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Unternehmen fahren KI-Nutzung wegen hoher Kosten zurück

KI-Tokens sind Zeichen, Wörter und Ähnliches in Prompts, wobei komplexe Prompts oder ein hohes Prompt-Volumen die Token-Nutzung deutlich erhöhen
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KI-Tokens sind Zeichen, Wörter und Ähnliches in Prompts, wobei komplexe Prompts oder ein hohes Prompt-Volumen die Token-Nutzung deutlich erhöhen
Große amerikanische Technik-Konzerne haben schnell umgeschwenkt, von der Förderung des "Tokenmaxxing" hin zu dessen Einschränkung, da das massenhafte Verbrennen von AI-Tokens teurer wird als reguläre Mitarbeiter.

Vor nicht allzu langer Zeit haben zahlreiche Schlagzeilen behauptet, dass Führungskräfte einen möglichst intensiven Einsatz von KI fordern, um die Produktivität trotz Stellenkürzungen zu steigern. Das bekannteste Beispiel für diese Denkweise stammt von Nvidia-CEO Jensen Huang. Er hat erklärt, er wäre zutiefst beunruhigt, wenn Nvidia-Ingenieure nicht die Hälfte ihres 500.000 US-Dollar hohen Gehalts in KI-Tokens investieren würden, um ihre Arbeit zu erledigen. Er ist sogar so weit gegangen, dies mit einem Chipdesigner zu vergleichen, der Papier und Bleistift statt CAD nutzt.

In der Realität hat sich herausgestellt, dass dies eine extrem teure Art ist, ein Unternehmen zu führen, selbst wenn Mitarbeiter entlassen werden, um die Kosten zu finanzieren. Megakonzerne wie Microsoft, Uber, Meta und Amazon schränken die Auswüchse des sogenannten "Tokenmaxxing" inzwischen ein. Microsoft hat die meisten seiner Claude-Code-Lizenzen gekündigt, während Ubers Betriebschef Andrew Macdonald erklärt hat, KI-Ausgaben seien "immer schwerer zu rechtfertigen". Meta und Amazon haben dagegen nicht ausdrücklich gesagt, dass KI zu teuer sei oder dass sie die Nutzung einschränken. Nach Leaks interner Ranglisten zur KI-Token-Nutzung sind diese Ranglisten jedoch entfernt worden. Das deutet darauf hin, dass Tokenmaxxing in diesen Unternehmen nicht mehr gefördert wird.

Dabei geht es nicht nur um Big Tech. Laut Gizmodo hat ein anonymer KI-Berater Axios mitgeteilt, dass einer seiner Kunden in einem einzigen Monat versehentlich eine halbe Milliarde US-Dollar ausgegeben hat, weil die Claude-Nutzung der Mitarbeiter nicht begrenzt worden ist. Auch zur Frage, ob KI die Produktivität tatsächlich steigert, gibt es bestenfalls gemischte Berichte. Ein Bericht von OpenAI spricht lediglich von Produktivitätszuwächsen von "einer Stunde pro Tag", während eine MIT-Studie zu 350 öffentlichen Implementierungen gezeigt hat, dass 95 Prozent davon keinen Gewinn erzielen oder ihre Leistungsziele nicht erreichen.

Das markiert eine interessante Wende in der Diskussion über KI im Unternehmensumfeld. Zugleich widerspricht diese Entwicklung deutlich den Aussagen jener Befürworter, die von der Einführung der Technologie profitieren, während bestehende Arbeitsplätze unter Druck geraten. Gerade auf Unternehmensebene ist KI nicht kostenlos.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Unternehmen fahren KI-Nutzung wegen hoher Kosten zurück
Autor: Christopher Harper,  1.06.2026 (Update:  1.06.2026)