geekbench 2 setzt es sich mit 2.992 Punkten knapp vor das ohnehin schon flotte Google Nexus 7, die restliche Konkurrenz folgt weit dahinter. Der neuere Geekbench 3 wollte allerdings auch nach einer Neuinstallation und wiederholten Versuchen nicht starten.

Auch im GFXBench 2.7 muss es sich nur dem Apple iPad Mini Retina geschlagen geben und distanziert die Konkurrenten um 16 (Google Nexus 7) bis 87 Prozent (Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210). Der anspruchsvollere GFXBench 3.0 läuft nicht auf dem Testgerät.

Noch extremer fällt der Vorsprung beim Linpack for Android Benchmark aus – bis zu 97 Prozent sind eine echte Hausnummer. Hier liefert sich das Tegra Note 7 mit dem Apple iPad Mini Retina ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Interessanterweise schneidet das HP Slate 8 Pro 7600eg trotz identischem SoC schlechter ab. Im 3DMark Ice Storm Benchmark dagegen platzieren sich das HP Slate 8 Pro 7600eg und die restliche Konkurrenz dann wieder teils deutlich vor unserem Testgerät. Einzig das Lenovo S5000-F hat hier das Nachsehen.

Richtig gut schneidet das Tegra Note 7 auch beim AndroBench 3 Speicher-Benchmark ab; Nvidia scheint einen schnellen internen Speicher verbaut zu haben. Nur das Lenovo S5000-F kann hier noch annähernd Schritt halten.

Geekbench 2 - 32 Bit - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
2992 Points ∼14%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
1064 Points ∼5% -64%
Google Nexus 7 2013
2531 Points ∼11% -15%
Lenovo S5000-F
1317 Points ∼6% -56%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
19 fps ∼1%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
2.5 fps ∼0% -87%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼1% -16%
Apple iPad mini Retina
27 fps ∼2% +42%
Lenovo S5000-F
10 fps ∼1% -47%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
29.5 fps ∼6%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
5.5 fps ∼1% -81%
Google Nexus 7 2013
16 fps ∼3% -46%
Apple iPad mini Retina
21 fps ∼5% -29%
Lenovo S5000-F
14 fps ∼3% -53%
Linpack Android / IOS
Multi Thread (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
586.247 MFLOPS ∼20%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
75.268 MFLOPS ∼3% -87%
Google Nexus 7 2013
253.634 MFLOPS ∼9% -57%
Apple iPad mini Retina
998.18 MFLOPS ∼34% +70%
Lenovo S5000-F
118.114 MFLOPS ∼4% -80%
HP Slate 8 Pro 7600eg
532.072 MFLOPS ∼18% -9%
Single Thread (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
658.854 MFLOPS ∼65%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
41.399 MFLOPS ∼4% -94%
Google Nexus 7 2013
97.481 MFLOPS ∼10% -85%
Apple iPad mini Retina
536.03 MFLOPS ∼52% -19%
Lenovo S5000-F
38.21 MFLOPS ∼4% -94%
HP Slate 8 Pro 7600eg
211.167 MFLOPS ∼21% -68%
Smartbench 2012 - Productivity Index (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
6786 points ∼36%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
2571 points ∼14% -62%
Google Nexus 7 2013
5080 points ∼27% -25%
Lenovo S5000-F
3860 points ∼20% -43%
HP Slate 8 Pro 7600eg
5944 points ∼32% -12%
3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
7265 Points ∼11%
Apple iPad mini Retina
7902 Points ∼11% +9%
Lenovo S5000-F
8080 Points ∼12% +11%
HP Slate 8 Pro 7600eg
15245 Points ∼22% +110%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
16413 Points ∼4%
Apple iPad mini Retina
18343 Points ∼4% +12%
Lenovo S5000-F
2135 Points ∼0% -87%
HP Slate 8 Pro 7600eg
13866 Points ∼3% -16%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
12824 Points ∼7%
Apple iPad mini Retina
14180 Points ∼7% +11%
Lenovo S5000-F
2552 Points ∼1% -80%
HP Slate 8 Pro 7600eg
14150 Points ∼7% +10%
1920x1080 Ice Storm Extreme Physics (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
7088 Points ∼11%
Google Nexus 7 2013
10508 Points ∼16% +48%
Apple iPad mini Retina
7672 Points ∼12% +8%
Lenovo S5000-F
8152 Points ∼12% +15%
HP Slate 8 Pro 7600eg
13682 Points ∼21% +93%
1920x1080 Ice Storm Extreme Graphics (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
6147 Points ∼2%
Google Nexus 7 2013
6655 Points ∼2% +8%
Apple iPad mini Retina
11255 Points ∼3% +83%
Lenovo S5000-F
1249 Points ∼0% -80%
HP Slate 8 Pro 7600eg
8842 Points ∼2% +44%
1920x1080 Ice Storm Extreme Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
6334 Points ∼3%
Google Nexus 7 2013
7245 Points ∼4% +14%
Apple iPad mini Retina
10197 Points ∼6% +61%
Lenovo S5000-F
1539 Points ∼1% -76%
HP Slate 8 Pro 7600eg
9596 Points ∼5% +51%
AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
1.22 MB/s ∼1%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
0.99 MB/s ∼1% -19%
Google Nexus 7 2013
0.82 MB/s ∼1% -33%
Lenovo S5000-F
0.49 MB/s ∼0% -60%
HP Slate 8 Pro 7600eg
0.77 MB/s ∼1% -37%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
12.92 MB/s ∼8%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
10.56 MB/s ∼6% -18%
Google Nexus 7 2013
11.99 MB/s ∼7% -7%
Lenovo S5000-F
13.98 MB/s ∼8% +8%
HP Slate 8 Pro 7600eg
5.74 MB/s ∼3% -56%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
16.99 MB/s ∼9%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
14.9 MB/s ∼8% -12%
Google Nexus 7 2013
13.97 MB/s ∼7% -18%
Lenovo S5000-F
17.28 MB/s ∼9% +2%
HP Slate 8 Pro 7600eg
9.79 MB/s ∼5% -42%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7
85.09 MB/s ∼11%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
38.08 MB/s ∼5% -55%
Google Nexus 7 2013
59.73 MB/s ∼8% -30%
Lenovo S5000-F
61.69 MB/s ∼8% -28%
HP Slate 8 Pro 7600eg
71.23 MB/s ∼9% -16%

