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Pünktlich zum Marktstart: Mobile Gaming-Maus Razer Orochi V2 im Hands-On-Test

Teaser
Razer schickt uns seine neue, mobile Gaming-Maus mit mechanischen Klicktasten, sowie das Mousepad Razer Sphex V3. Nutzer haben die Wahl zwischen einer Funk- oder einer Bluetoothverbindung, die DPI (bis zu 18.000) sind einstellbar, die Klicklatenz und Verbindungsstabilität wollen stark verbessert worden sein. Wir gehen diesen Versprechen in unserem Hands-On-Test nach und schauen, ob die 80-Euro-Maus ihr Geld wert ist.
Christian Hintze,
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Intro

Heute, am 27. April, erscheint Razers neueste Gaming-Maus, die Orochi V2. Wir haben bereits vorab ein Muster von Razer ergattern und ausgiebig testen können, sodass wir hier, pünktlich zum Release, unsere Erfahrungen mit der Maus schildern.

Treu dem Razer-Motto seine Mäuse oftmals nach mythologischen Schlangenwesen zu benennen, stammt "Orochi" aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "große Schlange".

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Die mobile Gaming-Schlange ist kabellos und setzt nicht auf Funk oder Bluetooth, sondern kommt gleich mit beiden Verbindungsstandards daher, der Nutzer darf per Schiebeschalter wählen, ob er die Maus via Bluetooth oder doch über den mitgelieferten USB-Funkadapter mit dem PC verbindet. Unter der Schale befinden sich zwei mechanische Klicktasten.

Unter der Schale befinden sich der optionale USB-Funkadapter sowie die beiden Batterieschächte
Unter der Schale befinden sich der optionale USB-Funkadapter sowie die beiden Batterieschächte
Mechanische Clicktasten
Mechanische Clicktasten

Das Modell ist für unterwegs gedacht und bringt daher nur 60 Gramm auf die Waage, die dafür notwendige Batterie spendiert der Maus noch etwas Eigengewicht dazu. Auch hier hat der Nutzer die Wahl, denn es gibt gleich zwei Batterieschächte, wahlweise kann die Orochi V2 mit einer AA- oder einer AAA-Batterie bzw. -Akku betrieben werden.

Design

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Die Maus

Die teureren Custom-Modelle (Bildquelle: Razer)
Die teureren Custom-Modelle (Bildquelle: Razer)

Die Orochi V2 ist wahlweise in Weiß oder Schwarz erhältlich. Wir haben die schwarze Variante erhalten, welche Razer-typisch recht schlicht daher kommt, die weiße Version mutet auf den Bildern etwas schicker an, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Gegen Aufpreis gibt es Modelle mit einer individuellen Oberseite. Womöglich lassen sich diese "Customs" später auch nachkaufen, denn immerhin ist die Oberschale nur magnetisch mit der Maus verbunden und lässt sich somit leicht abnehmen und austauschen.

Wahlweise in Schwarz (Bildquelle: Razer)
Wahlweise in Schwarz (Bildquelle: Razer)
oder Weiß (Bildquelle: Razer)
oder Weiß (Bildquelle: Razer)

Die schwarze Orochi V2 setzt zumindest farbtechnisch nur an der Unterseite ein paar weiße Akzente, denn hier kommen weiße PTFE-Mausfüße, umgangssprachlich auch Teflon genannt, zum Einsatz. Liegt die Maus auf dem Pad, so sieht alles nach schlichtem Schwarz aus, selbst das Razer-Logo ist in Schwarz gehalten und somit kaum wahrnehmbar. Bei der weißen Orochi V2 setzt man eher auf komplementäre Farbakzente, hier ist die Oberschale zwar weiß, das Razer-Logo und die Maustasten jedoch schwarz, was individueller wirkt als die komplett schwarze Variante.

Die Unterseite mit Wahlschalter
Die Unterseite mit Wahlschalter
Orochi V2 auf dem Sphex-V3-Pad
Orochi V2 auf dem Sphex-V3-Pad
Das Logo ist kaum wahrnehmbar
Das Logo ist kaum wahrnehmbar

Das Pad

Das Razer Sphex V3 kostet zwischen 12 (Small) und 30 Euro (Large)
Das Razer Sphex V3 kostet zwischen 12 (Small) und 30 Euro (Large)

Bei Razer ist Schwarz die bestimmende Farbe und das wird beim Sphex V3 einmal mehr deutlich, denn nahezu das ganze Pad ist schwarz. Aufgelockert wird dies nur durch den seitlich eingearbeiteten Stoffstreifen (natürlich auch in Schwarz) mit dem dünnen, vertikalen Razer-Schriftzug in grüner Farbe.

Der Mausuntergrund ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich, Small (270 mm  x 215 mm  x 0.4 mm) und Large (450 mm x 400 mm x 0.4 mm). Bei uns liegt die kleinere Variante vor, welche klassischen Mauspads am ehesten entspricht und für unsere Zwecke vollkommen ausreicht.

