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Logitech Slim Combo MK470 im Hands-On-Test: Leises, kabelloses Tastatur-Maus-Set für den mobilen und stationären Einsatz

Teaser
Wir haben das ein Tastatur-Maus-Set zum Test, das MK470 Slim Combo von Logitech. Das Set setzt auf Mobilität und ist daher besonders dünn, soll aber auch am heimischen Desktop eingesetzt werden. Ob das MK470 herkömmliche Tastaturen und Mäuse vollwertig ersetzen kann und gleichzeitig der perfekte Begleiter für unterwegs ist, klärt unser Hands-On-Test.
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Beim MK470 handelt es sich um ein kabelloses Maus- und Tastaturset, welches man per Funk-USB-Empfänger an den Laptop oder Desktop-PC anschließt. Durch seine dünnen und schmalen Ausmaße soll es nicht nur heimisch eingesetzt werden, sondern auch unterwegs zur Verwendung kommen, sofern einem die integrierte Laptoptastatur einmal nicht ausreicht, beispielsweise weil dort kein Ziffernblock vorhanden ist oder längere Schreibarbeiten anstehen. Ob das Set diese selbst gesteckten Erwartungen gut erfüllen kann, verraten wir im Folgenden.

Design

Das Set wird wahlweise in weiß oder schwarz angeboten, wobei die Kunststoffabdeckung am obere Rand der Tastatur bei beiden Farbvarianten grau gefärbt ist. 

Weiß (Bildquelle: Logitech)
Weiß (Bildquelle: Logitech)
Grau (Bildquelle: Logitech)
Grau (Bildquelle: Logitech)
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Die Tastatur

Batterie und Empfängerfach
Batterie und Empfängerfach

Diese grau glänzende Plastikschiene ist es auch, was optisch am ehesten bei einigen Personen anecken dürfte, vermittelt es doch, je nach Geschmack, kein besonders hochwertiges Aussehen. Die Schiene lässt sich abnehmen, darunter befinden sich das Batteriefach für 2 AAA-Batterien oder -Akkus sowie eine Halterung für den kleinen Funk-USB-Empfänger. Letzterer kann aber auch in der Maus aufbewahrt werden. 

Leicht angekippte Stellung, dünnes Design
Leicht angekippte Stellung, dünnes Design

Die Tastatur selbst misst ohne das NumPad etwa 28 cm und entspricht von der Größe her etwa der Tastatur eines 13-Zoll-Laptops, also ohne das NumPad. Der Großteil der Tastatur ist sehr dünn gehalten, nur der obere Rand ist stark verdickt. Das eröffnet einerseits die oben genannten Unterbringungsmöglichkeiten für den Energiespeicher und sorgt andererseits dafür, dass die Tastatur beim Schreiben etwas angekippt ist.

Kleine Pfeiltasten, abgerundete "Ecktasten"
Kleine Pfeiltasten, abgerundete "Ecktasten"

Das Layout der Tastatur wirkt sehr aufgeräumt, an der rechten Seite befindet sich ein Numpad. Die normalen Tasten sind etwa 1,6 x 1,6 cm groß und haben rund 3 mm Abstand zueinander. Aus optischen Gründen sind die Ecktasten genau wie die Ecken selbst abgerundet, was aber besonders in der oberen, eh schon verkleinerten Tastenreihe an den äußeren Tasten zu ungewohnt kleinen Größenverhältnissen führt. Diese zumindest fragwürdige Designentscheidung wurde auch zwischen NumPad und der übrigen Tastatur implementiert, sodass sich beispielsweise die rechte Pfeiltaste aufgrund ihrer Abrundung in der unteren, rechten Ecke anders anfühlt als die linke Pfeiltaste. Auch "entf" und "pos1" sind dadurch nochmals verkleinert.

Ebenfalls verkleinert sind die Pfeiltasten, welche nur 1,3 mm in der Breite messen. Die Hoch/Runter-Pfeiltasten sind dann auch noch in ihrer Höhe halbiert, teilen sich also ein bereits verkleinertes Tastenfeld, hier wird es doch arg fummelig.

