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Xiaomi Mi Electric Scooter Pro 2 AMG F1 Team Edition im Praxis-Test

Boxenstopp. Die in anderen Ländern bereits erhältliche Sonderedition des Mi Electric Scooter Pro 2 kommt im Herbst nach Deutschland. Wir hatten die globale Version, die sich von der deutschen im Wesentlichen durch eine höhere Geschwindigkeit unterscheidet, in einem Praxis-Test.
Inge Schwabe 👁,
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Spezifikationen

Rahmen Aluminium
Abmessungen geöffnet/geschlossen 1180 x 1130 x 430 mm / 490 x 1130 x 430 mm
Schutzklasse IP54
Nettogewicht 14,2 kg
Traglast 100 kg
Reichweite 45 km
Bremssystem (Deutschland: Doppelbremssystem) Vorderrad: E-ABS-Bremssystem mit Energierückgewinnung; Hinterradbremse: gelochte Bremsscheibe
Bereifung Luftreifen
Reifengröße 8,5 Zoll (21,6 cm)
Geschwindigkeit bis 20 km/h (globale Version: 25 km/h)
Nennleistung 300 W
max. Leistung 600 W
max. Steigung 20 %
Akku Lithium-Ion; 12400 mAh, 474 Wh
Gewicht Netzteil 3 kg
Beleuchtung Vorder- und Rücklicht
Frontscheinwerfer 2 W
Reflektoren vorne, seitlich, Reflektor am Rücklicht
Lieferumfang Mi Electric Scooter Pro 2, Schrauben, T-Inbusschlüssel, Ersatzreifen, Ventilaufsatzverlängerung, Netzteil, Begleitdokumentation
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Ausstattung – Scooter mit Doppelbremssystem

Der Mi Electric Scooter Pro 2 Mercedes-AMG Petronas F1 Team Edition, so die Bezeichnung in voller Länge, ist eine Special-Edition des Mi Electric Scooter Pro 2, der eine deutsche Straßenzulassung hat und schon eine Weile auf dem Markt ist. Anders als der besitzt die von Xiaomi zur Verfügung gestellte globale Version der AMG-Edition nur einen Bremszug und erreicht bis zu 25 km/h – 5 km/h mehr als in Deutschland für "Elektrokleinstfahrzeuge" zugelassen. Wie uns Xiaomi versicherte, wird die ab Herbst erhältliche Version hierzulande ebenfalls 2 Bremsen und die deutsche Straßenzulassung erhalten.

Die regelt in Deutschland die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge. Sie gilt für elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge mit einer Lenk- oder Haltestange und einer maximalen Fahrzeugmasse von 55 kg ohne Fahrer. Elektrokleinstfahrzeuge fahren mindestens 6 km/h und maximal 20 km/h und unterliegen einer Leistungsbegrenzung auf 500 W respektive auf 1,4 kW bei selbstbalancierenden Fahrzeugen, die sich mit einer integrierten elektronischen Balance-, Antriebs-, Lenk- und Verzögerungstechnik eigenständig aufrecht halten, wie beispielsweise Segways.

Der Verordnung nach nutzen sie nach Möglichkeit Radwege, Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen, und befahren die Straße nur, wenn diese fehlen. Wie Radfahrer dürfen sie bei entsprechender Beschilderung Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung befahren; zudem gibt das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ die Nutzung entsprechender Wege frei.

Im Lieferumfang sind neben dem Scooter das Ladegerät, ein Imbusschlüssel für den Zusammenbau und ein Ersatzrad, der aus Luftschlauch und Mantel besteht, die über eine der beiden Felgen gezogen werden. Die Montage betrifft im Grunde lediglich den Lenker, der für den Versandt nicht fest mit der Lenkstange verbunden ist. Die Höhe der Lenkstange ab dem Trittbrett liegt mit 99 cm knapp unter einem Meter und lässt sich nicht verstellen. Neben der bereits erwähnten Bremse sind am Lenker eine Klingel und die Steuereinheit mit Segmentanzeige befestigt. An deren Frontseite sitzt ein Licht, ein weiteres am Schutzblech des Hinterreifens. Vorne, hinten und an beiden Seiten des Hinterrads sitzen Reflektoren.

