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Warum MediaTek ein viertes G99-Modell auf den Markt bringen musste

Der Helio G99+ ist im Grunde ein G99 mit schnellerem Speicher – das steckt hinter dem neuen Chip
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Der Helio G99+ ist im Grunde ein G99 mit schnellerem Speicher – das steckt hinter dem neuen Chip
MediaTeks neuer Helio G99+ übernimmt CPU, GPU und den TSMC-N6-Fertigungsprozess des ursprünglichen G99. Neu hinzu kommt hingegen die Unterstützung für LPDDR5X-Speicher, da Samsung und andere DRAM-Hersteller die Produktion von LPDDR4X zunehmend einstellen.

MediaTek hat auf seiner Website einen „neuen“ Helio G99+ gelistet. Die einzige nennenswerte Neuerung gegenüber dem ursprünglichen Helio G99 ist die Unterstützung für schnelleren Arbeitsspeicher. Beide Chips werden im 6-nm-Verfahren von TSMC (N6) gefertigt und verfügen über denselben CPU-Aufbau mit zwei Arm Cortex-A76 mit bis zu 2,2 GHz und sechs Cortex-A55 mit bis zu 2,0 GHz sowie dieselbe Arm Mali-G57-MC2-GPU. Der G99+ unterstützt allerdings LPDDR5X-Speicher mit bis zu 5.500 MT/s, während der ursprüngliche G99 auf LPDDR4X beschränkt ist. Auch bei den übrigen Spezifikationen gibt es offenbar keine Änderungen: Beide Chips unterstützen UFS-2.2-Speicher, Hauptkameras mit bis zu 108 MP sowie ein Cat.-13-4G-Modem mit Dual-VoLTE.

Der „neue“ Helio G99+, wie er auf der MediaTek-Website aufgeführt wird

Warum also eine neue SKU für eine derart geringfügige Änderung? Der Grund dürfte in der zunehmend knappen Verfügbarkeit von LPDDR4X-Speicher liegen. Samsung bestätigte bereits im April 2026, keine neuen Bestellungen für LPDDR4 und LPDDR4X mehr anzunehmen. Die verbleibenden Aufträge sollten ursprünglich bis Ende 2026 abgearbeitet werden, bevor die Produktionslinien Anfang 2027 auf neuere Fertigungstechnologien umgestellt werden. Berichte vom Mai deuteten allerdings darauf hin, dass Samsung diesen Übergang vorzeitig abgeschlossen haben könnte. Da LPDDR4X damit branchenweit zunehmend schwerer verfügbar wird, ist der Wechsel auf LPDDR5X weniger als klassisches Upgrade denn als notwendige Anpassung zu verstehen, um die G99-Plattform weiterhin anbieten zu können.

Der G99+ ist bereits der vierte SoC, den MediaTek seit der Einführung des ursprünglichen G99 im Mai 2022 auf derselben grundlegenden Plattform entwickelt hat. Der im August 2024 angekündigte Helio G100 behielt die CPU- und GPU-Konfiguration des G99 bei, ergänzte jedoch die Unterstützung für 200-MP-Hauptkamerasensoren und Bluetooth 5.4. Im Mai 2025 folgte der Helio G200, der ebenfalls auf demselben CPU-Cluster basierte, die GPU jedoch moderat auf 1,1 GHz höher takten konnte. Auch hier blieb die grundlegende Plattform weitgehend unverändert.

Damit hat MediaTek inzwischen vier Produktvarianten auf Basis desselben grundlegenden Chipdesigns im Portfolio: den G99 (2022), den G100 (2024) mit Kamera- und Konnektivitätsverbesserungen, den G200 (2025) mit höherem GPU-Takt sowie weiteren Kamera- und Konnektivitätsfunktionen und nun den G99+ (2026) mit Unterstützung für LPDDR5X. Die Strategie ermöglicht es MediaTek, eine bestehende Plattform mit vergleichsweise geringem Aufwand an veränderte Marktanforderungen anzupassen.

Die Entwicklung einer neuen Variante auf Basis eines bestehenden Designs kann zudem Entwicklungs- und Validierungskosten reduzieren, da große Teile der bestehenden IP wiederverwendet werden können. Beim G99+ dürften insbesondere der Speichercontroller und die zugehörige PHY-Implementierung im Mittelpunkt der Anpassungen stehen. Vor diesem Hintergrund wären weitere Varianten wie ein G100+ oder G200+ mit LPDDR5X-Unterstützung nicht überraschend.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Warum MediaTek ein viertes G99-Modell auf den Markt bringen musste
Autor: Bùi Giang,  7.09.2026 (Update:  7.09.2026)