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Turtle Beach Recon Controller für Xbox und PC im Hands-On-Test: Tolle Ergonomie und Bediencomfort

Teaser
Der Recon Controller wurde für die Xbox entwickelt, funktioniert aber auch unter Windows. Neben einer verbesserten Ergonomie fügt der Gaming-Controller nützliche Funktionen hinzu. Beispielsweise sollen spezielle Audiotechniken für das angeschlossene Headset für Vorteile beim Gaming sorgen.
Christian Hintze 👁,
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Intro - Wired-Controller für rund 60 Euro

Der Gaming-Zubehör-Hersteller Turtle Beach, von dem wir in der Vergangenheit bereits die Gaming-Maus Roccat Kone getestet haben (Turtle Beach hat Roccat 2019 übernommen), steigt in den Markt für Gaming-Controller ein. Mit dem Recon Controller im Xbox-Controller-Design erreicht uns ein gut verarbeiteter Gaming-Controller mit zahlreichen Sonderfunktionen, von denen die meisten sowohl auf der Xbox als auch am PC funktionieren. Wir testen im ausführlichen Hands-On, wie sich das Gamepad im Vergleich zum Xbox 360 Controller schlägt. 

Links: Xbox 360 Controller; Rechts: Recon Controller
Links: Xbox 360 Controller; Rechts: Recon Controller

Der Preis liegt im Übrigen laut Hersteller bei 59,99 Euro und damit in etwa auf einem Niveau mit der kabellosen Variante des Xbox Series Controllers. Allerdings fehlt dem Recon Controller eine Wireless-Funktion, er wird über ein flexibles und abnehmbaren USB-C zu USB-A-Kabel mit der Gaming-Maschine verbunden.

Design und Ergonomie - Liegt perfekt in der Hand

Das Gamepad ist bislang wahlweise in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich. Generell orientiert sich das Design stark am Xbox Controller, wirkt jedoch nochmals etwas ausdifferenzierter. Gerade der "alte" Xbox 360 Controller wirkt im Vergleich beinahe klobig, obwohl der Recon Controller keineswegs kleiner ist.

Wir testen in Schwarz (Bildquelle: Turtle Beach)
Wir testen in Schwarz (Bildquelle: Turtle Beach)
Gibts auch in Weiß (Bildquelle: Turtle Beach)
Gibts auch in Weiß (Bildquelle: Turtle Beach)
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Interessantes Detail am Rande: Auf dem offiziellen Produktfoto der Verpackung (siehe Bilder oben) scheint das Kabel noch fest im Controller zu stecken, in der uns vorliegenden Version (siehe Bild rechts) ist auf der Verpackung jedoch das aktuelle USB-C-Kabel zu sehen.

Dieses lässt sich abnehmen und auch für andere Geräte verwenden. Scheinbar wurde dies noch verändert.

Der Recon Controller schmiegt sich jedenfalls wunderbar passend in die Handflächen ein, das Haltegefühl ist subjektiv nochmals besser als beim ohnehin schon guten Xbox 360 Controller. Die Griffe sind angenehm gummiert, sämtliche Tasten und Sticks sind zudem angeraut, sodass die Finger gut Halt finden. Anders als beim alten Xbox-Vetter dürften hier auch nach langer Nutzung keine Gummis von den Sticks abfallen. 

Gummierte Griffe (Bildquelle: Turtle Beach)
Gummierte Griffe (Bildquelle: Turtle Beach)
Sticks, Schulter- und Quick-Action Buttons sind angeraut  (Bildquelle: Turtle Beach)
Sticks, Schulter- und Quick-Action Buttons sind angeraut (Bildquelle: Turtle Beach)

Die Schultertasten sind etwas größer und wirken hochwertiger als beim alten Xbox-Gamepad. Die analogen Schubtasten wirken beim Drucken weniger federgepannt sondern lösen über die gesamte Strecke gefühlt gleichmäßiger aus und lassen so noch mehr Kontrolle beim Drücken zu. L1 und R1 lösen dafür etwas weniger knackig aus als beim offiziellen Controller, Probleme bereitet dies aber nicht, das Feedback ist noch ausreichen stark und das Auslösen gelingt dadurch gefühlt etwas schneller.

