Warum Samsungs neues Ultra-Smartphone seinen Namen nicht verdient hat

Das neue Premium-Fold von Samsung trägt zwar erstmals den Zusatz „Ultra“ in der Bezeichnung, welcher eine maximale Ausstattung und echte Highend‑Ambitionen verspricht, doch genau dieses Versprechen bleibt an mehreren Stellen aus.
Mit dem Galaxy Z Fold 8 Ultra definiert der Hersteller zwar die absolute Speerspitze der Foldable-Technologie innerhalb der Z-Reihe und baut mit Blick auf die Konkurrenz ein klasse Falt-Handy, doch trotz des hohen Preises (UVP startet ab 2.199 Euro, u.a. bei Amazon.de) verfehlt das faltbare Flaggschiff in der Praxis den „Ultra“-Anspruch im direkten Vergleich mit der hauseigenen Smartphone-Elite, dem S26 Ultra.
Unser wohl größter Kritikpunkt betrifft die fehlende Stiftbedienung. Dass ein Smartphone mit einem extra großen 8‑Zoll‑Display, welches sich klar an produktive Nutzer richtet, keine S‑Pen‑Unterstützung bietet, ist aus unserer Sicht unverständlich. Denn damit fehlt ein zentrales Merkmal, das ein Ultra‑Modell von Samsung nunmehr seit Jahren auszeichnet und das gerade bei diesem Formfaktor essenziell wäre. Anstatt den Nachfolger des Fold7 etwas dünner zumachen, hätte Samsung eher die Digitizer-Schicht wieder in den Bildschirm integrieren sollen.
Warum kommt das Galaxy Fold 8 Ultra ohne Corning Gorilla Armor 2?
Unser Blick auf das kleinere Außendisplay des Fold8 Ultra offenbart ebenfalls einen Kompromiss. Beim Außendisplay setzt Samsung zwar auf das neue Corning Gorilla Glass Ceramic 3, allerdings ist dieses nicht mattiert und spiegelt stark. Nur das Innendisplay, mit der neuen Spezialfolie, ist leicht entspiegelt. Dem Außendisplay fehlt die Antireflexionsbeschichtung des Galaxy S26 Ultra samt Corning Gorilla Armor 2.
Für ein Ultra-Fold wäre ein staubdichtes Gehäuse nach IP68 wünschenswert gewesen
Trotz des neuen Titan‑Scharniers erreicht das Fold8 Ultra nur ein IP48-Rating und bleibt damit weiterhin anfällig für kleine Staubpartikel. Für ein Ultra‑Modell wäre hier ein staubdichtes Gehäuse wünschenswert gewesen, um keine Kompromisse bei der Nutzung eingehen zu müssen, bespielweise am Strand.
Ein weiterer Nachteil für Fold-Nutzer im Alltag ergibt sich beim Kameramodul auf der Rückseite. Denn im direkten Vergleich zum Galaxy S26 Ultra fehlt beim Zoomen das zweite Teleobjektiv. Gerade bei einer hohen Vergrößerung schwächelt damit das Fold 8 Ultra. An einem Platzmangel kann es bei der Größe des Kameramoduls eigentlich nicht gelegen haben, denn dieses ist riesig und sorgt dafür, dass das Fold-Smartphone sehr instabil auf flachen Oberflächen liegt.
Warun das Galaxy Z Fold8 Ultra dennoch ein richtig gutes Falt-Handy geworden ist, lesen Sie in unserem Testbericht.
Quelle(n)
Test Galaxy Fold8 Ultra








