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Roccat Kone Pro Air im Hands-On-Test: Gaming-Maus mit RGB-Beleuchtung und klickempfindlichem Mausrad

Teaser
Roccat hat uns ein Exemplar seiner neuen Kone-Serie geschickt. Die Kone Pro Air für 129,99 Euro kann wahlweise via Bluetooth oder Funkadapter betrieben werden und leuchtet in verschiedenen Farben. Alternativ gibt es sie als kabelgebundene Variante ohne den "Air"-Zusatz. Wir vergleichen sie mit der Razer Orochi V2 und geben unsere persönlichen Eindrücke wieder.
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Intro - Kabelloser Gamer

Die Kone Pro Air richtet sich mit ihrer RGB-Beleuchtung wohl eher an Gamer, taugt aber auch als Desktopmaus und kann außerdem durch ihr geringes Gewicht auch mobil punkten, immerhin kann man sie wahlweise per Bluetooth oder USB-Funkadapter verbinden.

Die kabellose Maus wird, anders als die Razer Orochi V2, nicht mit einem externen Akku betrieben, sondern verfügt über einen internen Energiespeicher, welcher über 100 Stunden Spielzeit ermöglichen soll (Funk) und die Kone Pro Air nach nur 10 Minuten Aufladen wieder für 5 Stunden Nutzzeit fit machen soll. Per mitgeliefertem, sehr weich ummanteltem und daher flexiblen USB-C-Kabel ("PhantomFlex") lässt sich der Akku wieder aufladen.

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Die Unterseite
Die Unterseite
Die RGB-Beleuchtung lässt die wabenartige Struktur der Bionic Shell erkennen
Die RGB-Beleuchtung lässt die wabenartige Struktur der Bionic Shell erkennen

Die Unterseite der Maus zieren die hitzebehandelte PTFE-Mausfüße (Teflon), der optische 19-K-DPI-Sensor, der Schiebeschalter zur Verbindungswahl, ein programmierbarer Button (Profile oder DPI), welcher standardmäßig Farben umschaltet sowie der Einschub für den USB-Funkadapter.

Die wabenförmige Oberschale ist besonders leicht und verhilft der Maus zu einem geringen Gewicht. Im Bereich der RGB-Beleuchtung kann man die wabenartige Struktur gut durchscheinen sehen.

Das angenehm breite Mausrad ist aus Aluminium gefertigt. Die vorderen Hälften beider Maustasten leuchten in abwechselnden RGB-Farben (Aimo-Beleuchtung, 16,8 mio Farben), diese sollen sich auch noch mit anderen Aimo-fähigen Produkten synchronisieren können, entsprechende Einstellungen nimmt man in der optionalen Software vor.

Wir testen die kabellose Version (mit Aufladekabel) für 129,99 Euro, die kabelgebundene Version kostet bei Roccat hingegen 79,99 Euro. Der Hersteller gewährt zwei Jahre Garantie.

Design - Am ergonomischen Klassiker orientiert

Es gibt zwei Farbvarianten der Kone-Pro-Serie, nämlich Weiß und Schwarz. Letztere lockert das dunkle Design durch den silberfarbenen "Roccat Kone"-Schriftzug auf der Handflächenauflage und der RGB-Beleuchtung an den Klicktasten auf. An der Unterseite sind die Teflonfüße in Weiß gehalten. Die Oberschale lässt sich, anders als bei der Razer Orochi, nicht abnehmen und individualisieren, aber das ist ja auch eher Spielerei.

Schwarz (Bildquelle: Roccat)
Schwarz (Bildquelle: Roccat)
Weiß (Bildquelle: Roccat)
Weiß (Bildquelle: Roccat)

Vom Design her ist die Kone Pro als Desktopersatz konzipiert und daher größer und potentiell handergonomischer als die kleine, mobile Orochi V2 von Razer. Das Design hat deutliche Ähnlichkeiten zum Klassiker Logitech MX518, mit einer geschwungenen Wölbung für die Handfläche und einem seitlichen Einschub für den Daumen. Die Maus ist dadurch übrigens vorwiegend für Rechtshänder geeignet. Die zwei Daumentasten sind recht weit oben positioniert, eventuell etwas zu weit für meinen Geschmack, sodass man den Daumen doch deutlich anheben muss, um die beiden Tasten zu erreichen, vor allem, weil diese auch noch leicht nach oben hin angekippt sind.