Auf der schlichten Rückseite haben noch zwei frei konfigurierbare Zusatztasten Platz.

L1/LB + L2/LT saind größer als beim Original und ebenfalls angeraut (Bildquelle: Turtle Beach)
L1/LB + L2/LT saind größer als beim Original und ebenfalls angeraut (Bildquelle: Turtle Beach)
Die konfigurierbaren Quick-Action-Buttons auf der Rückseite (Bildquelle: Turtle Beach)
Die konfigurierbaren Quick-Action-Buttons auf der Rückseite (Bildquelle: Turtle Beach)

Gleich beim ersten Blick fallen zudem im oberen Bereich mehrere weitere Zusatzbuttons im Vergleich zum normalen Xbox Controller auf. Hier gibt es diverse Tasten für die integrierte Audiosteuerung, verschiedene Modi und Profile usw.

Das abnehmbare USB-C- (Controllerseite) zu USB-A-Kabel (Xbox/PC-Seite) ist übrigens weich und daher flexibel und misst etwa 3 Meter.

Zusatzbuttons für die Audiosteuerung und andere Modi (Bildquelle: Turtle Beach)
Zusatzbuttons für die Audiosteuerung und andere Modi (Bildquelle: Turtle Beach)
Liegt gut in der Hand (Bildquelle: Turtle Beach)
Liegt gut in der Hand (Bildquelle: Turtle Beach)
USB-C-Anschluss und -kabel
USB-C-Anschluss und -kabel

Funktionen - Zusatzbuttons und -feautures

Der Anschluss eines Headsets über einen Klinkeneingang ist ja nicht neu, aber Turtle Beach kombiniert den Audioanschluss mit einer Reihe an interessanten Funktionen. So lassen sich vier Turtle-Beach-Audio-Presets über einen Modischalter wechseln, beispielsweise einen für eine besonders klare Stimmwiedergabe oder ein Preset mit viel Bass für wuchtige Explosionen.

Zusätzlich gibt es auch den "Superhuman Hearing" getauften Modus, bei dem man angeblich gegnerische Spieler hören kann bevor diese einen selbst hören, vermutlich durch das Hervorheben bestimmter Frequenzbänder. 

Klinkenanschluss unten (Bildquelle: Turtle Beach)
Klinkenanschluss unten (Bildquelle: Turtle Beach)
4 Audiopresets (Bildquelle: Turtle Beach)
4 Audiopresets (Bildquelle: Turtle Beach)
Den Chat Mix gibt es offiziell nur an der Xbox (Bildquelle: Turtle Beach)
Den Chat Mix gibt es offiziell nur an der Xbox (Bildquelle: Turtle Beach)

Die Lautstärkebuttons, Audiopresets & Co funktionieren sowohl auf der Xbox als auch am PC. Auch das Super Human Hearing ließ sich aktivieren. Dazu muss in den Soundeinstellungen nur der Xbox Controller als Audioausgabegerät ausgewählt werden.

Lediglich die auf der Xbox hilfreichen Chat-Lautstärkebuttons ("Chat Mix"), mit denen man die Balance zwischen Chat- und Spiellautstärke festlegt, funktionieren nicht am PC. 

Neben den Audiofeatures gibt es weitere Funktionen. Über dem Pro-Aim-Modus lässt sich beispielsweise die Empfindlichkeit des rechten Daumensticks fürs Zielen einstellen, bis zu vier Profile können ausgewählt werden. Die hinteren Quick-Action-Tasten können zudem frei belegt werden, wiederum vier Belegungsprofile lassen sich speichern.

Praxiserfahrung - Spielt gut auf

In Ermangelung einer Xbox testen wir den Controller am PC. Verschiedene Spiele und Plattformen kommen dafür zur Anwendung, beispielsweise Rocket League über den Epic Games Launcher oder Fifa 21 und Rainbow Six: Siege auf Google Stadia, bei Letzterem sind wir uns der möglichen Latenz bewusst.