Bis auf diese Einschränkungen ist das Layout sehr übersichtlich, per fn-Taste werden die üblichen Sonderfunktionen via F-Tasten realisiert.

Die Maus

Abnehmbare Haube
Abnehmbare Haube

Die Maus ist an allen Enden abgerundet und misst an der Mittelachse etwa 10,6 bis 10,7 cm. In der Breite messen wir ca. 5,8 cm. Auf der Unterseite befinden sich zwei halbkreisförmige Gleitfüße und zentral ein An- und Aus-Schalter sowie natürlich der optische Sensor. Das Besondere ist jedoch die Oberseite. Die sehr dünne Kunststoffhaube mit dem "logi"-Schriftzug lässt sich einfach abnehmen, sie wird nämlich in der hinteren Hälfte lediglich durch drei recht starke Magnete festgehalten, die vordere Hälfte besteht aus den zwei flexiblen Tastern. Die Magnetlösung mit abnehmbarer Oberabdeckung gefällt uns gut. Unter der Abdeckung ist das Fach für die Batterie (1x AA), außerdem gibt es einen kleinen Einschub für die Unterbringung des Funkempfängers.

Oberseite
Oberseite
Unterseite
Unterseite

Etwas ungewöhnlich ist die Höhe der Maus. Während selbst Bluetoothmäuse oftmals mit einer starken Oberflächenwölbung ausgestattet sind, ist das Logitechmodell sehr flach gehalten.

Das Mausrad ist angesichts der kleinen Mausabmessungen schon fast ungewöhnlich breit, sorgt dafür aber mit einer großen Laufruhe.

Praxiserfahrung

Durch Plug&Play ist das Set super schnell einsatzbereit. Nachdem die Batterien oder Akkus eingesetzt sind, muss nur noch der USB-Empfänger in einen freien USB-Slot am PC und schon ist das Set einsatzbereit, die Tastatur sofort, die Maus muss unten noch eingeschaltet werden. Eingaben wurden von beiden Geräten stets einwandfrei erkannt.

Die Tastatur

Die Tasten verfügen über einen mittleren Hubweg und haben einen deutlichen Druckpunkt, was zusammen für ein gutes Feedback sorgt. Zwar könnte der Hub noch etwas länger sein, aber insgesamt gelingt das Schreiben damit angenehm flüssig und schnell, nur bei Korrekturarbeiten kann der Arbeitsflow durch die stark verkleinerten und teils formveränderten Pfeil- und Funktionstasten (Pos1, Entf etc.) etwas stocken. Hier suchen die Finger anfangs noch etwas nach den richtigen Griffen. Ansonsten ist das Schreibgefühl recht angenehm. Die Tipplautstärke geht insgesamt in Ordnung, nur die Leertaste agiert spürbar lauter als der Rest.

Viele Monate Laufzeit ohne Akkuwechsel (Bildquelle: Logitech)
Viele Monate Laufzeit ohne Akkuwechsel (Bildquelle: Logitech)

Auf eine Hintergrundbeleuchtung verzichtet man bei dem Set, für Arbeiten in dunklen Umgebungen eignet sich das MK470 also weniger, andererseits frisst so keine Beleuchtung an der Laufzeit, zu der wir angesichts der Testkürze nicht allzu viel sagen können. Laut Logitech soll die Tastaturlaufzeit je nach Nutzung bis zu 36 Monate betragen, die Maus soll 18 Monate lang durchhalten. Beide Geräte schalten sich bei Nichtbenutzung automatisch in den Schlafmodus, um Energie zu sparen.

