Notebookcheck
19.11.2009 16:16

Zink-Luft-Akkus: Mehr Power als Lithium-Ionen-Zellen

Kategorie: Notebook-Komponenten, Sonstige Notebook News
Von: Ronald Tiefenthäler

Die neue Technologie auf Basis von Zink-Luft-Akkus bietet im Vergleich zu Lithium-Ionen-Zellen eine bis zu dreifache Kapazität.

ReVolt Technology | Schichten der Batterie

ReVolt Technology | Schichten der Batterie

ReVolt Technology | Zink-Luft-Batterie

ReVolt Technology | Zink-Luft-Batterie

„Wer hat's erfunden? Die Schweizer!“ - So sorgte auch das Schweizer Unternehmen ReVolt Technology jüngst mit der Entwicklung eines neuartigen Metall-Luft-Akkumulators für Schlagzeilen. Als Grundlage nutzt ReVolt die schon aus der Batterie-Produktion bekannte Zink-Luft-Technik.

ReVolt schaffte es nun, bei seinem Prototyp - dank verbesserter Zink-Elektrode - die Ausbildung von Zinkstrukturen und damit von Kurzschlüssen zu unterbinden. Zudem verhindere nun eine spezielle Technik die Austrocknung des Elektrolyts.

ReVolt Technology ist ein „Spin-Off“ des norwegischen Forschungsinstituts Sintef und will mit seinen Zink-Luft-Akkus deutlich höhere Speicherkapazitäten realisieren als bei den Pendants auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. So soll die potenzielle Kapazität eines Zink-Luft-Akkus bei etwa dem Dreifachen eines Lithium-Ionen Akkus liegen, so Heinz Studiger, Chief Engineer und Projektmanager bei ReVolt Technology.

Dies gelte allerdings nur für das Energie-Volumen-Verhältnis. Die potenzielle Kapazität beim Energie-Gewicht-Verhältnis liege etwa beim Zweifachen von Lithium-Ionen-Akkus.

Die ReVolt-Akkumulatoren arbeiten mit Umgebungsluft und brauchen keine allzu reaktionsfreudigen Substanzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Daher versprechen die Zink-Luft-Akkumulatoren neben einer höheren Leistung auch eine höhere Sicherheit und eine geringere Umweltbelastung.

Laut ReVolt sollen die Zink-Luft-Akkus künftig Hunderte von Ladezyklen heil überstehen. Allerdings sei noch einiges an Forschungsarbeit notwendig, um zu klären, wie die derzeit erreichbare Anzahl von etwa 100 Ladezyklen ohne Kapazitätsverlust zu vervielfachen ist.

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Autor: Notebookcheck, 11.09.2005 (Update:  9.03.2010)