Vergleich mit dem Klassiker MX518
Vergleich mit dem Klassiker MX518
Von links: Razer Orochi V2, Kone Pro Air, MX518
Von links: Razer Orochi V2, Kone Pro Air, MX518

Bedienkomfort - Grip und RGB

Durch ihre gute Wölbung und Höhe ist die Maus auch für große Hände recht gut geeignet, aber auch kürzere Finger dürften sich auf den langen Maustasten gut zurechtfinden. Natürlich betont der Hersteller, dass die Mausform perfekt für jedwede Handhaltung ist (Palm-, Claw-, Fingertipgrip).

Fingertip (Bildquelle: Roccat)
Fingertip (Bildquelle: Roccat)
Claw (Bildquelle: Roccat)
Claw (Bildquelle: Roccat)
Palm (Bildquelle: Roccat)
Palm (Bildquelle: Roccat)

Trotz ihrer größeren Abmaße gegenüber der Razer-Maus, ist die Kone Pro nicht wirklich schwerer. Die Kone Pro ist nämlich etwa genauso leicht wie die Orochi V2, die Pro Air ist durch den integrierten Akku minimal schwerer, die Küchenwaage zeigt 72 g (ohne eingesteckten Funkadapter) bei der Air an. Die für den mobilen Einsatz konzipierte und deutlich kleinere Razer Orochi ist mit eingelegtem AAA-Akku nur 4 bis 5 g leichter.

Programmierbarer Button und Verbindungsschieber
Programmierbarer Button und Verbindungsschieber

Was der Kone Pro gegenüber der Razer-Maus fehlt, ist ein DPI-Schalter, der Schalter an der Unterseite kann jedoch als solcher umprogrammiert werden, ist jedoch nicht so gut erreichbar wie der Button vor dem Mausrad bei der Orochi. Die Voreinstellung ist etwas weniger empfindlich als bei der Orochi und insgesamt gut gelungen. Einstellungen dieser Art lassen sich aber auch über die Roccat-Software vornehmen.

Die linke und die rechte Seite der Maus sind leicht geriffelt, was für einen besseren Grip sorgt, ganz ohne zusätzliches Griptape.

Die Seiten sind leicht geriffelt...
Die Seiten sind leicht geriffelt...
...für mehr Grip
...für mehr Grip

Die Beleuchtung ist diesmal "nur" an den Spitzen der Klicktasten realisiert, hier leuchtet die Maus abwechselnd in verschiedenen Farben, die Übergänge sind über eine ruhige Überblendung der Farben realisiert, es gibt also kein nerviges Geblinke.

Praxiserfahrung - Gut mit kleinem Makel

Da sie recht leicht ist, gleitet sie mühelos über das Mauspad, durch ihre Größe wackelt sie aber auch nicht und ist gefühlt nicht ganz so sehr empfindlich wie die Orochi V2. Allerdings gleitet die Kone Pro nicht gleichmäßig auf beiden Füßen, das hintere Ende ist deutlich beweglicher, vorne ist sie hingegen stabiler, reagiert also etwas weniger empfindlich.

Optischer Switch und breites Mausrad (Bildquelle: Roccat)
Optischer Switch und breites Mausrad (Bildquelle: Roccat)

Die optischen Schalter funktionieren sehr gut. Sie werden quasi durch eine Art Lichtschranke gesteuert, sodass die Auslösung sehr schnell funktioniert. Die Schalter geben ein deutliches Feedback ab und man hat das Gefühl genau die richtige Menge an Kraft zum Drücken aufzuwenden, damit sie gerade nicht zu schwammig daherkommen und andererseits flott auslösen.

