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Logitech Keys-To-Go im Hands-On-Test: Ultradünne, kleine und leichte Tastatur für iPhone & Co

Teaser
Warum sollte man immer gleich einen Laptop mitschleppen, wenn Schreibarbeiten heutzutage auch von jedem leichteren Tablet oder sogar Smartphone aus gelingen? Natürlich klappt das Schreiben längerer Texte auf einer virtuellen Bildschirmtastatur deutlich weniger schnell und komfortabel als auf physischen Tasten. Da die meisten externen Keyboards aber wiederum groß und sperrig daherkommen, will Logitech nun den perfekten Begleiter für iPhone und iPad, aber auch Android-Geräte, parat haben - die Keys-To-Go.
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Bei der Keys-To-Go handelt es sich um eine besonders kleine und leichte Bluetooth-Tastatur, welche natürlich an jedem Bluetooth-Gerät funktioniert, aber speziell für die mobilen Bedürfnisse von Smartphone- und Tablet-Schreiber konzipiert ist.

Insbesondere richtet sich das Produkt an Apple-Kunden, also iPhone-, iPad- und AppleTV-Benutzer, die wohl auch eher geneigt sind die von Logitech ausgeschriebenen rund 70 Euro für eine Bluetooth-Tastatur auszugeben. Auf dem freien Markt ist das gute Stück derzeit für etwa 50 Euro erhältlich.

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Design - 3 Farben, ultradünn, ultraklein, ultraleicht

Das kleine Tastenbrett misst nur 242 x 137 mm, ist nur 6 mm flach und wiegt gerade einmal 180 Gramm. Die Kanten des Kunststoffüberzugs sind größtenteils versiegelt, sodass die Tasten spritzgeschützt sind, nur an der rechten Seite befinden sich offen zugänglich der microUSB-Port zum Aufladen des integrierten Akkus sowie der Anschalter.

extrem flach und versiegelt
extrem flach und versiegelt
microUSB und Anschalter
microUSB und Anschalter
Spritzschutz (Bildquelle: Logitech)
Spritzschutz (Bildquelle: Logitech)
Drei Farben (Bildquelle: Logitech)
Drei Farben (Bildquelle: Logitech)

Damit das Eingabegerät auch optisch zum schicken iPhone und Co. dazu passt, kommt es in drei Farbvarianten daher, namentlich Schwarz, Blau und Rosa. Auf dem relativ breiten und größtenteils ungenutzten oberen Rand prangt nur der "logitech"-Schriftzug, vermutlich ist hierunter der Akku verbaut, ansonsten ließe sich hier noch einmal zusätzlich an Grundfläche einsparen.

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Toll ist, dass Logitech neben der Tastatur gleich noch einen andockbaren Stand für Smartphones beilegt. Der weiße Halter wird direkt an die Tastatur geklemmt und soll vor allem iPhones aufrecht halten, funktioniert aber auch mit anderen Smartphones. Dadurch muss man sich nicht mit Extra-Zubehör herumschlagen, um den Telefonbildschirm aufzustellen. Die Halteschiene für Smartphones und Tablets beherbergt bevorzugt iPhones, bietet aber allen anderen Geräten bis zu einer Dicke von etwa 1 cm Platz, womöglich muss man also nur die Schutzhülle seines Smartphones entfernen, damit es hineinpasst, unser Mate 20 Pro passte auch mit dünner Hülle hinein.

Der Halter
Der Halter
Hochkant, oder...
Hochkant, oder...
...quer
...quer

Layout - Einige Tasten haben wir vermisst

Keine F-Tasten, kein Esc
Keine F-Tasten, kein Esc

Die oberste Tastenreihe besteht aus einer Vielzahl an Sonderfunktionen wie der Medien- oder Gerätesteuerung, F-Tasten sind allerdings nicht mit dabei. Ein integriertes Mauspad fehlt ebenso, für Windows-Geräte eignet sich die Tastatur daher etwas weniger und für normale Bildschirmoperationen abseits der Sondertasten und des Schreibens muss man sich immer wieder zum Touchscreen vorlehnen, einen Mauszeiger haben wir manchmal schon vermisst.

