Unreal Engine 6 offiziell enthüllt: Grafik-Upgrades für Rocket League und weitere Spiele

Vor rund zwei Stunden hat ein überraschender Teaser-Trailer beim Rocket League Championship Series 2026 Paris Major enthüllt, dass Rocket League eine Überarbeitung auf Basis der Unreal Engine 6 erhalten soll. Ob es sich bei der neuen Version des Spiels lediglich um ein Grafik-Update, eine Neuveröffentlichung oder eine Art Nachfolger handelt, ist zum Zeitpunkt der Erstellung unklar. Die Enthüllung hat jedoch viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da sie zugleich den ersten Blick auf die grafischen Fähigkeiten der Unreal Engine 6 bietet.
High-End-Raytracing und eine hohe Grafikqualität stehen im kurzen Teaser-Trailer im Mittelpunkt. Zu sehen ist In-Engine-Material eines Rocket-League-Fahrzeugs, das mit einem typischen Sprung durch das Stadion fliegt. Außerdem gibt es einen Blick auf verschiedene Fahrzeug-Presets in der Garage. Die Garage-Presets wechseln zwischen verschiedenen Lackierungen, Oberflächen und Felgen des Fahrzeugs, bevor der Trailer zu einer Titelkarte und dem neuen Logo der Unreal Engine 6 übergeht.
Leider sind die Details zu dieser Grafik-Enthüllung der Unreal Engine 6 eher spärlich, optisch macht die neue Engine aber durchaus einen beeindruckenden Eindruck. Zuletzt hat es zur Unreal Engine 6 geheißen, dass die Engine endlich Multi-Threading umfassend unterstützen soll, statt wie frühere Versionen der Engine auf Single-Core-Berechnungen zu setzen. Diese Information klingt vielversprechend und dürfte bedeuten, dass die Unreal Engine 6 bei ähnlicher Grafikqualität wie die Unreal Engine 5 eine bessere Performance bieten kann, zumindest in CPU-limitierten Szenarien. Da Echtzeit-Raytracing neben der GPU auch die CPU stark belasten kann, dürfte eine saubere Multi-Threading-Unterstützung einen großen Unterschied machen.
Darüber hinaus soll die Unreal Engine 6 die Programmiersprache Verse einführen, die derzeit nur im Unreal Editor für Fortnite verfügbar ist. Wie groß der tatsächliche Einfluss ausfallen wird, bleibt abzuwarten, zumindest dürfte der Einstieg in die Indie-Entwicklung damit benutzerfreundlicher werden als bei aktuellen Unreal-Engine-Projekten.
Zum Schluss lässt sich der offensichtliche Punkt nicht ignorieren: Die Unreal Engine 5 ist bislang stark für ihre schwache Performance kritisiert worden, wobei Ausnahmen wie ARC Raiders sogar auf zentrale neue Funktionen der Engine wie Nanite verzichtet haben, um dieser Kritik zu entgehen. Derzeit lässt sich schwer einschätzen, ob die neuen Funktionen der Unreal Engine 6 die Performance oder die maximale Grafikqualität im Vergleich zur Unreal Engine 5 spürbar verbessern werden. Die weite Verbreitung der Unreal Engine dürfte aber sicherstellen, dass neue Spiele auf die neuere Engine von Epic umsteigen. Es bleibt zu hoffen, dass die UE6 eher wie die branchenprägenden UE3 und UE4 aufgenommen wird und nicht wie die UE5 in der Kritik steht, doch das wird erst die Zeit zeigen.
Quelle(n)
Psyonix