Inbetriebnahme – Über App Mi Home

Auch wenn man das Smartphone zum Fahren nicht benötigt, installiert man als nächstes die zugehörige App. Erst dann fährt der Scooter schneller als 10 km/h. Zudem lässt sich nur über die App eine Wegfahrsperre aktivieren. Verbindet man den Scooter über Bluetooth mit der App Mi Home aus Googles Play-Store respektive mit der App Xiaomi Home für das iPhone, muss man zunächst ein Konto einrichten, sofern man nicht bereits einen Mi-Account hat. Alternativ meldet man sich mit seinem Facebook-Konto an oder auf dem iPhone mit der Apple ID.

Die App zeigt die prozentuale Restkapazität an und ermittelt die in etwa verbleibende Reichweite. Zu den über die App möglichen Einstellungen zählt unter anderem, das Rücklicht immer eingeschaltet zu lassen.

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Ein Schalter der Steuereinheit schaltet den Roller ein. Drückt man den Knopf ein zweites Mal, geht das Frontlicht an. Beim Fahren zeigt das Display unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit und visualisiert mit vier Balken den Ladezustand des Akkus. 

Im Stehen zeigt der Antriebsschalter keine Wirkung, erst bei etwa 5 km/h, die man bereits erreicht, wenn man sich mit dem zweiten Bein in Bewegung bringt. Das Handling ist einfach: Der Schalter reguliert die Geschwindigkeit stufenlos, so dass man leicht wenden und langsam durch eine Fahrsperre rollen kann. Niedrige Geschwindigkeiten lassen sich jedoch schlechter regulieren und halten.

Durch zweimaliges Drücken des Ein-/Ausschalters lässt sich die maximale Geschwindigkeit des E-Scooters in drei Stufen begrenzen: Im Fußgängermodus, etwa in einem Park, rollt er mit gemütlichen 5 km/h vor sich hin. Im Standardmodus fährt er bis 15 km/h schnell und im Sportmodus bis 20 km/h (das Testgerät bis 25 km/h). Wenn man in den Einstellungen die Geschwindigkeitsregulierung aktiviert, behält der Scooter eine Geschwindigkeit bei, wenn man sie etwa 5 Sekunden lang nicht verändert, so dass man den Schalter dann los lassen kann. Erneutes Antippen oder Ziehen der Bremse deaktiviert sie. 

Bei vollem Schub erreichte das Testgerät in der Ebene locker die maximal möglichen 25 km/h. Das empfanden auch Personen nahe dem Maximalgewicht von 100 kg so. Lässt man den Antriebsschalter los, setzt eine leichte Bremswirkung ein, etwa wie beim Auto die Motorbremse in einem niedrigen Gang. Im Praxistest sank dadurch sogar bei einem Gefälle von 12 % die Geschwindigkeit auf etwa 10 km/h und sorgte für ein gemütliches Bergabrollen. Auch sonst reichte zum Anhalten in den meisten Fällen, den Antriebsschalter los zu lassen, zumal der Scooter unangenehm scharf stoppt, wenn man stattdessen die Bremse zieht. Die Bremse selbst sollte man im Grunde nicht verändern; falls nötig, lässt sich die Bremsleitung aber verlängern oder kürzen. 

Bergauf kam der Scooter auf einem geteerten Weg auch bei einer Steigung von 12 % noch zügig voran. Zum Stehen brachten wir ihn bei gleicher Steigung erst auf einem geschotterten Feldweg – ein Terrain, das man mit einem Scooter im Normalfall wohl vermeiden wird. Als Spaßbremse erweisen sich allerdings auch schon Wirtschaftswege mit Schlaglöchern oder Teerflecken an den ausgebesserten Stellen. Trotz der Luftbereifung gibt sich der Xiaomi Scooter auf diesen Strecken hart, so dass man unwillkürlich leicht in die Knie geht, um die Stöße abzufedern. 

Transport und Aufbewahrung – In 3 Sekunden faltbar

Zu Hause parkt der Scooter mit Ständer entweder in der Garage oder einem geräumigen Flur. Wenn er zu viel Platz weg nimmt, oder um ihn die Treppe hoch zu tragen, kann man ihn zusammen klappen. Hierfür besitzt der Scooter nur ein zusätzliches Bauteil auf dem Schutzblech des Hinterreifens; als Gegenstück klinkt sich dort der gebogene Klingelschalter ein. 14 kg sind allerdings keine Kleinigkeit, die trägt man nicht gern länger durch die Gegend. 

