"Wunder-Batterie" von Donut Lab soll herkömmlicher Lithium-Akku sein

Das finnische Startup Donut Lab wurde im August 2024 gegründet, und konnte nach der CES 2026 bereits eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar aufweisen. Der Konzern konnte bisher rund 25 Millionen US-Dollar an Investments generieren, die größtenteils von Kleinanlegern stammen. Über die vergangenen Monate wurde bereits mehrfach an der Wunder-Batterie gezweifelt, denn die beworbenen Spezifikationen wirken einfach zu gut, um wahr zu sein.
Donut Lab verspricht eine Energiedichte von 400 Wh pro Kilogramm, eine Lebensdauer von über 100.000 Ladezyklen, eine Ladung von 0 auf 80 Prozent in 5 Minuten und dabei sogar noch geringere Kosten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien. Eine Recherche vom YouTube-Kanal Ziroth enthüllt zahlreiche weitere Indizien darauf, dass die "Wunder-Batterie" eine Mogelpackung ist. Denn das Marketing soll fast durchwegs falsch oder irreführend sein. Beispielsweise wird der Akku von Donut Lab in keinem seriengefertigten Motorrad verbaut, obwohl die Webseite des Herstellers das nach wie vor behauptet.
Besonders vernichtend ist aber, dass die Reportage von Ziroth über 20 unabhängige Experten konsultiert hat, darunter Julian Zanau vom Fraunhofer Institut, und alle sind zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei der Festkörperbatterie von Donut Lab tatsächlich nur um einen herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku handelt. Denn sowohl die Spannungskurve als auch die physischen Veränderungen im Akku, wenn dieser zwischen 50 und 70 Prozent geladen ist, stimmen exakt mit einer Li-Ion-Batterie überein.
Tests sollen darüber hinaus gezeigt haben, dass die Energiedichte nicht wie beworben bei 400 Wh / kg liegt, sondern nur bei 298 Wh / kg, wie man das von einer Lithium-Batterie mit Kohlenstoff-Anteil erwarten würde. Wie genau die Batterie von Donut Lab aufgebaut ist, wird sich erst zeigen, wenn diese ausgeliefert wird. Derzeit deuten aber viele Indizien darauf, dass das Marketing des Herstellers nicht gänzlich akkurat ist.