Die Unterseite is mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehen, damit "klebt" das Pad praktisch auf dem Schreibtisch und kann nicht verrutschen. Allerdings nimmt die Beschichtung sehr schnell Schmutz auf, was bisher jedoch den Klebeeffekt nicht verringert hat. Das Pad ist sehr viel dünner als die klassischen Versionen mit dickerem Schaumstoff an der Unterseite, wodurch man keine unangenehm große Kante am Handballen spürt. Die Ecken des Nagerlaufbands sind stark abgerundet.

Alternativ auch als Abbeize für Holzschreibtische verwendbar: Die stark haftende Anti-Rutsch-Beschichtung
Alternativ auch als Abbeize für Holzschreibtische verwendbar: Die stark haftende Anti-Rutsch-Beschichtung
Das Sphex V3 ist besonders dünn gegenüber klassischen Mauspads
Das Sphex V3 ist besonders dünn gegenüber klassischen Mauspads

Bedienkomfort

Weil die "Riesenschlange" insbesondere für den mobilen Einsatz konzipiert wurde, sind die Abmaße keineswegs riesig sondern etwas geringer gehalten als bei "normalen" PC-Mäusen, ohne jedoch zu klein geraten zu sein. Auch die Wölbung ist etwas verringert, aber trotzdem noch zweifelsohne vorhanden. Je nach Handgröße sind somit auch weiterhin sowohl Claw- ("Klaue") als auch Palm- ("Handfläche") als auch Fingertip-Haltungen der Maus ("Fingerkuppe") möglich.

Von rechts: Logitech MK470, Orochi V2, "Tecknet" und Logitech MX518
Von rechts: Logitech MK470, Orochi V2, "Tecknet" und Logitech MX518
Mögliche Handhaltungen (Bildquelle: Razer)
Mögliche Handhaltungen (Bildquelle: Razer)

Durch das geringe Gewicht und die Teflon-Füße in Zusammenspiel mit der gleitfreudigen Oberfläche des Sphex V3 reagiert die Maus recht sensibel auf Bewegungen. Überhaupt sind Maus und Pad zusammen extrem gleitfreudig, quasi Marke Schlittschuh laufen, was womöglich in Spielen einen Geschwindigkeitsvorteil darstellen kann, sofern man die sensiblen Bewegungen zu kontrollieren weiß. Die Wahl einer etwas schwereren AA-Batterie macht das Gesamtsystem womöglich etwas kontrollierbarer.

Der DPI-Schalter mit LED
Der DPI-Schalter mit LED

Vor dem Mausrad befindet sich noch ein DPI-Schalter, mit dem man schnell zwischen den verschiedenen Abtastraten hin- und herschalten kann. Die Standardeinstellung bietet einen recht guten Kompromiss aus Empfindlichkeit und Kontrolle, mit einer leichten Tendenz hin zur Empfindlichkeit. Die zwei Modi darüber sind schon arg schnell, die zwei Modi darunter etwas langsam, insbesondere für Ultra-Wide-Monitore. Eine kleine LED am DPI-Schalter leuchtet je nach gewähltem Modus in einer anderen Farbe, wobei sie sich jedoch kurz nach dem Anwählen wieder abschaltet, um Energie zu sparen.

Praxiserfahrung

Die Verbindung via Bluetooth klappt hervorragend und schnell. Die Orochi V2 wird sehr schnell gefunden und verbunden. Gleiches gilt für die Funkverbindung, welche sogar noch schneller funktioniert. Verbindungsabbrüche kamen im Test glücklicherweise nicht vor, alles lief stabil.

Nach einiger Benutzerzeit, vermutlich nach einem Neustart, meldet sich die Razer-Gaming-Software zu Worte, vermutlich wurde sie über Windows Update heruntergeladen, und möchte installiert werden. Sie bietet die Möglichkeit alle 5 Tasten (2 Daumentasten, 1 Mausradtaste) manuell zu belegen, Makros anzulegen und die DPI-Settings zu konfigurieren. Aber auch ohne die Software funktioniert die Maus sehr gut.

Razer-Software meldet sich ungefragt
Razer-Software meldet sich ungefragt
Makros, Tasten und DPI lassen sich konfigurieren
Makros, Tasten und DPI lassen sich konfigurieren

Ich halte die Maus im "Fingertip"-Stil, durch das niedrige Gewicht und die hervorragenden Gleiteigenschaften auf dem Sphex V3 ist die Kontrolle damit aber in manchen Situationen schwierig, einige seltene Male habe ich mich verklickt. Der "Palm"-Stil sorgt für etwas mehr Kontrolle, da die erhöhte Handreibung die schnellen Mausbewegungen etwas ausbremst, alternativ lassen sich über die Razer Gaming Software die DPI-Einstellungen noch anpassen. 

Noch mehr Kontrolle mit dem Grip Tape von Razer (rund 12 Euro)
Noch mehr Kontrolle mit dem Grip Tape von Razer (rund 12 Euro)
Beklebte Orochi V2
Beklebte Orochi V2

Die Maus ist insgesamt sehr gut zu bedienen, Ermüdungserscheinungen habe ich nicht an mir beobachten können, obwohl ich bisher eine deutlich größere Maus in Form des Klassikers MX518 verwendet habe. 

