Das Video auf der Plattform X geht gerade durch die Decke. Zum diesem Zeitpunkt wurde das KI-generierte Cook-Fanboy-Video rund 300k Mal aufgerufen. Man muss schon zweimal hinsehen, um zu begreifen, was da passiert. Der Clip zeigt Apple-Boss Tim Cook in einer Situation, die es im echten Leben wohl niemals geben würde. Er steht entspannt an einem Messestand von Samsung. In der Hand hält er das neue Galaxy S25 Ultra und tippt darauf herum. Sein Gesichtsausdruck ist nicht abweisend, sondern interessiert. Dann lässt er den Spruch los, der jeden Apple-Aktionär in den Wahnsinn treiben würde. Cook sagt trocken, die Software auf diesem Gerät wirke besser als "BugOS 26". Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, schiebt er noch ein erstauntes "OMG" hinterher.
Echt ist das natürlich nicht. Hier war eine verdammt gute KI am Werk. Vermutlich haben Tools wie Google Veo, Nano Banana Pro, OpenAI Sora oder Kling AI ihre digitalen Finger im Spiel. Noah Cat schreibt: "I asked Nano Banana Pro to generate an image of Tim Cook using a Galaxy S25 Ultra." Das Ergebnis ist aber geradezu cringe gut. Die Qualität des kurzen Clips zeigt, dass wir an einem Punkt sind, wo man seinen Augen nicht mehr trauen kann. Vor allem, wenn man mal "eben so draufblickt".
Die Details sind schon der Hammer. Vor allem wenn man bedenkt, wie schnell sich gerade die Video-KI-Lösungen signifikant verbessert haben. Die Stimme klingt nach Cook. Dieser ruhige, leicht monotone Tonfall ist recht gut getroffen. Auch optisch passt fast alles. Das Licht spiegelt sich realistisch in seiner Brille, das Nicken wirkt natürlich. Erst wenn man ganz genau hinschaut, merkt man den Fake. Die Schatten im Gesicht stimmen nicht zu 100 Prozent und die Handbewegungen wirken minimal mechanisch. Das sind die typischen Schwachstellen aktueller Video-KI-Generatoren.
Der Witz zündet vor allem wegen "BugOS". So nennen Hater das iPhone-Betriebssystem iOS von Apple gerne mal, wenn es nach einem Update wieder ruckelt oder abstürzt. Dass ausgerechnet Cook diesen Begriff nutzt, macht den Clip zur perfekten Satire. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Wäre der Inhalt nicht so absurd, hätten wohl viele das Video für bare Münze genommen. Die Grenze zwischen Realität und Fake verschwimmt immer mehr. In den Kommentaren feiern die Nutzer den Clip trotzdem als Fundstück der Woche. Manche unken schon, dass Cook heimlich doch neidisch auf die Displays der Konkurrenz schielt.




















