Notebookcheck

Test Samsung Galaxy View Tablet

Andreas Kilian, Stefanie Voigt, 21.07.2016

Weißer Riese. Mit seinem 18,4 Zoll großen Display sticht das Samsung Galaxy View eindrucksvoll aus der Masse der Tablets heraus. Höchstwerte werden aber auch beim Gewicht und den Abmessungen erreicht. Für welchen Einsatzzweck sich das Gerät eignet und ob es in technischer Hinsicht überzeugen kann, zeigt unser Test.

Samsung Galaxy View

Mit dem Galaxy View SM-T670 hat Samsung ein Android Tablet im Programm, das den üblichen Größenrahmen dieser Gerätegattung deutlich sprengt: Mit einer Bildschirmdiagonale von 18,4 Zoll überragt es selbst die meisten Notebooks deutlich. Auffällig ist zudem der integrierte Standfuß auf der Rückseite, der sich in zwei Positionen arretieren lässt. Im Inneren stecken ein hauseigener Octacore-SoC, 2 GB RAM sowie 32 GB Speicherplatz. Grundsätzlich gibt es das Galaxy View in den Farben Schwarz und Weiß sowie mit oder ohne Mobilfunkmodem. Auf dem deutschen Markt ist jedoch nur letztere Variante erhältlich, sodass sich auch unser Testgerät nur über WLAN mit dem Internet verbindet. Es ist aktuell ab rund 540 Euro erhältlich.

Durch seine ungewöhnlichen Abmessungen hat das Samsung Galaxy View kaum direkte Konkurrenz. Andere außergewöhnlich große Tablets wie beispielsweise das Microsoft Surface Pro 4 oder das Apple iPad Pro 12.9 sind merklich kleiner und dennoch deutlich teurer. Für einen fairen Schlagabtausch ziehen wir daher zusätzlich zwei Tablets der 10-Zoll-Klasse – das Samsung Galaxy Tab S2 9.7 sowie das Lenovo Yoga 3 Tab Pro 10 – heran, die zu etwas niedrigeren Preisen als das Testgerät zu haben sind. Technisch eng verwandt ist das Galaxy View zudem mit dem Smartphone Samsung Galaxy S5 Neo, weshalb wir dieses ebenfalls mit in den Vergleich aufnehmen.

Samsung Galaxy View
Hauptspeicher
2048 MB 
Bildschirm
18.4 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 120 PPI, kapazitiver Touchscreen, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
32 GB eMMC Flash, 32 GB 
, , 25.06 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3,5-mm-Köpfhöreranschluss, Card Reader: microSD bis 128 GB, Helligkeitssensor
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.1, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 11.9 x 451.8 x 275.8
Akku
64.6 Wh, 5700 mAh
Betriebssystem
Android 5.1 Lollipop
Kamera
Webcam: Full HD (Fixfokus f/2.2, 1080p-Video @ 30 fps)
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher (Rückseite), Tastatur: virtuell, Netzteil, Microsoft Apps, Galaxy Apps, Smart Manager, SideSync, S Console, Family Square, 24 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
2.65 kg, Netzteil: 303 g
Preis
649 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Wie unser Größenvergleich eindrucksvoll belegt, handelt es sich beim Samsung Galaxy View um einen wahren Riesen: Nicht nur ist die nutzbare Bildfläche rund 3 mal so groß wie bei gängigen 10-Zoll-Geräten, auch die Gehäuseabmessungen fallen mit 451,8 Millimetern bzw. 275,8 Millimetern einige Nummern größer aus. Samsung gibt eine Gehäusedicke von 11,9 Millimetern an – ein Wert, der jedoch nur im unteren Gehäusebereich und ohne den fest montierten Standfuß erreicht wird. Dieser besitzt lediglich zwei Positionen: Bei der ersten liegt das Gerät in einem leicht schrägen Winkel auf der Rückseite, sodass beispielsweise die Texteingabe erleichtert wird, bei der zweiten steht das Tablet nahezu aufrecht, wodurch beispielsweise Medieninhalte bequem betrachtet werden können. In letzterer Position beträgt die Standfläche auf einem Tisch rund 45,2 mal 11 Zentimeter. Positiv ist, dass durch diese Konstruktion stets ein sicherer Halt beim Bedienen des Touchscreens gewährleistet ist und ein integrierter Tragegriff das Handling des großen Tablets erleichtert. Durch das Gesamtgewicht von 2,65 Kilogramm sowie den nicht flach einklappbaren Ständer auf der Rückseite disqualifiziert sich das Galaxy View jedoch als wirklich mobiler Begleiter.

Das eigentliche Tablet wirkt trotz der großen Abmessungen recht stabil, was sicherlich durch die nicht gerade schmale Taille begünstigt wird. Der Standfuß lässt sich jedoch leicht verwinden. Drückt man im zentralen Displaybereich etwas fester auf den Touchscreen, wird zudem eine geringe Wellenbildung sichtbar. Bezüglich der Gehäusequalität hinterlässt das Gerät subjektiv keinen besonders guten Eindruck: Zwar sind die Spaltmaße gering, das weiße Hartplastik des Gehäuses schmeichelt den Fingerkuppen jedoch nicht. Etwas klapprig und relativ laut sind zudem die Geräusche, die beim Umklappen des Ständers sowie beim Öffnen des microSD-Schachtes auf der Rückseite entstehen. Der integrierte Akku lässt sich laut Handbuch zwar mit etwas Aufwand grundsätzlich austauschen, allerdings soll sich der Käufer hierfür an eine autorisierte Fachwerkstatt wenden.