2,4 GHz oder BLE (Bildquelle: Razer)
2,4 GHz oder BLE (Bildquelle: Razer)

Beim Gaming mit der Maus fällt jedoch auf, dass Bewegungen damit im Bluetooth-Modus etwas "ruckelig" übertragen werden, unabhängig vom gewählten DPI-Modus. Das integrierte Mauspad des Laptops führte zu deutlich flüssigeren Bewegungen der Spielfigur in Witcher 3, was besonders deutlich am Horizont zu sehen war. Wird die Maus anstelle von Bluetooth via Funkadapter verbunden, wirken die Bewegungen in Witcher 3 etwas flüssiger.

Ansonsten sind mit der Maus auch schnelle und trotzdem genaue Bewegungen in Shootern wie Doom problemlos möglich, hier habe ich die DPI etwas heruntergeregelt, Experten können die Maus aber auch auf höheren DPI noch beherrschen und dadurch extrem schnelle Drehungen und mehr vollführen. 

Die mechanischen Clicktasten überzeugen mit einem tollen Feedback und einem Druckweg, der genau richtig ist, also weder zu lang und weich noch zu hart und kurz, auch für schnelle Games.

Durch ihr geringes Gewicht und die Größe macht sie aber gerade unterwegs eine gute Figur. Der Funkadapter steckt stets in der Maus und wenn man ihn doch vergisst, dann schaltet man eben auf Bluetooth um. Auch abseits des Sphex-V3-Mauspads verliert die Orochi nicht die Orientierung, der Sensor ließt auch auf Untergründe aus Holz oder gar Metall zuverlässig die Position ab. 

Wiegt unter 60 g (Bildquelle: Razer)
Wiegt unter 60 g (Bildquelle: Razer)
Klein und leicht für unterwegs (Bildquelle: Razer)
Klein und leicht für unterwegs (Bildquelle: Razer)

Als stationäre Maus am PC habe ich des Öfteren vergessen sie nach der Benutzung wieder auszuschalten. Das ist aber kein großes Problem, denn sie geht selbstständig nach einer gewissen Zeit in den Standby. Im Bluetooth-Modus dauerte s dann ein paar Sekunden, bis sie wieder voll da und aufgewacht ist. Der Hersteller wirbt zudem mit einer langen Laufzeit von bis zu 950 Stunden, im Funkmodus (2,4 GHz) sollen bis zu 425 Stunden drins ein.

Fazit

Razer Orochi V2, zur Verfügung gestellt von Razer
Razer Orochi V2, zur Verfügung gestellt von Razer

Die Razer Orochi V2 ist eine besonders leichte, kabellose Maus, welche vorrangig für unterwegs konzipiert ist, aber auch auf dem heimischen Schreibtisch eine gute Figur abgibt. Besonders gut gefällt mir die große Konfigurierbarkeit, fast alle Aspekte sind anpassbar: Nutzer haben die Wahl zwischen Bluetooth oder Funk, man kann die Maus wahlweise mit einer AA- oder auch einer AAA-Batterie betreiben, die Tasten sind voll konfigurierbar, die DPI ebenfalls und es gibt auch noch Custom-Skins, welche man sich auf der Webseite selber individualisieren kann.

Neben diesen vielfältigen Wahlmöglichkeiten überzeugt aber auch die Hardware: Die mechanischen Clicktasten haben genau den richtigen Druckpunkt und ein sehr gutes Feedback, der Sensor liest zuverlässig auf verschiedenen Oberflächen, die Teflon-Füße lassen den kleinen Nager problemlos darüber hinweggleiten, vor allem im Zusammenspiel mit einem guten Mauspad wie dem Sphex V3.

Das besonders niedrige Gewicht ist gut für die Mobilität, kann für manche Nutzer aber zunächst etwas ungewohnt und schwerer kontrollierbar sein. Lässt man den PC nur 5 Minuten in Ruhe, braucht die Maus so einige Sekunden, um wieder aufzuwachen, das kann einerseits etwas nerven, verhindert andererseits aber einen zu hohen Energieverbrauch. Der größte Minuspunkt aber dürfte ihr Preis sein: Rund 80 Euro für die mobile Bluetooth-Maus oder gar 99 Euro für eines der Custom-Modelle sind schon krass. Das ist mehr als so manche, ebenfalls hochwertige, stationäre Maus kostet, hier muss jeder selbst entscheiden, ob ein Kauf infrage kommt.

Die Razer Orochi V2 ist eine tolle, super leichte Maus mit vielen Wahl- und Konfigurationsmöglichkeiten. Sie ist aber auch sehr teuer.

Disclaimer: Die getesteten Produkte wurden uns von Razer kostenlos zur Verfügung gestellt, daran waren aber keinerlei Bedingungen geknüpft, die Resultate des Tests wurden davon nicht beeinflusst.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 27.04.2021 (Update: 28.04.2021)