Vom Einsteiger bis zum Viel-Läufer: Das verraten Garmin-Daten wirklich

Garmin zeigt in zwei aktuellen Reports Daten zum Verhalten der eigenen Nutzer in Bezug auf den Lauf- und den Radsport. Wir wollen an dieser Stelle gleich auf eine Besonderheit dieser Statistiken hinweisen: Es handelt sich natürlich nicht um Daten von allen Läufern und Radfahrern, sondern nur um solche, die Garmin-Geräte nutzen. Im Vergleich zur Grundgesamtheit in Form der ganzen Bevölkerung gehen wir - ohne, dass wir dies ganz konkret beweisen könnten - davon aus, dass die Statistik in Richtung leistungsstärkerer Sportler verzerrt ist. So bedient Garmin zwar auch absolute Sport-Einsteiger wie mit den neuen Forerunner-Modellen (bei Amazon), aber Nutzer, die Garmin Connect nutzen beziehungsweise überhaupt tracken, dürften im Mittel schon etwas sportlicher sein.
Die Laufstatistik zeigt dabei, dass 40 Prozent aller erfassten Läufer im Durchschnitt zwischen rund 9,6 und 16,1 Kilometern in der Woche laufen. Bis 32 Kilometer in der Woche laufen dann weitere 28 Prozent, das wäre etwa ein relativ typischer Laufumfang für die Vorbereitung auf einen Halbmarathon. Mehr als 50 Kilometer laufen dann nur noch 3 Prozent der Käufer. Interessant und möglicherweise ein wenig demotivierend könnte je nach eigenem Trainingsstandard die altersabhängige Aufschlüsselung der wohlgemerkt durchschnittlichen Geschwindigkeit (Pace) sein. Männliche Läufer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren spulen so den Kilometer in durchschnittlich 5,49 Minuten ab. Diese Angabe umfasst eben alle und damit auch potenziell bewusst langsamere Laufeinheiten. Läufer in einem Alter über 70 Jahre bringen es auf durchschnittlich 6:48 min/km. Durchschnittlich sind Läufer in Irland, Portugal und Italien besonders schnell.
Die Statistik zeigt auch relativ eindrucksvoll den erwartbaren Zusammenhang zwischen Ruheherzfrequenz und Trainingsstatus beziehungsweise Ausdauerleistung, welche dort als Laufumfang ausgedrückt wird. So schlägt das Herz von Nicht-Läufern in Ruhe mit durchschnittlich 62 Schlägen in der Minute und sinkt dann schon bei geringerer Laufaktivität auf 59 Schläge in der Minute. Nutzer, die mehr als 50 Kilometer in der Woche laufen, bringen es durchschnittlich auf 55 Schläge. Ebenfalls interessant: Der Anteil an Hybridathleten oder zumindest an Personen, die Kraft- und Ausdauertraining kombinieren, ist im Vorjahresvergleich um 23 Prozent gestiegen - was aus sportlicher Sicht auch schlicht Sinn macht.
Quelle(n)
Garmin, Bildquelle: Marcus Herbrich, Notebookcheck










