Garmin ausgetrickst: Externe Sensoren können Daten an Smartwatches senden

Der Hersteller Garmin bietet ein umfangreiches Ökosystem. Dieses ist nicht komplett offen, auch wenn es gewisse Schritte der Öffnung gibt. Beispielsweise lassen sich aber nicht beliebige Sensoren mit einer Garmin-Smartwatch zur Anzeige etwa von Werten zur Laufeffizienz auf der Uhr koppeln. Für Endkunden mag dies natürlich weniger relevant sein, für Maker möglicherweise schon.
Einem Programmierer ist es nun gelungen, mithilfe eines ESP32- beziehungsweise nRF52832-Chips Werte auf eine Garmin Fenix (bei Amazon) zu senden, welche von der Fenix-Smartwatch als nativ erkannt worden sind. Konkret handelt es sich dabei um Werte zur Lauffeffizienz, also zur Bodenkontaktzeit und der vertikalen Oszillation. Genutzt wurden dabei Beispieldaten und nicht etwa durch einen vollständigen DIY-Sensor tatsächlich erfasste Daten.
Sowohl der ausführliche Reddit-Beitrag als auch die beiden Blogeinträge sind durchaus lesenswert, da sie auch erklären, wie der Entwicklerprozess ablief. So nutzte Sam Dumont Claude als Hilfsmittel und benötigte diese Hilfe eigenen Angaben zufolge auch, da er sich weder mit Bluetooth Low Energy noch mit dem Reverse Engineering ausreichend genug auskennt - gleichwohl kennt er allerdings die Garmin-Plattform und auch ihre Macken seit 2020. Der Beitrag zeigt, wie sich Claude offenbar sinnvoll zur Programmierung nutzen lässt, nämlich auch als Sparringspartner und damit wie ein technisch versierter Kollege, der eigenen Ideen kritisch hinterfragt und möglicherweise neue Ansätze liefern kann. Ganz ohne technisches Verständnis geht es Dumon zufolge aber nicht.
Unklar ist aktuell natürlich noch völlig, inwieweit dieses Projekt von anderen Entwicklern aufgegriffen wird. Perspektivisch könnte das von Sam Dumont auch über GitHub geteilte Projekt durchaus Möglichkeiten für weitere Maker eröffnen.
Quelle(n)
Reddit, Dropbars, Bildquelle: Marcus Herbrich, Notebookcheck