Vorderseite (Video-App-Ansicht)
Vorderseite (Video-App-Ansicht)
Rückseite
Vorderseite (Homescreen)
Bedienknöpfe
Anschlüsse
microSD-Karten-Slot
451.8 mm 275.8 mm 11.9 mm 2.7 kg305.7 mm 220.6 mm 6.9 mm 723 g292 mm 202 mm 8.5 mm 1.1 kg247 mm 179 mm 4.68 mm 665 g237.3 mm 169 mm 5.6 mm 387 g142 mm 72.5 mm 8.1 mm 145 g

Ausstattung

Da das Galaxy View primär für die Wiedergabe von Multimediainhalten gedacht ist, sollte es auch genügend Speicherplatz für diese besitzen – gerade Videos können den im Auslieferungszustand noch rund 25 GB fassenden internen Speicher jedoch schnell füllen. Dank microSD-Karten-Slot ist jedoch eine flexible Erweiterung möglich, zumal sich auch Apps auf diese verschieben lassen. Da der integrierte Micro-USB-Port USB-OTG beherrscht, können – ein entsprechendes Adapterkabel vorausgesetzt – auch Dateien von externen Datenträgern wie USB-Sticks abgespielt werden. Ein Vibrationsmotor für haptisches Feedback, NFC sowie die Bildausgabe via Miracast oder MHL sind hingegen nicht mit an Bord. Zudem beschränkt sich die Sensorausstattung auf einen Helligkeitssensor. Daten lassen sich via Bluetooth 4.1 sowie Wi-Fi Direct übertragen, für das Streaming von Medieninhalten steht DLNA zur Verfügung. Der Ton kann über eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse ausgegeben werden.

rechte Seite: Stromanschluss, Micro-USB-Port, 3,5-mm-Headset-Anschluss
rechte Seite: Stromanschluss, Micro-USB-Port, 3,5-mm-Headset-Anschluss
linke Seite: keine Anschlüsse
linke Seite: keine Anschlüsse
unten: keine Anschlüsse
unten: keine Anschlüsse
oben: 2x Mikrofon, Lautstärkewippe, Power Button
oben: 2x Mikrofon, Lautstärkewippe, Power Button

Software

Nach wie vor basiert das Galaxy View auf Android 5.1.1. Ob – und wenn ja, wann – ein Update auf Android Marshmallow erfolgen wird, ist nicht bekannt. Als Benutzeroberfläche kommt wie üblich Samsungs eigene Kreation namens TouchWiz zum Einsatz, die jedoch an zentraler Stelle eine Anpassung erfahren hat: So landet der Nutzer nach einem Neustart des Geräts auf einer speziellen Video-App-Ansicht, anstatt zum Homescreen zu gelangen – dieser ist aber natürlich mit einem Fingerwisch zur Seite oder dem Berühren der entsprechenden Navigationstaste jederzeit erreichbar. Schade ist, dass sich auf der neuen Startseite im Kachel-Design lediglich einige wenige Verknüpfungen zu Apps unterschiedlicher Streaming-Anbieter befinden, die – bis auf die vorinstallierte Youtube App – ohnehin erst aus dem Play Store heruntergeladen werden müssen. Ein grundsätzliches Problem ist hierbei, dass es sich um eine statische Ansicht handelt: Einerseits können so keine zusätzlichen Dienste hinzugefügt werden, andererseits führen die Links bei Veränderungen im Play Store ins Leere, wie es beispielsweise bei der RTL Now App der Fall ist. Der Zusatznutzen der neuen Darstellung hält sich somit in engen Grenzen, zumal während des Tests mehrfach kleinere Bugs – wie zum Beispiel ein sichtbar verzögerter Bildaufbau der Kacheln beziehungsweise ein zeitweise vollständiges Fehlen derselben – vorhanden waren.

Eine weitere Besonderheit ist die Systemintegration der App „Family Sharing“, welche über ein dauerhaft in der Navigationsleiste eingeblendetes Symbol aufgerufen werden kann. Hierbei handelt es sich um einen Dienst, über den Fotos und Videos zwischen Samsung Geräten geteilt werden können. 

Abgesehen von einem Microsoft-App-Paket waren auf dem Testgerät keine weiteren Drittanbieterprogramme vorinstalliert.

Lock Screen
Home Screen
Video-Dienst-Übersicht
Auswahl des Hintergrundbildes
Schnelleinstellungen und Ansicht der zuletzt genutzen Apps
Software-Version
App Drawer
Stagefright Detector

Kommunikation und GPS

GPS in einem Wohnraum
GPS in einem Wohnraum
GPS im Freien
GPS im Freien

Da in unserem Testgerät kein Mobilfunkmodem verbaut war, kann das Galaxy View nur via WLAN auf das Internet zugreifen. Positiv ist hier hervorzuheben, dass auch der aktuelle AC-Standard unterstützt wird. Beim Testbetrieb mit einem Asus-RT-AC56U-Router wurde die Verbindung maximal mit einer Brutto-Datenrate von 433 Mbit/s im 5-GHz-Netz aufgebaut, in 2,4-GHz-Netzwerken waren es hingegen lediglich 65 Mbit/s. Beim standardisierten WLAN-Test mit unserem Referenzrouter Linksys EA 8500 schlägt sich das Galaxy View mit einer gemessenen Übertragungsrate von 254 Mbit/s (Empfangen) bzw. 200 Mbit/s (Senden) sehr gut. Lediglich High-End-Geräte wie Samsungs Top-Smartphone Galaxy S7 Edge oder das OnePlus 3 schneiden hier noch etwas besser ab. Positiv macht sich die flotte Verbindung im 5-GHz-Netz beispielsweise beim Download großer Spiele bemerkbar. Das Tablet unterstützt zudem Bluetooth 4.1, wodurch sich beispielsweise leicht eine Bluetooth-Tastatur koppeln lässt.

Das integrierte Modul zur Positionsbestimmung nutzt sowohl das GPS- als auch das GLONASS-Satellitennetzwerk und findet sowohl im Freien sowie in vielen Innenräumen recht schnell die aktuelle Position. Dabei wird diese bis auf 6 Meter genau bestimmt. Hier haben wir zwar bereits bessere Werte gesehen, allerdings sollte die Leistung für ein Gerät, das sich aufgrund seiner Größe ohnehin kaum für Navigationszwecke eignen dürfte, mehr als genügen. 