Legende

 
NVIDIA Note 7 Nvidia Tegra 4, NVIDIA GeForce Tegra 4, 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch Marvell PXA986, Vivante GC1000+ Dual-Core, 8 GB SSD
 
Google Nexus 7 2013 Qualcomm Snapdragon S4 Pro APQ8064A, Qualcomm Adreno 320, 16 GB SSD
 
Apple iPad mini Retina Apple A7, PowerVR G6430, 16 GB eMMC Flash
 
Lenovo S5000-F Mediatek MT8125, PowerVR SGX544, 16 GB eMMC Flash
 
HP Slate 8 Pro 7600eg Nvidia Tegra 4, NVIDIA GeForce Tegra 4, 16 GB eMMC Flash

Bei den browserbasierten Benchmarks fällt das Ergebnis noch drastischer aus: Im Google Octane V2 Benchmark kann unser Testsample sogar dem Klassenprimus Apple iPad Mini Retina knapp den Schneid abkaufen. Im Sunspider 1.0 und im Peacekeeper setzt sich wiederum das iPad etwas ab. In den beiden Benchmarktests Browsermark 2.0 und WebXPRT 2013 dreht sich das Bild etwas. In ersterem ziehen Google Nexus 7 und Apple iPad Mini Retina sowie HP Slate 8 Pro 7600eg vorbei, in letzterem positionieren sich ebenfalls das HP Slate 8 Pro 7600eg und das Lenovo S5000-F besser. Insgesamt nichtsdestotrotz eine starke Vorstellung des Tegra Note 7.

