Mit dem bevorstehenden Ende des Lebenszyklus von Windows 10 im Herbst 2025 stehen zahlreiche Anwender vor der Umstellung auf Windows 11. Offiziell ist TPM 2.0 als Mindestvoraussetzung vorgeschrieben, um Sicherheitsfunktionen wie Geräteverschlüsselung und Windows Hello zu gewährleisten. Dennoch mehren sich Berichte, dass Windows 11-Updates auch auf älteren Systemen ohne TPM 2.0 angeboten werden.
Plötzliches Update auf älteren Systemen
Laut dem PC-Blog BornCity von Günther Born erhalten sowohl private als auch gewerbliche Anwender Upgrade-Angebote auf Windows 11 24H2, selbst wenn TPM 2.0 im UEFI deaktiviert wurde. Beispielsweise erhielt ein Nutzer eines Lenovo IdeaPad S145-15IWL die Upgrade-Aufforderung, obwohl TPM 2.0 ausgeschaltet war. Bereits im März 2025 hatten Firmenadministrator:innen berichtet, dass Windows 10-Rechner ohne Zustimmung auf Windows 11 24H2 umgestellt wurden, obwohl ein WSUS zur Updateverwaltung eingesetzt wurde.
Bedeutung von TPM 2.0
TPM 2.0 ist ein dedizierter Sicherheitschip, der kryptografische Funktionen bereitstellt und zentrale Systemprozesse schützt. Microsoft betrachtet TPM 2.0 als essenziell für eine sichere Nutzung von Windows 11. Die nun beobachteten Upgrade-Angebote auf älteren Modellen ohne TPM könnten daher Sicherheitsrisiken bergen.
Systemfehler oder Absicht?
Offizielle Angaben von Microsoft liegen bislang nicht vor. Die unerwarteten Upgrade-Aufforderungen könnten auf einen Bug im Updateprozess zurückzuführen sein. Die offiziellen Systemanforderungen sind nach wie vor unverändert, sodass TPM 2.0 offiziell Pflicht bleibt.
Vorsicht bei Windows 11 ohne TPM 2.0
Ob Microsoft künftig die Systemanforderungen für Windows 11 lockert oder die aktuellen Beobachtungen lediglich temporäre Fehler widerspiegeln, bleibt abzuwarten. Anwender älterer Systeme sollten beachten, dass ein Upgrade auf Windows 11 ohne TPM 2.0 zwar möglich, aber nicht offiziell empfohlen ist.