Samsung Galaxy ViewChuwi Hi12Wiko Lenny 3Samsung Galaxy S7 EdgeOnePlus 3
Networking
-78%
-79%
32%
21%
iperf Server (receive) TCP 1 m
254
44.8
-82%
303
19%
286
13%
iperf Client (transmit) TCP 1 m
200
43
-78%
49.2
-75%
290
45%
256
28%

Kameras

Aufnahme der Webcam (Klick für Original)
Aufnahme der Webcam (Klick für Original)

Auch bei der Kameraausstattung wird abermals deutlich, dass es sich beim Samsung Galaxy View nur um ein begrenzt portables Gerät handelt. Während alle Vergleichsgeräte auf der Rückseite eine hochauflösende Kamera besitzen, fehlt diese beim Testgerät völlig. Lediglich auf der Vorderseite ist eine Webcam mit Fixfokus angebracht. Videos werden dabei in Full-HD-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet und können mit guter Schärfe und ordentlicher Audiospur überzeugen, zudem nimmt selbst in spärlich beleuchteten Zimmern das Bildrauschen nicht übermäßig zu. Selbstverständlich können in der Foto-App auch Full-HD-Standbilder aufgenommen werden, für Selfies steht sogar ein „Beauty-Filter“ zur Verfügung. Allerdings fällt die Bildqualität im Vergleich zu den mit deutlich höher auflösenden Sensoren ausgerüsteten Vergleichsgeräten, beispielsweise dem mit einer 8-Megapixel-Hauptkamera versehenen Konzernbruder Galaxy Tab S2 9.7, deutlich ab.

Zubehör und Garantie

Unserem Testgerät lag – abgesehen von einer Kurzanleitung sowie den gedruckten Garantiebedingungen – lediglich ein eher an ein Notebook-Ladekabel erinnerndes 40-Watt-Netzteil bei. Als offizielles Zubehör ist zudem eine Tagetasche für 49,90 Euro gelistet, die beim Hersteller zum Testzeitpunkt jedoch vergriffen war.

Samsung gewährt auf das Tablet eine zweijährige Garantie, wobei diese für das Netzteil sowie den integrierten Akku auf lediglich 6 Monate eingeschränkt wird.

Eingabegeräte & Bedienung

Tastatur
Tastatur

Da das Tablet weder einen Lagesensor besitzt noch die Darstellung manuell ins Hochformat gedreht werden kann, ist eine Benutzung des Geräts ausschließlich im Querformat möglich. Dies kann bei manchen Apps zu Darstellungsproblemen führen, da einige dennoch im Hochformat – und damit stark skaliert – angezeigt werden. Durch die schieren Ausmaße des Geräts bleiben die Apps aber auch dann noch gut bedienbar.

Samsung installiert auch bei seinem größten Tablet-Spross seine hauseigene Tastatur, welche jedoch mit einem modifizierten Layout versehen ist. So wird der in Hülle und Fülle zur Verfügung stehende Platz für die Einblendung eines zusätzlichen Nummernblocks auf der rechten Seite genutzt – dennoch bleiben auf beiden Seiten der Tastatur breite, ungenutzte Randbereiche bestehen. Das Tippen auf den großen Tasten geht dank deren schierer Größe leicht von der Hand, mit etwas Eingewöhnung ist sogar die Eingabe mittels 10-Finger-System problemlos möglich. Schade ist lediglich, dass es aufgrund des fehlenden Vibrationsmotors kein haptisches Feedback gibt. Texte können selbstverständlich auch mit Wischgesten und Korrekturhilfen eingegeben werden.

Der Touchscreen registrierte Eingaben im Test zuverlässig, wobei er dank der äußerst großen Schaltflächen zumeist leichtes Spiel hat. Bei den selten vorhandenen, kleineren Bedienelementen war ab und an ein zweites Antippen erforderlich, um die entsprechende Aktion auszulösen. Im direkten Vergleich  mit kleineren Tablets und Smartphones fällt zudem ein etwas größerer Abstand zwischen dem Display und der eigentlichen Touch-Oberfläche auf. Als störend für den Genuss von Bildinhalten könnten sich zudem die zahlreichen Fingerabdrücke erweisen, die sich im Laufe der Zeit auf dem Touchscreen tummeln.

Die einzigen physischen Tasten – die Lautstärkewippe sowie der Power Button – befinden sich an der Oberkante des Geräts. Sie besitzen zwar einen knackigen Druckpunkt, hinterließen beim Test aber einen recht klapprigen Eindruck.

Subjektiv lässt sich das Gerät zumeist sehr flüssig bedienen, allerdings ist bei manchen Animationen etwas Geduld gefragt, da ein neuer Befehl erst nach deren Ende registriert wird. Dies ist beispielsweise beim Wechsel zwischen dem Android Homescreen und der Startseite mit Video-Apps mittels Wischgeste der Fall.

Da das Gerät vorwiegend als eine Art tragbarer Fernseher konzipiert ist, könnte eine Fernbedienung in bestimmten Situationen von Vorteil sein. Grundsätzlich lassen sich Bluetooth-Tastaturen, -Mäuse und -Fernbedienungen mit dem Gerät koppeln, allerdings werden diese nicht von jeder App vollumfänglich unterstützt. Alternativ bietet Samsung ein passendes Programm namens „Galaxy View Remote“ in Apples App Store sowie Googles Play Store an. Allerdings können nicht alle aktuellen Android Geräte von dieser App profitieren, denn bei vielen der bereits von uns getesteten Modelle ist eine Installation über den Google Play Store gar nicht erst möglich – selbst bei manchem aktuellen Samsung Gerät wie beispielsweise dem Galaxy Tab S2 9.7. Der Käufer des Galaxy View kann sich somit nicht darauf verlassen, die App ohne Weiteres nutzen zu können.

Display

Subpixel-Anordnung
Subpixel-Anordnung
Hintergrundbeleuchtung 100 % bei schwarzem Bildinhalt
Hintergrundbeleuchtung 100 % bei schwarzem Bildinhalt

Mit satten 18,4 Zoll in der Diagonalen ist das Display des Samsung Galaxy View sicherlich ein Höhepunkt des Geräts. Da die Auflösung mit Full-HD jedoch nicht höher als bei vielen kleineren Mobilgeräten ausfällt, lassen sich aufgrund der relativ geringen Pixeldichte von 120 ppi aus der Nähe noch recht mühelos einzelne Bildpunkte erkennen. Selbst beim Abstand von einer Armlänge wirkt die Darstellung von Webseiten, Schriften und Bedienelementen nicht ganz so scharf wie bei den meisten 10-Zoll-Tablets. Entfernt man sich noch etwas weiter, um zum Beispiel Filme zu schauen, wirken die Inhalte jedoch ausreichend scharf und detailliert.