Google V8 Ver. 7 - Google V8 Ver. 7 Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
4977 Points ∼25%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
1422 Points ∼7% -71%
Google Nexus 7 2013
2248 Points ∼11% -55%
Apple iPad mini Retina
5151 Points ∼26% +3%
Lenovo S5000-F
1299 Points ∼7% -74%
HP Slate 8 Pro 7600eg
5344 Points ∼27% +7%
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
5247 Points ∼11%
Apple iPad mini Retina
5180 Points ∼10% -1%
HP Slate 8 Pro 7600eg
4901 Points ∼10% -7%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
4653.1 ms * ∼8%
Apple iPad mini Retina
6037.3 ms * ∼10% -30%
Lenovo S5000-F
18367.3 ms * ∼31% -295%
HP Slate 8 Pro 7600eg
5363 ms * ∼9% -15%
Sunspider - 1.0 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
611.3 ms * ∼15%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
1770.5 ms * ∼44% -190%
Google Nexus 7 2013
1104.6 ms * ∼27% -81%
Apple iPad mini Retina
271.8 ms * ∼7% +56%
Lenovo S5000-F
1529.8 ms * ∼38% -150%
HP Slate 8 Pro 7600eg
612.9 ms * ∼15% -0%
Peacekeeper - --- (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
1167 Points ∼19%
Samsung Galaxy Tab 3 7.0 inch
458 Points ∼7% -61%
Google Nexus 7 2013
611 Points ∼10% -48%
Apple iPad mini Retina
1724 Points ∼28% +48%
Lenovo S5000-F
572 Points ∼9% -51%
HP Slate 8 Pro 7600eg
1174 Points ∼19% +1%
WebXPRT 2013 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
389 Points ∼17%
Apple iPad mini Retina
519 Points ∼23% +33%
Lenovo S5000-F
146 Points ∼6% -62%
HP Slate 8 Pro 7600eg
267 Points ∼12% -31%
Browsermark - --- (nach Ergebnis sortieren)
NVIDIA Note 7 (Android 4.4.2 KitKat)
2307 points ∼32%
Google Nexus 7 2013
2380 points ∼33% +3%
Apple iPad mini Retina
3541 points ∼49% +53%
Lenovo S5000-F
2145 points ∼30% -7%
HP Slate 8 Pro 7600eg
3241 points ∼45% +40%

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Die im Nvidia Tegra 4 SoC integrierte Grafiklösung Nvidia GeForce kann ebenso überzeugen. Das haben wir exemplarisch an einigen aktuellen Spielen aus dem TegraZone genannten Games Hub getestet. Die Zombie-Action-Spiele Dead Trigger 2 und Dead on Arrival 2 laufen ebenso geschmeidig wie das Tower-Defense-Spektakel Grünes Eden. Zudem überzeugen sie als tegraoptimierte Versionen mit Blur- und Tiefeneffekten, Schattenbildung, HDR-Lichteffekten und komplexer, detaillierterer Umgebung.

Aber auch Standardgames wie der 3D-Flipper Zen Pinball HD oder das flotte Sonic Dash kommen nicht ins Stottern.

Das Eingabegespann aus Touchscreen und Lage- sowie Beschleunigungssensoren arbeitet dabei stets einwandfrei und ermöglicht präzise Steuereingaben, die auch schnell umgesetzt werden.

Angry Birds Go!
Angry Birds Go!
Dead on Arrival 2
Dead on Arrival 2
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2
Grünes Eden
Grünes Eden
Sonic Dash
Sonic Dash
Zen Pinball HD
Zen Pinball HD
Natürlich werden auch kompatible Bluetooth-Gamepads unterstützt.
Natürlich werden auch kompatible Bluetooth-Gamepads unterstützt.
Die TegraZone ist ein Game Hub, ...
Die TegraZone ist ein Game Hub, ...
...der angepasste Spiele aus dem Play Store anzeigt.
...der angepasste Spiele aus dem Play Store anzeigt.

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen des Nvidia Tegra Note 7 bleiben stets im annehmbaren Bereich.

Im Idle-Betrieb erwärmt sich das Tablet durchschnittlich auf 30,2 °C und 28,4 °C an Ober- respektive Unterseite. Maximal werden rund 33 °C erreicht.

Selbst beim Stresstest bei Auslastung des Tegra 4 SoC mittels des App Stability Test für etwa eine Stunde erhitzt sich die Oberfläche im Schnitt nur auf 39,9 °C an der Ober- und 36,6 °C an der Unterseite. Punktuell werden oben maximal 46,8 °C erreicht.

Max. Last
 44 °C39 °C34.7 °C 
 46.8 °C41 °C34.9 °C 
 44 °C39.1 °C36 °C 
Maximal: 46.8 °C
Durchschnitt: 39.9 °C
32.7 °C39.2 °C42.1 °C
31.7 °C38.8 °C40.4 °C
31.8 °C37.2 °C35.2 °C
Maximal: 42.1 °C
Durchschnitt: 36.6 °C
Netzteil (max.)  42.8 °C | Raumtemperatur 21 °C | Voltcraft IR-350

Lautsprecher

Stereolautsprecher an der Front
Stereolautsprecher an der Front
3,5-mm-Klinkenbuchse mit geringem Grundrauschen
3,5-mm-Klinkenbuchse mit geringem Grundrauschen

Die frontseitig verbauten Stereolautsprecher bieten einen sehr guten Klang. Der wird zwar gerade bei hoher Lautstärke auch etwas blechern und hochtonlastig, im Klassenvergleich zählt der Sound jedoch mit zum besten im Tabletsektor. Selbst Bass wird einigermaßen wiedergegeben. Die intelligente Positionierung der Lautsprecher an der Vorderseite tut ihr Übriges zum guten Ton. Echter Stereoklang kann natürlich aufgrund des geringen Abstands der beiden Lautsprecher nicht entstehen, voll klingt es aber allemal.