Akku und Laufzeit – Mit Energie-Rückgewinnung

Xiaomi integriert in dem Scooter ein Energie-Rückgewinnungssystem, das einen Teil der kinetischen Energie beim Rollen ohne Motorleistung wieder dem Akku zuführt. Damit erreicht eine Person mit einem Körpergewicht von 75 kg mit 15 km/h bei Windstille auf ebener Strecke laut Hersteller eine Reisedistanz von 45 Kilometern. 

Im Praxistest musste der Scooter immer wieder den Hang hinauf und fuhr auf ebenen Strecken meistens mehr als 20 km/h. Bei einer Restkapazität von 10 % begann der letzte Balken der Ladeanzeige rot zu blinken. Den restlichen Kilometer hat er danach nicht mehr ganz geschafft, insbesondere kam er nicht mehr den Berg hinauf. Mit 3 % Restladung und einer vermeintlich verbleibenden Reichweite von 3,35 km ließ sich der Electric-Scooter den Rest des Weges nur noch schieben, auch als der Weg wieder flach wurde. Gemeistert hatte er bis dahin 28,49 km – oft schnell und oft bergauf.  

Ausgehend von einer Restkapazität von 3 % gewann der Akku in zwei Stunden wieder etwas mehr als die Hälfte der Ladung, die Reichweite entsprechend der oben angegebenen Bedingungen bezifferte die App mit 25 km. Nach 3,5 Stunden erreichte er 75 % (33,75 km) und war nach 5,5 Stunden wieder voll geladen.

Fazit

Testgerät zur Verfügung gestellt von Xiaomi
Testgerät zur Verfügung gestellt von Xiaomi

Ganz klar: Die 5 km/h, die der Scooter in der globalen Version schneller fährt, machen in der Praxis schon was aus. Doch auch bei 20 km/h, die sich dank der Geschwindigkeitsregelung für eine längere Distanz einfrieren ließen, macht das Rollern mit Xiaomis E-Scooter Spaß. Die Leistung gibt einem auch am Hang nicht das Gefühl, am Teer zu kleben, im Gegenteil. Die maximale Steigung lag im Praxistest zwar nicht bei 20 %, wie laut Xiaomi möglich, aber immerhin bei nicht geringen 12 %.

Der Mi Electric Scooter Pro 2 vermittelte im Praxistest stets das Gefühl, flott unterwegs zu sein. 

Wenig erbaulich war dagegen der Abschluss. Als die Akku-Anzeige bei 10 % Restladung anfing zu blinken, war nur noch etwa 1 km drin, wenngleich bei nahezu voller Fahrt. Aber wenn der Roller danach noch eine vermeintliche Restlaufleistung von mehr als 3 km ausweist, möchte man die gern auch noch fahren können. 

In der Praxis wird man es vermutlich nicht darauf ankommen lassen. Zudem sei an dieser Stelle wiederholt, dass wir den Roller hinsichtlich Steigung und Geschwindigkeit stets strapaziert haben – und dafür hat er seine Sache richtig gut gemacht. Auch Funktionen wie der Tempomat zum Halten oder Einbremsen der Geschwindigkeit gefielen in der Praxis gut. Preislich liegt der Mi Electric Scooter Pro 2 dafür allerdings mit deutlich über 500 Euro (529 Euro auf Amazon) ziemlich weit oben.

Preis und Verfügbarkeit

Der Preis für die Mercedes-AMG Petronas F1 Team Edition, die erst im Herbst nach Deutschland kommt, stand bis zum Ende des Praxistests noch nicht fest. Über Amazon bekommt man den E-Scooter in der Version des Testgeräts. Der Preis schwankte dort allerdings von Tag zu Tag, etwa zwischen 670 Euro am einen Tag und 760 Euro am Tag darauf. 

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Inge Schwabe
Inge Schwabe - Senior Tech Writer - 138 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2017
Mein Taschengeld verdiente ich mit der Ablage von Papierakten, mein erstes Gehalt mit ihrer Vernichtung: Seit Jahren begleite ich in großen und kleinen IT-Projekten die digitale Transformation. In zwei erfolgreich abgeschlossenen Studiengängen, Informatik und Technische Kommunikation, habe ich mein Fachwissen mit meiner Leidenschaft für das Schreiben verbunden und Beiträge für connect, c't, Mac & i und die Portale von Microsoft und Samsung geschrieben. Für Notebookcheck verlagere ich meinen Arbeitsplatz auch schon mal raus in die Natur, um Fitness-Tracker und Smartwatches nicht nur am Schreibtisch auf den Prüfstand zu bringen.
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Autor: Inge Schwabe, 20.08.2021 (Update: 20.08.2021)