Mit einer durchschnittlichen Maximalhelligkeit von 435 cd/m² beim Anzeigen einer weißen Fläche holt sich das Galaxy View den Spitzenplatz in der Vergleichsgruppe. Der Maximalwert von 468 cd/m² ändert sich nur unwesentlich auf 473 cd/m², sobald wir auf einer Fläche mit gleichmäßig verteilten hellen und dunklen Bereichen messen (Average Picture Level/APL 50). Aktiviert man allerdings den Helligkeitssensor, so sinkt die maximale Luminanz auf 427 cd/m². Aufgrund des höchsten Schwarzwertes im Vergleich ist der Kontrast des Panels mit 821:1 bestenfalls durchschnittlich. Weniger gefallen haben auch die mit 80 % relativ ungleichmäßige Ausleuchtung sowie das wahrnehmbare Backlight Bleeding (siehe Bild). Dieses fällt jedoch nur in abgedunkelten Räumen bei relativ hoher Displayhelligkeit und dunklen Bildinhalten wirklich auf – gerade bei einem für den Videokonsum ausgelegten Gerät ist dies jedoch besonders schade. Gut ist hingegen, dass die Hintergrundbeleuchtung stets flackerfrei ihren Dienst verrichtet.

414
cd/m²
414
cd/m²
390
cd/m²
488
cd/m²
468
cd/m²
427
cd/m²
458
cd/m²
451
cd/m²
406
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 488 cd/m² Durchschnitt: 435.1 cd/m² Minimum: 6.74 cd/m²
Ausleuchtung: 80 %
Helligkeit Akku: 468 cd/m²
Kontrast: 821:1 (Schwarzwert: 0.57 cd/m²)
ΔE Color 5 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 5.8 | 0.64-98 Ø6.2
Gamma: 2.45
Samsung Galaxy View
IPS, 1920x1080, 18.4
Samsung Galaxy S5 Neo
Super AMOLED, 1920x1080, 5.1
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
Super AMOLED, 2048x1536, 9.7
Apple iPad Pro 12.9
IPS, 2732x2048, 12.9
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
IPS, 2560x1600, 10.1
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
IPS, 2736x1824, 12.3
Bildschirm
11%
21%
37%
6%
26%
Helligkeit Bildmitte
468
334
-29%
358
-24%
399
-15%
429
-8%
389.2
-17%
Brightness
435
341
-22%
357
-18%
393
-10%
434
0%
392
-10%
Brightness Distribution
80
91
14%
86
8%
92
15%
82
3%
92
15%
Schwarzwert *
0.57
0.22
61%
0.35
39%
0.27
53%
Kontrast
821
1814
121%
1226
49%
1441
76%
DeltaE Colorchecker *
5
2.84
43%
1.78
64%
2.96
41%
4.61
8%
3.61
28%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
7.3
9.28
-27%
DeltaE Graustufen *
5.8
2.91
50%
1.38
76%
3
48%
6.64
-14%
3.8
34%
Gamma
2.45 90%
2.01 109%
2.24 98%
2.21 100%
2.42 91%
2.16 102%
CCT
7676 85%
6432 101%
6366 102%
7049 92%
6929 94%
5969 109%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
71.15
63
Color Space (Percent of sRGB)
97.87
97

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9347 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
22 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 12 ms steigend
↘ 10 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind gut, für anspruchsvolle Spieler könnten der Bildschirm jedoch zu langsam sein.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 27 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (24.8 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
42 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 22 ms steigend
↘ 20 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 55 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (39.4 ms).

Hinsichtlich der Farbdarstellung gelingt dem Galaxy View mit einer durchschnittlichen DeltaE-Abweichung von 5 (Mischfarben) sowie 5,8 (Graustufen) nur eine mittelmäßige Leistung (Idealbereich je <3). Zwar ermitteln wir insbesondere bei günstigen Notebooks häufig noch deutlich schlechtere Werte, dass aber auch beim Testgerät noch Luft nach oben wäre, zeigen Apples iPad Pro 12.9 sowie Microsofts Surface Pro 4 sowie die mit AMOLED-Displays bestückten Samsung Geräte Galaxy S5 Neo und Galaxy Tab S2 9.7. Mit 7.676 K (Idealwert 6.500 K) fällt die Farbtemperatur des Displays zudem etwas zu hoch aus, was sich im Alltag jedoch nicht negativ bemerkbar macht. Beim Schauen von Filmen kann diese Einstellung sogar für einen subjektiv besseren Bildeindruck sorgen, weshalb bei anderen Mobilgeräten mit wechselbaren Farbmodi das Kino-Setting zumeist auch mit einer kühleren Farbdarstellung einhergeht.

Mischfarben (sRGB)
Mischfarben (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Farbraum (sRGB)
Farbraum (sRGB)

Trotz seiner vergleichsweise hohen Maximalhelligkeit hat das Display im Freien mit dem starken Umgebungslicht sowie den deutlich wahrnehmbaren Spiegelungen zu kämpfen. Der Einsatz im Schatten ist dennoch möglich, sofern Reflexionen vermieden werden.

Display im Freien bei bewölktem Himmel
Display im Freien bei bewölktem Himmel
Display im Freien bei Sonnenschein
Display im Freien bei Sonnenschein

Hinsichtlich der Blickwinkelstabilität zeigt sich der Bildschirm des Galaxy View von seiner Schokoladenseite: Selbst bei flachen Betrachtungswinkeln gibt es keine Farbinvertierungen, und auch die Helligkeit nimmt nur geringfügig ab. Allerdings setzt beim Blick von schräg oben oder unten ein IPS-Glow-Effekt ein, durch den sich dunkle Bildbereiche großflächig aufhellen.

Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Im Inneren des Galaxy View arbeitet Samsungs hauseigener Exynos 7580 Octa SoC, der auf 8 jeweils mit 1,6 GHz getakteten Cortex-A53-Kernen basiert und auf 2 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. Für die Grafikausgabe ist eine Mali-T720 MP2 GPU verantwortlich, die auch neuere Standards wie OpenGL ES 3.1 beherrscht. 

Unsere Benchmarks zeigen, dass sich die Peformance des Testgeräts in etwa auf dem gleichen Level bewegt wie die des mit den gleichen Komponenten bestückten Smartphones Samsung Galaxy S5 Neo. Beim Geekbench 3 kann das Tablet im Multi-Core-Test mit 13 % allerdings einen signifikanten Vorsprung herausholen, der möglicherweise auf die etwas bessere Wärmeableitung innerhalb des größeren Gehäuses zurückzuführen ist. Im Gegenzug muss es sich beim Web-Test von Basemark OS II dem kleineren Smartphone deutlich geschlagen geben.

Dass es sich beim Exynos 7580 Octa jedoch nur um Mittelklasse-Hardware handelt, zeigt sich vor allem im Vergleich zu den bereits erwähnten Tablet-Modellen, welche das Galaxy View in nahezu allen Tests deutlich übertreffen. Besonders groß ist der Abstand im Bereich der Grafik-Benchmarks: So erreicht beispielsweise das Samsung Galaxy Tab S2 9.7 beim Ice Storm Unlimited Test von 3DMark (2013) als nächst schnelleres Gerät bereits einen um 75 % höheren Graphics Score, das teurere iPad Pro 12.9 deklassiert das Testgerät mit einem fast sieben Mal so hohen Ergebnis sogar mehr als deutlich.

PCMark for Android - Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
4131 Points ∼21%
Samsung Galaxy S5 Neo
4134 Points ∼21% 0%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
5565 Points ∼28% +35%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
5152 Points ∼26% +25%
AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
42156 Points ∼14%
Apple iPad Pro 12.9
184346 Points ∼63% +337%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
70385 Points ∼24% +67%
Geekbench 3
32 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
3754 Points ∼5%
Samsung Galaxy S5 Neo
3330 Points ∼4% -11%
32 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
732 Points ∼15%
Samsung Galaxy S5 Neo
721 Points ∼15% -2%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
601 Points ∼30%
Samsung Galaxy S5 Neo
733 Points ∼36% +22%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
648 Points ∼32% +8%
Apple iPad Pro 12.9
1091 Points ∼54% +82%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
872 Points ∼43% +45%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
486 Points ∼2%
Samsung Galaxy S5 Neo
488 Points ∼2% 0%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
1385 Points ∼5% +185%
Apple iPad Pro 12.9
8422 Points ∼29% +1633%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
1886 Points ∼7% +288%
System (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
1877 Points ∼11%
Samsung Galaxy S5 Neo
2095 Points ∼13% +12%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
2867 Points ∼17% +53%
Apple iPad Pro 12.9
6230 Points ∼38% +232%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
1643 Points ∼10% -12%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
803 Points ∼10%
Samsung Galaxy S5 Neo
808 Points ∼10% +1%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
1103 Points ∼13% +37%
Apple iPad Pro 12.9
3282 Points ∼39% +309%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
1325 Points ∼16% +65%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
13 fps ∼0%
Samsung Galaxy S5 Neo
14 fps ∼0% +8%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
38 fps ∼0% +192%
Apple iPad Pro 12.9
163.2 fps ∼1% +1155%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
34 fps ∼0% +162%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
14 fps ∼0%
Samsung Galaxy S5 Neo
14 fps ∼0% 0%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
29 fps ∼1% +107%
Apple iPad Pro 12.9
59.3 fps ∼2% +324%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
20 fps ∼1% +43%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
4.7 fps ∼1%
Samsung Galaxy S5 Neo
4.8 fps ∼1% +2%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
17 fps ∼3% +262%
Apple iPad Pro 12.9
80.1 fps ∼15% +1604%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
18 fps ∼3% +283%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
4.9 fps ∼1%
Samsung Galaxy S5 Neo
4.8 fps ∼1% -2%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
12 fps ∼3% +145%
Apple iPad Pro 12.9
33.3 fps ∼9% +580%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
8.5 fps ∼2% +73%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
3.1 fps ∼0%
Samsung Galaxy S5 Neo
3.1 fps ∼0% 0%
Apple iPad Pro 12.9
83 fps ∼2% +2577%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
11 fps ∼0% +255%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
3.4 fps ∼0%
Samsung Galaxy S5 Neo
3.4 fps ∼0% 0%
Apple iPad Pro 12.9
54.3 fps ∼2% +1497%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
5.8 fps ∼0% +71%
3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
11358 Points ∼13%
Samsung Galaxy S5 Neo
10424 Points ∼12% -8%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
17981 Points ∼21% +58%
Apple iPad Pro 12.9
15473 Points ∼18% +36%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
16673 Points ∼19% +47%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
7457 Points ∼1%
Samsung Galaxy S5 Neo
7536 Points ∼1% +1%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
20482 Points ∼4% +175%
Apple iPad Pro 12.9
51124 Points ∼10% +586%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
21327 Points ∼4% +186%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
8072 Points ∼3%
Samsung Galaxy S5 Neo
8030 Points ∼3% -1%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
19867 Points ∼8% +146%
Apple iPad Pro 12.9
33812 Points ∼14% +319%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
20081 Points ∼8% +149%

Legende

 
Samsung Galaxy View Samsung Exynos 7580 Octa, ARM Mali-T720 MP2, 32 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy S5 Neo Samsung Exynos 7580 Octa, ARM Mali-T720 MP2, 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE Samsung Exynos 5433 Octa, ARM Mali-T760 MP6, 32 GB eMMC Flash
 
Apple iPad Pro 12.9 Apple A9X, Apple A9X / PowerVR Series 7XT, Apple 128 GB (iPad Pro 12.9 NVMe)
 
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L Intel Atom x5-Z8500, Intel HD Graphics (Cherry Trail), 32 GB eMMC Flash
 
Microsoft Surface Pro 4, Core m3 Intel Core m3-6Y30, Intel HD Graphics 515, Samsung MZFLV128 NVMe

Bei den Browser-Tests zeigt sich ein ähnliches Bild wie bereits im vorherigen Abschnitt, wobei das Galaxy View im Vergleich zum Smartphone Galaxy S5 Neo stets leicht die Nase vorne hat. Der deutliche Rückstand zu den anderen Tablets ist jedoch auch hier unübersehbar. 