Die 3,5-mm-Klinkenbuchse bietet externen Audiogeräten Anschluss und punktet mit einer hohen Maximallautstärke bei niedrigem Grundrauschen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Bei der Leistungsaufnahme zeigt sich uns ein gemischtes Bild. Im Idle-Betrieb begnügt sich das Tegra Note 7 mit nur 1 Watt. Wird es leicht beansprucht, steigt der Wert auf bis zu 3,8 Watt. Insgesamt liegt das Testgerät damit auf Klassenniveau.

Unter Volllast zieht das Testsample zwischen 8,9 und 10,7 Watt aus der Steckdose und verbraucht damit deutlich mehr als die Konkurrenz. Auch das kräftige Apple iPad Mini Retina gibt sich mit maximal 8,3 Watt genügsamer. Einzig das ebenfalls von einem Tegra 4 SoC angetriebene HP Slate 8 Pro 7600eg benötigt hier noch mehr.

Angesichts der hohen Leistungsfähigkeit geht der Verbrauch gerade noch in Ordnung.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.1 / 0.3 Watt
Idledarkmidlight 1 / 3.2 / 3.8 Watt
Last midlight 8.9 / 10.7 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

GFXBench 3.0, stabile Performance von 1658 Punkten (29.6 fps) über 30 Minuten und eine errechne Laufzeit von 180 Minuten.
GFXBench 3.0, stabile Performance von 1658 Punkten (29.6 fps) über 30 Minuten und eine errechne Laufzeit von 180 Minuten.

Nvidia stattet das Tegra Note 7 mit einem 15,17 Wh/4.100 mAh starken Lithium-Ionen-Akku aus. Laut Hersteller sollen damit 10 Stunden HD-Videowiedergabe möglich sein.

Unsere Akkutests ergeben ein differenzierteres Bild: Die maximale Akkulaufzeit ermitteln wir bei minimaler Displayhelligkeit und aktiviertem Energiesparmodus bei inaktivem Displaytimeout. Hier werden 19 Stunden und 45 Minuten erreicht. Damit liegt das Tegra Note 7 in etwa auf Augenhöhe mit Konkurrenten wie dem Apple iPad Mini Retina (23,8 Wh), dem Lenovo S5000-F (3.450 mAh) oder dem HP Slate 8 Pro 7600eg (21 Wh). Das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210 (14,73 Wh/4.000 mAh) schafft mit 11 Stunden und 45 Minuten deutlich weniger, das Google Nexus 7 2013 (16 Wh/3.950 mAh) wartet dagegen mit über 44 Stunden auf.

Das andere Extrem testen wir mittels der App Stability Test. Hierbei werden CPU und GPU bei höchster Displayhelligkeit voll ausgelastet. Nach 2 Stunden 20 Minuten verlangt das Testsample bereits nach dem Ladegerät. Hier zeigt sich die Mitbewerberschar durchweg ausdauernder: Erst nach 3 bis 4,5 Stunden erlöschen hier die Displays.

Beim praxisnahen Surftest via WLAN lassen wir das Testgerät bei auf 150 cd/m² angepasster Helligkeit (rund 40 Prozent) verschiedene Webseiten im Minutentakt ansurfen. Nach 6 Stunden und 25 Minuten muss sich das Tegra Note 7 hier geschlagen geben und liegt etwa gleichauf mit dem Google Nexus 7 2013 und dem Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210. Andere Konkurrenten bieten jedoch klar mehr. HP Slate 8 Pro 7600eg,  Lenovo S5000-F und Apple iPad Mini Retina punkten mit Laufzeiten zwischen 9 und rund 15,5 Stunden.