Alle Tasten haben etwa 0,2 cm Abstand zueinander. Die "normalen" Tasten sind etwa 1,4 x 1,4 cm groß, die Sondertasten messen in der Höhe nur 0,8 cm. Am rechten Rand wird der Platz langsam knapp, sodass vor allem die Eingabetaste arg gequetscht und schmal ausschaut. Aber auch die "+" sowie die "#"-Taste sind in der Breite halbiert, Gleiches gilt für die "<>"-Taste an der linken Seite. Die Hoch/Runter-Tasten teilen sich eine "normale" Tastenhöhe.

Schmale Tasten bei Enter, + und #
Schmale Tasten bei Enter, + und #
Hoch/Runter sind halbiert
Hoch/Runter sind halbiert
"@" liegt angeblich auf "L" statt auf "Q", das stimmt aber nicht
"@" liegt angeblich auf "L" statt auf "Q", das stimmt aber nicht

Obwohl die meisten Zweitbelegungen unseres deutschen Tastaturlayouts wie gewohnt positioniert sind, gilt dies nicht für das "@". Das gebräuchliche Zeichen liegt nicht wie gewohnt auf dem "Q", sondern auf der anderen Tastaturseite auf dem "L", wodurch es leichter mit nur einer Hand im Zusammenspiel mit der rechten "ALT"-Taste gedrückt werden kann.

Inbetriebnahme - Aufladen, Bluetoothverbindung, fertig

Akku über microUSB laden (Bildquelle: Logitech)
Akku über microUSB laden (Bildquelle: Logitech)

Der interne Akku wird über ein microUSB-Kabel geladen und soll dann bis zu 3 Monate lang ohne erneutes Aufladen einsatzbereit sein. Nun betätigt man den Anschalter, drückt die Bluetooth-Sondertaste und sucht auf dem Hauptgerät, also Smartphone, Tablet, PC und dergleichen, in den Bluetootheinstellungen nach der Keys-To-Go. Nach dem Verbinden muss auf der Tastatur noch ein Code eingegeben und mit Enter bestätigt werden, dann ist die Tastatur verbunden und einsatzbereit.

Praxiserfahrung - Stark "gedämpftes" Feedback

Diesen Artikel haben wir größtenteils mit der Keys-To-Go geschrieben, um sie gleich einem ordentlichen Praxistest zu unterziehen.

Strg bzw Ctrl liegt nicht ganz außen
Strg bzw Ctrl liegt nicht ganz außen

Beim Tippen fallen mehrere Dinge auf: Erstens liegt die oben erwähnte "@"-Taste doch nicht wie aufgezeichnet auf dem "L", sondern eben doch auf dem "Q". Bei unseren Tipparbeiten haben wir außerdem die Tasten "Pos1" und "Ende" vermisst. Ebenfalls gefehlt hat uns die "Entf"-Taste zum Löschen eines Zeichens hinter der aktuellen Cursor-Position. Suboptimal ist beim Schreiben zudem, dass sich die "Strg"-Taste zum Überspringen und Markieren von ganzen Zeichenkette nicht wie gewohnt ganz außen liegt, sondern erst an zweiter Position von links unten konzipiert ist.

Die Tasten sind zudem recht klein, sodass wir anfangs zum Beispiel versehentlich Capslock statt Shift gedrückt haben, aber das verschwand nach einer kurzen Einarbeitungszeit. Dennoch muss man sich vor allem an das Tippgefühl gewöhnen. Weil die portable Bluetooth-Tastatur so dünn ist, ist auch der Hub extrem flach, das Feedback ist zudem durch die über die gesamte Tastatur gespannte Kunststoffhülle zu schwammig. Es ist zwar positiv erstaunlich, dass Logitech eine so dünne Tastatur mit "echten" Tasten konzipiert hat, aber beim schnellen Tippen hat man nur wenig mehr Feedback als würde man auf einem Tisch oder einer anderen harten Unterlage herumdrücken. Dabei merkt man bei der einzelnen Betätigung von Tasten durchaus, dass sie sich einzeln "herunterdrücken" lassen. Durch den Überzug über die gesamte Fläche wird das eigentliche Druckgefühl aber arg gedämpft, man spürt die Tasten im Feedback kaum noch. Man gewöhnt sich zwar auch daran, ein ideales Schreibgefühl mag aber nicht aufkommen, hier ist nahezu jede flache Ultrabook-Tastatur noch immer im Vorteil. Dafür sind die Tippgeräusche extrem leise, sodass sch das "Logibrett" auch gut für leise Umgebungen wie Bibliotheken und Co. eignet.