Dieser Artikel wurde im Übrigen an der besagten Tastatur mit Hilfe der dazugehörigen Maus verfasst, was sich anfangs auch recht gut anfühlte. Natürlich besitzt die dünne Tastatur nicht den weichen Hub einer normalen, stationären Tastatur, das Schreibgefühl erinnert eher an das an einem Notebook mit einer Tastatur der Mittelklasse. Auf lange Sicht könnte die Tastatur aber etwas zu  klein ausfallen, sodass vor allem die Handgelenke durch die leichte Knickhaltung auf längere Dauer schneller ermüden als bei größeren, stationären Tastaturen. Obwohl die Tastatur ähnlich groß war wie unserem Notebook, stellten sich erste Ermüdungserscheinungen in den Handgelenken gefühlt etwas schneller auf der MK470-Tastatur ein.

Die Maus

Von unten nach oben: Noname-Bluetooth-Maus, Logitech MK470, abgegriffener Klassiker MX518
Von unten nach oben: Noname-Bluetooth-Maus, Logitech MK470, abgegriffener Klassiker MX518

Bei der ersten Verwendung der Maus fällt zunächst die flache Oberfläche auf, wodurch sich das Modell weniger in die Handfläche schmiegt als Mäuse mit einer nach oben gewölbten Oberfläche. Im direkten Vergleich scheint es dadurch so, als könne sich die Hand nicht ganz so gemütlich auf der Maus ausruhen, die Hand muss halt immer selbst "gehalten" werden. Daher wird die auch wenig mit der Innenfläche sondern größtenteils durch die seitlich anliegenden Finger und dem Daumen bewegt. Durch den eingelegten AA-Akku bringt die ansonsten leichte Kunststoffmaus doch etwas an Eigengewicht aufs Mauspad, dennoch ist die Maus insgesamt recht leicht, wodurch sie etwas sensibler reagiert als manch anderes Modell. Besonders ruhige und präzise Steuerungsaufgaben können dadurch etwas komplizierter ausfallen, der Mauszeiger springt etwas schneller los als bei schwereren Modellen.

Logitech bewirbt die Maus vor allem mit ihrer geringen Geräuschentwicklung, was wir vollends bestätigen können. Sowohl das Rad (wenn man nicht zu schnell nach oben dreht) als auch die Klickgeräusche sind angenehm leise und kaum wahrnehmbar. Bei den Tasten wird dies aber auch durch einen sehr geringen Druckweg realisiert, welcher sehr sensibel und zunächst etwas ungewöhnlich erscheint. Das Feedback ist aber trotzdem ausreichend und wirkt keineswegs schwammig, sondern knackig, aber eben auch recht knapp im Hub.

Fazit

Das MK470 Combo Slim, zur Verfügung gestellt von Logitech
Das MK470 Combo Slim, zur Verfügung gestellt von Logitech

Das dünne, kabelloses Tastatur-Maus-Set MK470 Slim Combo kostet bei Logitech rund 50 Euro. Dafür erhält man ein recht portables Set, das eine Art Kompromisslösung zwischen qualitativ hochwertigeren stationären Geräten und dünnen, mobilen Eingabegeräten darstellt. Positiv ist vor allem auch die schnelle Einsatzbereitschaft und die lange Batterielaufzeit. Eine interessante Lösung ist auch die Magnethalterung für die Mausabdeckung. Das Arbeiten gelingt zunächst recht gut damit, das Eingabefeedback ist gut spürbar, doch auf lange Sicht könnten die Abmaße beider Geräte etwas zu klein für ein angenehmes Arbeiten auf Dauer sein. 

Das Logitech Slim Combo MK470 ist ein solides Tastatur-Maus-Set, das sich notfalls auch recht gut mitnehmen lässt. Für den dauerhaften Arbeitseinsatz eignet sich das Set durch die kleinen Abmaße aber nur bedingt.

Preise

Während Logitech selbst, wie erwähnt auf seiner Webseite 49,99 Euro für beide Farbvariationen des Sets aufruft, sind die "Straßenpreise" bereits niedriger angesiedelt. Beispielsweise kostet die graue Farbvariante auf Amazon nur 37,99 Euro, während das nobler aussehende Weiß 40,99 Euro kostet.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1623 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 26.03.2021 (Update: 26.03.2021)