Die vom Hersteller angegebenen 10 Stunden bei Videowiedergabe klingen daher realistisch, solange man das Tablet in den Energiesparmodus setzt und nicht die volle Displayhelligkeit fährt. Insgesamt zeigt das Nvidia Tegra Note 7 eine ordentliche Vorstellung.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
19h 45min
Surfen über WLAN
6h 25min
Last (volle Helligkeit)
2h 20min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Im Test: Nvidia Tegra Note 7
Im Test: Nvidia Tegra Note 7

Nvidia will mit dem Tegra Note 7, das hierzulande via EVGA und Gigabyte erscheint, kräftig im Tablet-Sektor mitmischen. Mit einer UVP von 209 Euro muss es sich direkt mit dem bisherigen Klassenprimus Google Nexus 7 messen lassen. Soviel vorweg: An die Spitze kann es sich nicht setzen. Auch das zugegeben wesentlich teurere Apple iPad Mini Retina spielt in einer anderen Liga. Gegen den Rest des Mitbewerberfeldes kann sich das Testsample aber recht gut durchsetzen. Woran das liegt?

Nun, zum einen an dem blickwinkelstabilen IPS-Display, das neben einer subjektiv homogenen Farbdarstellung mit gutem Kontrast und hoher Luminanz auch Außeneinsätze ermöglicht. Surfen, Videos ansehen und Gaming machen damit richtig Spaß. Das unterstützen auch die im Klassenvergleich hervorragenden Stereolautsprecher an der Gerätefront.

Apropos Gaming, der Tegra 4 ist immer noch ein Garant für ruckelfreien Spielspaß aller aktuellen Titel aus dem Play Store. Zudem stehen in der TegraZone speziell für den SoC angepasste Titel zur Auswahl. Auch die generelle Anwendungsleistung kann überzeugen, auch wenn andere Hersteller teils schon höheres Potenzial zu bieten haben. Dafür ist das Tegra Note 7 mit dem aktuellen Android 4.4.2 KitKat Betriebssystem auf der Höhe der Zeit.

Die Ausstattung ist mit microSD-, Micro-USB-2.0- und Micro-HDMI-Slots ordentlich, ein guter WLAN-Empfang sowie GPS und Bluetooth 4.0 vervollständigen das Portfolio. Zudem hat das Tegra Note 7 einen softwareseitig gut integrierten, exakt arbeitenden Stylus im Lieferumfang.

Nicht ganz überzeugen konnten die schwankende Verarbeitung sowie die mäßigen Kameramodule. Außerdem hätten wir uns ähnlich dem Google Nexus 7 eine höhere Auflösung gewünscht. 

Aufgrund der vielen Positiva und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses können wir dennoch eine Kaufempfehlung geben, wenn man mit den erwähnten Mängeln leben kann. Kaufinteressenten sollten sich dennoch das Google Nexus 7 näher ansehen und dann entscheiden.

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Im Test: Nvidia Tegra Note 7, zur Verfügung gestellt von EVGA.
Im Test: Nvidia Tegra Note 7, zur Verfügung gestellt von EVGA.

Datenblatt

NVIDIA Note 7
Prozessor
Nvidia Tegra 4 1.8 GHz
Grafikkarte
Hauptspeicher
1024 MB 
, DDR3L-1600 MHz
Bildschirm
7 Zoll 16:10, 1280x800 Pixel, 10-Punkt-Multitouch kapazitiv, IPS TFT LCD mit LED Backlight, PRISM 2, spiegelnd: ja
Massenspeicher
16 GB eMMC Flash, 16 GB 
, 12.62 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, 1 HDMI, Audio Anschlüsse: 3.5 mm Klinkenbuchse, Card Reader: microSD (bis zu 64 GB), Sensoren: GPS/GLONASS, Gyroskop, Beschleunigungsmeter, Kompass, Umgebungslichtsensor für Hintergrundbeleuchtung
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n), Bluetooth 4.0 LE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9.6 x 199 x 119
Akku
15 Wh Lithium-Ion, 4100 mAh, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 10 h
Betriebssystem
Android 4.4 KitKat
Kamera
Webcam: Hauptkamera: 5 MP, HDR, AF; Frontkamera: 0,3 MP, VGA
Sonstiges
Lautsprecher: Bassreflex Stereolautsprecher mit PureAudio Processing, Tastatur: Virtuell, Tastatur-Beleuchtung: ja, DirectStylus Pen, Android 4.4.2 KitKat, 24 Monate Garantie, Micro-HDMI (HDMI 1.4a), Micro-USB mit Host-Support
Gewicht
353 g, Netzteil: 57 g
Preis
209 Euro