Leichter als die Stick-Klicks: Der gemappte Quick-Action-Button beim Jonglieren in FIfa 21
Leichter als die Stick-Klicks: Der gemappte Quick-Action-Button beim Jonglieren in FIfa 21

Bei den Spielen macht das Gamepad eine gute Figur, alle Eingaben erfolgen zuverlässig und die Steuerung fühlt sich sehr präzise an. Auf den angerauten Analogsticks haften die Daumen auch besser als beim Xbox 360 Controller und die hinteren Quick-Action-Buttons sind eine Bereicherung, hierauf lassen sich beispielsweise die sonst eher umständlich bzw. ungenau ausführbaren Stick-Klicks mappen. So kann man beispielsweise in Rainbow Six deutlich entspannter Sprinten oder in Fifa den Ball jonglieren.

Auch in Rocket League macht der Controller was er soll, besonders die angerauten Sticks haben uns gefallen, während man bei abgenudelten Gummis des Xbox 30 Controllers viel schneller abrutscht - ein natürlich etwas unfairer Vergleich, weil der neue Recon Controller eben keine mehrjährige Benutzungszeit hinter sich hat.

Schritte des Gegners früher hören (Bildquelle: Turtle Beach)
Schritte des Gegners früher hören (Bildquelle: Turtle Beach)

Die verschiedenen Audiomodi sind nice to have, wenn man in Spielen beispielsweise in den Zwischensequenzen die Stimmen hervorheben kann, ansonsten aber z.B. zu mehr Bass-Wumms im Spiel selber wechseln möchte.

Im Superhuman-Hearing-Modus werden u.a. die Höhen stark angehoben und man erkennt Trittgeräusche tatsächlich etwas deutlicher. Ob auch wirklich früher konnten wir nicht abschließend beurteilen. Allerdings hört man in diesem Modus Umgebungsgeräusche wie Straßenrauschen viel deutlicher, in anderen Soundmodi hatten wir den weit entfernten Straßenlärm nicht wahrgenommen.

Das Kabel stört im Übrigen kaum, die 3 Meter Länge sind ausreichend und das Kabel ist schön flexibel.

Fazit - Löst meinen Xbox-360-Controller ab

Der Turtle Beach Recon Controller, zur Verfügung gestellt von Turtle Beach.
Der Turtle Beach Recon Controller, zur Verfügung gestellt von Turtle Beach.

Der Recon Controller überzeugt vor allem beim Trage- und dem Bedienkomfort. Er liegt super in der Hand und die vielen Einstellungsmöglichkeiten inklusive Profilspeicherung und dadurch schnellen Wechsel von Steuerungs- und Audiomodi gestalten die Spielerfahrung noch komfortabler.

Das hat aber auch seinen Preis: Für rund 60 Euro bekommt man bei Microsoft bereits den Wireless Controller der aktuellen Generation - der Recon Controller ist hingegen verkabelt - verzichtet dann aber auf die zusätzlichen Bedienelemente, die das Spielen erleichtern. In Sachen Präzision gibt es eh nichts zu Meckern, durch die einstellbare Empfindlichkeit des rechten Zielsticks kann man das Gamepad sogar noch besser an den eigenen Spielstil anpassen - sehr gut. 

Der Recon Controller ist subjektiv besser als der damals sehr gute Xbox 360 Controller und dürfte in Sachen Komfortfunktionen auch der aktuellen Microsoft-Controller-Generation einiges voraus haben. Dafür ist bereits die kabelgebundene Version so teuer wie die kabellose bei Microsoft.

Disclaimer: Der Recon Controller wurde uns von Turtle Beach kostenlos zur Verfügung gestellt, daran waren aber keinerlei Bedingungen geknüpft, die Resultate des Tests wurden davon nicht beeinflusst

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 13.08.2021 (Update: 13.08.2021)