Auch subjektiv geht dem Galaxy View beim Browsern auf komplexen Webseiten ab und an die Puste aus, sodass fühlbare Wartezeiten beim Seitenaufbau entstehen. Wer gelegentlich mit kleineren Pausen leben kann, der dürfte mit der gebotenen Leistung jedoch problemlos zurechtkommen. Beim Surfen gefällt zudem, dass sich das Gerät in der liegenden Position auch gut auf dem Schoß bedienen lässt.

Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
11146.3 ms * ∼19%
Samsung Galaxy S5 Neo
11603.4 ms * ∼20% -4%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
6483.2 ms * ∼11% +42%
Apple iPad Pro 12.9
1498.8 ms * ∼3% +87%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
4471.6 ms * ∼8% +60%
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
1556.2 ms * ∼3% +86%
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
4022 Points ∼8%
Samsung Galaxy S5 Neo
3627 Points ∼7% -10%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
6885 Points ∼13% +71%
Apple iPad Pro 12.9
19852 Points ∼38% +394%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
8197 Points ∼16% +104%
WebXPRT 2015 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
69 Points ∼9%
Samsung Galaxy S5 Neo
68 Points ∼8% -1%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
79 Points ∼10% +14%
Apple iPad Pro 12.9
215 Points ∼27% +212%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
111 Points ∼14% +61%
JetStream 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
24.4 Points ∼7%
Samsung Galaxy S5 Neo
23.097 Points ∼7% -5%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
41.12 Points ∼12% +69%
Apple iPad Pro 12.9
142 Points ∼40% +482%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
41 Points ∼12% +68%

* ... kleinere Werte sind besser

Der 32 GB fassende interne Flash-Speicher hat laut AndroBench 3 ähnlich hohe Transferraten zu bieten wie die in den beiden Konzernbrüdern Samsung Galaxy S5 Neo und Galaxy Tab S2 9.7 verbauten Chips. Letzteres kann sich allerdings beim Lesen von Daten – vermutlich aufgrund des schnelleren Prozessors – etwas absetzen. Lenovos Yoga Tab 3 Pro 10 hält mit dem Dreigespann gut mit, fällt allerdings beim sequenziellen Lesen letztendlich klar zurück. Im Basemark OS II werden die Karten neu gemischt: Hier landet das Testgerät im Mittelfeld, während die beiden anderen Samsung Modelle die letzten Plätze belegen.

Einen wirklich guten Job macht der integrierte microSD-Karten-Leser des Galaxy View: Zwar reizt das Tablet mit 51,02 MB/s beim Schreiben von Daten bzw. 77,95 MB/s beim Lesen unsere Referenzkarte nicht vollständig aus (Toshiba Exceria Pro M401, UHS-I Class 3, max. Lesen: 95 MB/s, max. Schreiben: 80 MB/s), dennoch handelt es sich gerade angesichts des verbauten Mittelklasse-SoC um eine tolle Leistung.

AndroBench 3-5
Sequential Write 256KB SDCard (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
51.02 MB/s ∼59%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
15.93 MB/s ∼18% -69%
Sequential Read 256KB SDCard (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
77.95 MB/s ∼81%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
56.41 MB/s ∼58% -28%
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
10.66 MB/s ∼4%
Samsung Galaxy S5 Neo
11.07 MB/s ∼4% +4%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
9.82 MB/s ∼4% -8%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
10.57 MB/s ∼4% -1%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
21.35 MB/s ∼11%
Samsung Galaxy S5 Neo
22.57 MB/s ∼12% +6%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
25.56 MB/s ∼13% +20%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
23.7 MB/s ∼12% +11%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
49.97 MB/s ∼8%
Samsung Galaxy S5 Neo
57.92 MB/s ∼10% +16%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
49.37 MB/s ∼8% -1%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
50.96 MB/s ∼9% +2%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
218.81 MB/s ∼15%
Samsung Galaxy S5 Neo
215.86 MB/s ∼14% -1%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
248.24 MB/s ∼17% +13%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
153.72 MB/s ∼10% -30%
BaseMark OS II - Memory (nach Ergebnis sortieren)
Samsung Galaxy View
760 Points ∼10%
Samsung Galaxy S5 Neo
569 Points ∼8% -25%
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
590 Points ∼8% -22%
Apple iPad Pro 12.9
2027 Points ∼27% +167%
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
1141 Points ∼15% +50%

Spiele

Im Gaming-Betrieb kommt die in den SoC integrierte Mali-T720 MP2 GPU zum Zuge, die trotz der eher mäßigen Ergebnisse im 3DMark (2013) sowie GFXBench für erstaunlich flüssige Bildraten bei anspruchsvollen Spielen wie Asphalt 8 (high: 29 fps) oder Real Racing 3 (high: 35 fps) sorgt – Leistungsreserven sind jedoch kaum vorhanden. Aufgrund der großen Bildfläche wirkt die gebotene Grafik allerdings bei Weitem nicht so beeindruckend wie dies bei kleineren Geräten der Fall ist. Mangels Bewegungssensoren muss in Spielen zudem auf virtuelle Steuerungselemente zurückgegriffen werden, wobei hierfür dank des großen Displays viel Raum zur Verfügung steht. Alternativ kann ein Gamepad oder eine Tastatur via Bluetooth verbunden werden.

