Auf Reddit brodelt es: Im Thread „These RAM prices aren’t funny anymore, guys“ beklagen PC-Enthusiasten massive Preissteigerungen bei DDR5-Arbeitsspeicher. In den vergangenen Monaten war hier eine Preissteigerung von 30 bis 50 Prozent zu beobachten. So ist das G.Skill Trident Z5 Neo RGB 32GB-Kit (inklusive Versand rund 183 Euro bei Galaxus) laut Idealo beispielsweise von einem regulären Preis um die 120 auf rund 180 Euro gestiegen, was einem Preisanstieg von rund 50 Prozent entspricht.
In der Reddit-Community hat man für die sprunghafte Preissteigerung längst einen Schuldigen ausgemacht: den KI-Boom. KI-Rechenzentren sorgen für eine extrem hohe Nachfrage nach DRAM. Cloud-Service-Provider wie Amazon, Microsoft oder OpenAI kaufen derzeit enorme Mengen an RAM, um Server für das Training und den Betrieb von KI-Modellen auszustatten. Der Speicherhersteller Adata spricht sogar von einer „akuten Angebotsknappheit“ und priorisiert Großkunden – was den Einzelhandel weiter austrocknet.
In der Community kursieren Spekulationen, dass OpenAI bis zu 40 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion langfristig reserviert habe. Viele Nutzer sehen darin eine direkte Parallele zum Krypto-Mining-Boom, der einst die GPU-Preise explodieren ließ. Neben der KI-Nachfrage vermuten Nutzer weitere Faktoren: Einige wittern eine Preisstrategie im Vorfeld des Black Friday, um Rabatte künstlich aufzublähen. Andere verweisen auf Produktionsumstellungen – DDR4-Fertigung wird zugunsten von DDR5 zunehmend eingestellt, was auch ältere Plattformen verteuert. Laut Adata könnten die Preise bis Ende 2026 um weitere 30 Prozent steigen. Wer aktuell aufrüsten will, sollte also genau abwägen, ob sich der Griff zum teuren DDR5 lohnt – oder ob Geduld diesmal tatsächlich die beste Investition ist.



