 

In Deutschland kommt das Nvidia Tegra Note 7 über Gigabyte und über EVGA.
In Deutschland kommt das Nvidia Tegra Note 7 über Gigabyte und über EVGA.
Das Tegra Note 7 wird...
Das Tegra Note 7 wird...
...von einem Nvidia Tegra 4 SoC angetrieben.
...von einem Nvidia Tegra 4 SoC angetrieben.
Von den 16 GB internem Speicher bleiben netto noch 11,91 GB übrig.
Von den 16 GB internem Speicher bleiben netto noch 11,91 GB übrig.
Nvidia installiert einige nützliche...
Nvidia installiert einige nützliche...
...Apps vor.
...Apps vor.
Die Nvidia Tegra Zone ist der Game Hub von Nvidia.
Die Nvidia Tegra Zone ist der Game Hub von Nvidia.
Das Android Systemmenü birgt beim Testgerät einige zusätzliche Optionen wie DirectStylus oder Stromsparen.
Das Android Systemmenü birgt beim Testgerät einige zusätzliche Optionen wie DirectStylus oder Stromsparen.
Zur Verlängerung der Akkulaufzeit steht auch ein Energiesparmenü bereit.
Zur Verlängerung der Akkulaufzeit steht auch ein Energiesparmenü bereit.
Auch bestimmte Gamepads werden unterstützt.
Auch bestimmte Gamepads werden unterstützt.
Größtes Alleinstellungsmerkmal: der mitgelieferte DirectStylus.
Größtes Alleinstellungsmerkmal: der mitgelieferte DirectStylus.
Zieht man den DirectStylus aus dem Gehäuse...
Zieht man den DirectStylus aus dem Gehäuse...
...startet ein individualisierbares Menü.
...startet ein individualisierbares Menü.
In Tegra Draw kann man mittels Stylus...
In Tegra Draw kann man mittels Stylus...
...Bilder anfertigen.
...Bilder anfertigen.
Mit Write ist auch ein Notizprogramm dabei.
Mit Write ist auch ein Notizprogramm dabei.
Die Steuerung via Stylus funktioniert sehr gut.
Die Steuerung via Stylus funktioniert sehr gut.
Die Rückseite des Tegra Note 7...
Die Rückseite des Tegra Note 7...
...überzeugt mit angenehmer Haptik und gutem Design.
...überzeugt mit angenehmer Haptik und gutem Design.
Weder die Webcam noch...
Weder die Webcam noch...
...die Hauptkamera können wirklich überzeugen.
...die Hauptkamera können wirklich überzeugen.
Das Tablet unterstützt microSD-Karten mit bis zu 64 GB Kapazität.
Das Tablet unterstützt microSD-Karten mit bis zu 64 GB Kapazität.

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Test Bibliothek

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Links

Preisvergleich

Pro

+flotter SoC
+hohe Anwendungs- und Grafikleistung
+hohe Helligkeit und guter Kontrast
+gute Farbdarstellung im sRGB-Modus
+blickwinkelstabil
+frontseitige Stereolautsprecher
+Ausstattung
+Android 4.4.2
+Stylus + Software
 

Contra

-Verarbeitung schwankt
-Kameras mäßig
-Auflösung

Shortcut

Was uns gefällt

Die hohe Leistung und die frontseitigen Stereolautsprecher.

Was wir vermissen

Einen günstigeren Verkaufspreis, da leistungstechnisch "nur" auf einem Level mit dem preiswerteren Google Nexus 7.

Was uns verblüfft

Die teils schwankende Verarbeitungsqualität. 

Die Konkurrenz

Apple iPad Mini Retina

Google Nexus 7 2013

HP Slate 8 Pro 7600eg

Lenovo S5000-F

Samsung Galaxy Tab 3 7.0 SM-T210

 

 

 

Bewertung

NVIDIA Note 7 - 02.04.2014 v4(old)
Michael Moser

Gehäuse
79%
Tastatur
65 / 80 → 81%
Pointing Device
83%
Konnektivität
49 / 65 → 75%
Gewicht
86 / 88 → 96%
Akkulaufzeit
90%
Display
82%
Leistung Spiele
60 / 68 → 88%
Leistung Anwendungen
46 / 76 → 61%
Temperatur
83%
Lautstärke
100%
Audio
82 / 91 → 90%
Kamera
63 / 85 → 74%
Durchschnitt
74%
85%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Michael Moser (Update: 23.03.2016)