Screenshot Asphalt 8
Screenshot Asphalt 8
Screenshot Real Racing 3
Screenshot Real Racing 3
Asphalt 8: Airborne
 EinstellungenWert
 high29 fps
 very low30 fps
Real Racing 3
 EinstellungenWert
 high35 fps
 low58 fps

Emissionen

Temperatur

Da das Samsung Galaxy View durch sein hohes Gewicht von 2,65 kg wohl nur selten direkt in der Hand gehalten wird, spielt die Wärmeentwicklung im Vergleich zu kleineren Tablets eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch erwärmt sich das Gerät unter Last lediglich punktuell auf vollkommen unbedenkliche 41,2 °C. Interessant ist allerdings, dass auch im Idle-Betrieb noch Werte von knapp 40 °C messbar sind. Dies lässt den Schluss zu, dass ein Großteil der Wärme nicht durch den SoC, sondern durch das Display erzeugt wird.

Um das Verhalten der Komponenten unter andauernder Last zu überprüfen, haben wir den Akkutest von GFXBench ausgeführt, der den T-Rex-Test dreißigmal in Folge startet und dabei die gebotene Leistung sowie den Batterieverbrauch protokolliert. Hierbei zeigte sich durch stetig fallende Frame-Raten ein kontinuierlicher Leistungsabfall, der sich jedoch mit rund 6 % in einem akzeptablen Bereich bewegt.

GFXBench: Performance
GFXBench: Performance
GFXBench: Frame Times
GFXBench: Frame Times
GFXBench: Akkuverbrauch
GFXBench: Akkuverbrauch
Max. Last
 35.1 °C35.1 °C36.2 °C 
 29.2 °C32.9 °C36.5 °C 
 31.4 °C33.4 °C35.5 °C 
Maximal: 36.5 °C
Durchschnitt: 33.9 °C
33.9 °C35.1 °C35.8 °C
41.2 °C33.9 °C29.3 °C
40.3 °C34.7 °C31.4 °C
Maximal: 41.2 °C
Durchschnitt: 35.1 °C
Netzteil (max.)  37.5 °C | Raumtemperatur 21.4 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 33.9 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Tablet v7 auf 30.7 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 36.5 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.8 °C (von 22.2 bis 51.8 °C für die Klasse Tablet v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 41.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.3 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 31.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.
Hitzeverteilung vorne
Hitzeverteilung hinten

Lautsprecher

Lautsprecher-Charakteristik
Lautsprecher-Charakteristik

Die beiden zwischen der Rückseite des eigentlichen Tablet-Gehäuses und dem Standfuß verbauten Lautsprecher klingen im Vergleich zu den meisten Lösungen in anderen Mobilgeräten durchaus ordentlich, können jedoch subjektiv nicht an die beispielsweise in Fernsehern üblicherweise verbauten Komponenten heranreichen. Dies zeigt auch unser Pink-Noise-Diagramm, bei dem die Bereiche unterhalb von 300 Hz sowie oberhalb von etwa 3.000 Hz deutlich unterrepräsentiert sind. Auch subjektiv schwächeln die Lausprecher vor allem im Tief- und Hochtonbereich, zudem beginnen sich bei höheren Lautstärken einzelne Klänge zu vermischen, sodass eine differenzierte Wahrnehmung kaum noch möglich ist. Mit 89,46 dB(A) genügt die maximale Lautstärke auch für die Beschallung mittelgroßer Räume. Insgesamt hätte man gerade angesichts der Konzeption des Testgeräts als Medien-Player aber noch etwas leistungsfähigere Lautsprecher erwarten können.

Alternativ kann die Tonausgabe über Kopfhörer erfolgen, die an die 3,5-mm-Klinkenbuchse angeschlossen werden. Im Test war der Klang hierbei unauffällig, Störgeräusche waren nicht feststellbar. Bei Bedarf lässt sich die Tonausgabe zudem mittels der Optionen „Adapt Sound“ und „SoundAlive+“ auf den persönlichen Geschmack des Nutzers anpassen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Dass das Testgerät mindestens eine Nummer größer als die Vergleichsgeräte ausfällt, zeigt sich auch am deutlich höheren Energiebedarf. Die große Differenz zwischen minimalem und durchschnittlichem Idle-Verbrauch zeugt zudem vom Energiehunger der Display-Hintergrundbeleuchtung. Aber auch unter Last zieht das Galaxy View immer noch 37 % mehr Strom aus dem Akku als das deutlich leistungsfähigere Apple iPad Pro 12.9

Wieder befüllen lässt sich der Energiespeicher nicht über den Micro-USB-Port, sondern ausschließlich über das beiliegende 40-Watt-Netzteil, das einen gesonderten Anschluss besitzt. Für eine vollständige Ladung werden so rund dreieinhalb Stunden benötigt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.04 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 4.73 / 17.09 / 17.19 Watt
Last midlight 18.71 / 20.41 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Gossen Metrahit Energy
Samsung Galaxy View
64.6 Wh
Samsung Galaxy S5 Neo
11 Wh
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
22 Wh
Apple iPad Pro 12.9
39 Wh
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
23 Wh
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
38 Wh
Stromverbrauch
77%
59%
38%
7%
Idle min *
4.73
1.68
64%
2.3
51%
2.69
43%
8.6
-82%
Idle avg *
17.09
2.2
87%
4.5
74%
10.95
36%
11.26
34%
Idle max *
17.19
2.33
86%
5
71%
11.14
35%
11.3
34%
Last avg *
18.71
4.09
78%
9.4
50%
11.54
38%
14.57
22%
Last max *
20.41
5.92
71%
10.4
49%
12.8
37%
14.9
27%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Obwohl der Energieverbrauch des Samsung Galaxy View im Vergleichsumfeld mit Abstand am höchsten ausfällt, kann die Ausdauer des Testgeräts überzeugen. Grund hierfür ist der mit 64,6 Wh besonders große Akku, der im praxisnahen WLAN-Test eine Laufzeit von 8 Stunden und 41 Minuten ermöglicht. Damit liegt das Galaxy View noch vor dem deutlich zierlicheren Galaxy Tab S2 9.7 oder Microsofts Surface Pro 4, muss sich jedoch insbesondere Apples iPad Pro 12.9 klar geschlagen geben. Samsung wirbt darüber hinaus mit bis zu 8 Stunden Akkulaufzeit beim Abspielen von Videos – bei unserem Big-Buck-Bunny-Test wird dieser Wert mit 8 Stunden und 54 Minuten sogar noch deutlich übertroffen. Allerdings können hier die kleineren Vergleichsgeräte mit einem noch größeren Durchhaltevermögen glänzen. Unter maximaler Last und im Idle-Betrieb platziert sich das Galaxy View im Mittelfeld.