Für das Tippen auf einem Smartphone oder Tablet und insbesondere angesichts der sehr kompakten Ausmaße lassen sich diese Nachteile aber womöglich verschmerzen. Denn angenehmer und vor allem schneller als auf einem Touchscreen funktioniert das Schreiben allemal, auch wenn an sich schon ab und zu vertippt, was den kleinen Tasten und dem dumpfen Feedback geschuldet ist.

Fazit - Mobil, portabel, aber auch sinnvoll?

Die Keys-To-Go, zur Verfügung gestellt von Logitech
Die Keys-To-Go, zur Verfügung gestellt von Logitech

Die Keys-To-Go ist wirklich eine der leichtesten und kleinsten Bluetooth-Tastaturen, die wir je in den Händen gehalten haben. Neben der tollen Mobilität spricht auch das leise Tippgeräusch für das Mini-Keyboard und insbesondere für Nutzer, die am Smartphone gerne mehr als einige wenige Messenger-Zeilen schreiben wollen, stellt das Eingabegerät ohne Zweifel eine Bereicherung dar.

Natürlich ist ein ultradünnes und kleines Design fast immer mit Abstrichen verbunden. Bei der Keys-To-Go ist diesbezüglich der sehr kurzer Hub sowie das extrem gedämpfte und dadurch schwammige Feedback zu nennen. Beim Layout stört, dass wichtige Tasten wie entf, pos1 oder ende nicht mit an Bord sind und die ctrl-Taste gehört eigentlich ganz nach außen.

Davon abgesehen wird die Keys-To-Go wohl nur auf eine recht eingeschränkte Zielgruppe treffen: Die meisten Nutzer nehmen im Zweifelsfall wohl doch eher ihren Laptop oder Mac für Schreibarbeiten mit, ob sie das ultradünne, kleine und besonders leichte Design der Aushilfstastatur davon überzeugt den Laptop zu Hause zu lassen und stattdessen auf ein Tablet oder gar Smartphone zu setzen, ist zumindest fraglich. Sicher nicht ganz hilfreich ist auch der Preis. Ganze 70 Euro lobt Logitech auf der Webseite dafür aus, bei diversen Händlern ist die Keys-To-Go allerdings schon für "nur" 50 Euro zu haben.

Smartphones und Tablets können heutzutage rechentechnisch problemlos für Schreibarbeiten herhalten, hätten sie nur vernünftige Eingabegeräte. Die Keys-To-Go wollen in diese Nische springen. Ob der Plan bei einem Preis von 50 Euro aufgeht, ist derzeit noch fraglich, denn trotz der Alltagspotentiale von Smartphones als Arbeitsgerät, würden die meisten Nutzer im Zweifel wohl doch auf die ebenfalls immer kleiner und leichter werdenden Office-Notebooks setzen. Allerdings ist das Keys-To-Go wesentlich leichter als ein Laptop, das Smartphone trägt man sowieso immer mit.

Die Keys-To-Go sind extrem leicht, super dünn und klein, weshalb sie sich für unterwegs gut eignen. Ob sie aber im Zusammenspiel mit einem Smartphone oder Tablet wirklich einen dünnen und leichten Arbeitslaptop ersetzen können, ist fraglich, auch weil Letzterer doch das bessere Tippgefühl bietet.

Disclaimer: Die getesteten Keys-To-Go wurden uns von Logitech kostenlos zur Verfügung gestellt, daran waren aber keinerlei Bedingungen geknüpft, die Resultate des Tests wurden davon nicht beeinflusst.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze,  7.04.2021 (Update:  7.04.2021)