Das Mausrad fühlt sich durch die breite Bauweise sehr angenehm an, das Scrollen funktioniert größtenteils super. Klicks quittiert das Mausrad mit einem deutlichen Feedback, was sich dementsprechend gut anfühlt. Allerdings ist mir im Test aufgefallen, dass bei sehr schnellem Scrollen, wenn man beispielsweise zügig ans Ende einer Webseite gelangen möchte, durch sehr schnelles und plötzliches Drehen am Mausrad unbeabsichtigte Klicks ausgelöst werden. Das hat durchaus gestört.

Verbindungs-Schiebeschalter (Bildquelle: Roccat)
Verbindungs-Schiebeschalter (Bildquelle: Roccat)

Wer schnelle Games zockt, sollte unbedingt auf die Funkverbindung setzen, nur hier greift die besonders geringe Latenzzeit von etwa 1 ms. Im Office genügt hingegen auch die Bluetooth-Verbindung. Im Funkmodus hatten wir in schnellen Shootern keine Probleme.

Insgesamt fühlt sich die Maus sehr ergonomisch an, ist leicht zu steuern und setzt Bewegungen präzise um.

Die Software

Über die Software namens "Roccat Swarm" (Download von der Roccat-Webseite) lassen sich Beleuchtung, Makros, DPI und mehr festlegen, der kleine interne Speicher der Maus ist hierfür bestens ausgerüstet. Zudem lassen sich in der 160 MB schweren Software alle Tasten individualisieren, die Maus kalibrieren, der Akkustand anzeigen und und und, der Funktionsumfang ist vorbildlich und die Aufmachung gelungen.

Dafür muss man neben der Software selbst anschließend noch das betreffende Gerätemodul, in diesem Fall für die Kone Pro Air, innerhalb der Software installieren.

Die jeweiligen Einstellungen lassen sich als Profile speichern, der Button an der Unterseite kann so programmiert werden, dass er die Profile umschaltet, dann aber hat man keinen DPI-Schalter mehr.

Fazit - Flexible Maus, recht hoher Preis

Die Roccat Kone Pro Air, zur Verfügung gestellt von Roccat
Die Roccat Kone Pro Air, zur Verfügung gestellt von Roccat

Die Roccat Kone Pro Air entpuppt sich im Test als sehr vielseitig, sie dient als Desktopmaus, ist durch ihr relativ geringes Gewicht aber auch halbwegs mobil, sofern die Größe nicht abschreckt. Die Maus ist gut verarbeitet, die Verbindung störungs- und verzögerungsfrei und die Software vorbildlich in Sachen Funktionsumfang.

Leichte Kritik gibt es einerseits für den fehlenden DPI-Schalter auf der Oberseite, beim Button auf der Unterseite muss man zwischen DPI- oder Profil-Switch wählen. Ansonsten erfolgt die Umschaltung eben per Software. Nicht so gut ist auch, dass das eigentlich hochwertige und angenehm breite Metallmausrad bei schnellem Scrollen zum unbeabsichtigten Auslösen von Klicks tendiert.

Die Software lohnt eine Installation, einerseits durch den guten Funktionsumfang, andererseits aber auch, weil es ohne Software passieren kann, dass die Maus ohne Vorwarnung plötzlich die Funktion einstellt, weil der Akku alle ist, eine Warn-LED gibt es nicht. Das mitgelieferte USB-C-Flexkabel ist auf jeden Fall nice to have, auch weil es für andere Geräte zweckentfremdet werden kann.

Die Roccat Kone Pro Air ist eine gelungene, vielseitige und gut verarbeitete Gaming-Maus mit RGB-Beleuchtung und umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten über die Software.

Insgesamt erhält man mit der Kone Pro Air aber eine gut verarbeitete, hochwertige Gaming-Maus mit einigen Extrafeatures, welche im Alltag größtenteils überzeugen kann. Größter Kritikpunkt dürfte da der Preis sein, 129,99 Euro für eine Maus sind ganz schön happig.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1617 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze,  7.06.2021 (Update:  7.06.2021)