Wer noch etwas mehr Laufzeit aus dem Akku quetschen möchte, kann den Energiesparmodus aktivieren, welcher die CPU-Leistung, die Bildschirmhelligkeit sowie die Bildwiederholfrequenz reduziert. Wie bei aktuellen Samsung Geräten üblich wird unabhängig von den Einstellungen bei einem Akkustand von 5 % das Display stark gedimmt, ohne dass dies vom Nutzer verhindert werden könnte. Dieser Kniff dürfte sich auch positiv auf die ermittelten Akkulaufzeiten auswirken.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
17h 06min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3 (Chrome 51)
8h 41min
Big Buck Bunny H.264 1080p
8h 54min
Last (volle Helligkeit)
4h 49min
Samsung Galaxy View
64.6 Wh
Samsung Galaxy S5 Neo
11 Wh
Samsung Galaxy Tab S2 9.7 LTE
22 Wh
Apple iPad Pro 12.9
39 Wh
Lenovo Yoga Tab 3 Pro 10 YT3-X90L
23 Wh
Microsoft Surface Pro 4, Core m3
38 Wh
Akkulaufzeit
37%
-3%
27%
16%
-27%
Idle
1026
1615
57%
918
-11%
1933
88%
1261
23%
791
-23%
H.264
534
773
45%
651
22%
630
18%
644
21%
WLAN
521
546
5%
393
-25%
695
33%
558
7%
488
-6%
Last
289
402
39%
291
1%
195
-33%
323
12%
138
-52%

Pro

+ sehr großer Touchscreen
+ microSD-Karten-Slot mit schneller Anbindung
+ USB-OTG & App2SD
+ flottes WLAN
+ helles, blickwinkelstabiles Display
+ ordentliche Akkulaufzeiten
+ integrierter Standfuß …

Contra

- … der lediglich zwei Positionen kennt und fest verschraubt ist
- Gehäuse aus Hartplastik
- hohes Gewicht & große Abmessungen
- kein Miracast- oder MHL-Support
- nur im Querformat nutzbar (kein Lagesensor)
- Video-App-Übersicht wenig nützlich
- nur 2,1-Megapixel-Webcam
- klapprige Tasten
- ungleichmäßige Displayausleuchtung
- Fernbedienungs-App nur für ausgewählte Geräte

Fazit

Im Test: Samsung Galaxy View (SM-T670). Testgerät zur Verfügung gestellt von Samsung Deutschland.
Im Test: Samsung Galaxy View (SM-T670). Testgerät zur Verfügung gestellt von Samsung Deutschland.

Samsungs Galaxy View ist ein außergewöhnliches Tablet, dessen primäres Merkmal der extrem große 18,4-Zoll-Touchscreen ist. Diesem Aspekt hat sich jedoch die weitere Funktionalität rigoros unterzuordnen: So leidet unter dem hohen Gewicht, den wuchtigen Abmessungen sowie dem nicht ohne Weiteres demontierbaren Standfuß einerseits die Mobilität, andererseits ist die Funktionalität des Gerätes durch die alleinige Verwendbarkeit im Querformat sowie das Fehlen einer rückseitigen Kamera eingeschränkt. Trotz der ordentlichen Stabilität kann das Gehäuse zudem aufgrund der verwendeten harten Kunststoffmaterialien sowie der klapprigen Tasten kaum Sympathien gewinnen. 

Auch die von Samsung speziell für das Galaxy View vorgenommenen Software-Anpassungen erweisen sich nicht immer als sinnvolle Ergänzung zur vorhandenen Android Bernutzeroberfläche. So ist die mit einem separaten Nummernblock ausgestattete Tastatur zwar durchaus gelungen, die neue Startseite mit kachelartiger App-Übersicht wirkt jedoch nicht zu Ende gedacht: Weder können hier vom Nutzer neue Dienste hinzugefügt werden, noch besteht die Möglichkeit, fehlerhafte Verknüpfungen zu entfernen. 

Positiv fielen hingegen das flotte WLAN-Modul, die schnelle Anbindung des microSD-Karten-Slots sowie die trotz des riesenhaften Bildschirms noch sehr ordentlichen Akkulaufzeiten auf. Das Gerät eignet sich somit hauptsächlich für Multimedia-Fans, die auf der Suche nach einem begrenzt transportablen Video-Streaming-Gerät sind, das sich dank großer Schaltflächen leicht bedienen lässt und ab und an auch abseits einer Steckdose betrieben werden soll – eine vermutlich eher kleine Zielgruppe.

Durch das hohe Gewicht sowie die großen Abmessungen des Samsung Galaxy View richtet sich das Tablet vorwiegend an Käufer, die für einen besonders großen Touchscreen bereit sind, Einschränkungen in der Funktionalität und Portabilität hinzunehmen.

Wer mit einem wesentlich kleineren Bildschirm zurechtkommt, der erhält mit Samsungs Galaxy Tab S2 9.7 ein leistungsstärkeres, wesentlich leichteres und zugleich hochwertigeres Gerät mit einem guten AMOLED-Display zu einem niedrigeren Preis.

Samsung Galaxy View - 20.07.2016 v5.1(old)
Andreas Kilian

Gehäuse
72%
Tastatur
82 / 80 → 100%
Pointing Device
79%
Konnektivität
31 / 65 → 47%
Gewicht
59 / 40-88 → 40%
Akkulaufzeit
91%
Display
81%
Leistung Spiele
15 / 68 → 23%
Leistung Anwendungen
40 / 76 → 53%
Temperatur
89%
Lautstärke
100%
Audio
69 / 91 → 76%
Kamera
55 / 85 → 65%
Durchschnitt
66%
71%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Andreas Kilian, 21.07.2016 (Update: 15.05.2018)