Test Fujitsu LifeBook SH531 Subnotebook

Jonas Adams, 29.11.2011

Kompakt-Büro. Das Fujitsu Lifebook SH531 möchte als Subnotebook bei Consumern, insbesondere bei Office-Usern mit Mobilitätsbedarf, ankommen. Dabei hat das Lifebook aber Probleme sich aus der Masse an vergleichbaren Notebooks hervorzuheben.

Das Fujitsu Lifebook SH531 stammt aus der Lifebook Serie, die für Consumer, kleine Unternehmen und Selbstständige gedacht ist. Es ist der Nachfolger vom Lifebook SH530 und der kleine Bruder des 14-Zollers LH531 und des 15-Zollers AH531. Mit einem Preis von nur 550€ möchte das SH531 eher im unteren Preissegment Käufer finden. Allerdings hören sich die Kenndaten nicht sonderlich spannend an. Einen Intel Core i5 2410M findet man in fast jedem dritten Subnotebook und die im Prozessor integrierte Grafikkarte Intel HD Graphics 3000 wird uns auch nicht vom Hocker reißen, passt allerdings gut in ein kompaktes mobiles Office-Gerät.

Made in Germany
Made in Germany

Bei Fujitsu handelt es sich aber um einen besonderen Hersteller, da er mit japanischer und deutscher Qualität wirbt. Ehemals mit Siemens zusammen, entwickelt und produziert Fujitsu immer noch in Deutschland. Daher kommt es, dass man auf der Unterseite des Lifebook eine Bezeichnung findet, die bei Notebooks Seltenheitswert hat: Made in Germany. Das Lifebook wurde also tatsächlich in Aachen gebaut. Natürlich wurden nicht sämtliche Teile dort gefertigt, aber die Herstellung der Mainboards und die Endmontage erfolgten dort.

Nun fragt sich, ob das Fujitsu auch beliebt bei den deutschen Kunden werden wird? 

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Fujitsu SH531 wirkt im Ganzen etwas klobig und leider auch billig. Beim Design sieht es seinem großen Bruder, dem Fujitsu Lifebook LH531, sehr ähnlich. Gegenüber dem Vorgänger SH530, der noch in knallrotem Gehäuse aus Aluminum auf den Markt kam, ist das Lifebook SH531 nur in dunkelgrau erhältlich und bleibt damit stets dezent im Hintergrund. Der Displaydeckel besteht aus dunkelgrauem, matten Kunststoff und wirkt recht edel. Eine silberfarbene Umrandung setzt Akzente. Die Unterseite des Notebooks, wie auch die Seiten wurden mit schwarzem Kunststoff versehen. 

Die Enttäuschung folgt, wenn man das Subnotebook aufklappt: Innen muss sich der Benutzer mit Hochglanzflächen um das Display und die Tastatur herum abfinden. Diese verschmutzen schnell und müssen daher häufig gereinigt werden. Abgesehen davon sieht das glänzende Plastik sehr billig und unpassend aus. Der Startknopf ist recht groß und wird blau beleuchtet. In der gleichen Farbe leuchten die drei Status-LEDs vorne links.

Das Fujitsu ist mit 35 mm Höhe noch nicht direkt dick, es wirkt aber durch die abgerundeten Ecken und dem dünnen Display etwas klobig. Das Gewicht liegt mit 2 kg inklusive Akku im Durchschnitt.

Die Stabilität des Notebooks ist akzeptabel. Der Displaydeckel lässt sich kaum verwinden. Bei Druck von hinten auf das Display entstehen schwache Farbverfälschungen. Die Scharniere sind ausreichend stark und können das Display bei mäßigen Bewegungen noch gut halten. Leider kann man das Notebook nicht mit einer Hand öffnen, da man dann die Base Unit mit anhebt. An fast allen Stellen kann man die Oberfläche des Notebooks ein wenig eindellen. Nur der Streifen zwischen Tastatur und Display ist sehr robust. 

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Das Lifebook ist für seine Preisklasse recht gut ausgestattet. Auch wenn USB 3.0 fehlt, können Daten zügig über die eSATA-Schnittstelle kopiert werden. Diese wurde mit einer USB 2.0-Buchse kombiniert. Zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse findet man auf der rechten und linken Seite hinten. Ebenfalls an Bord ist der standardmäßige Ethernet- und VGA-Anschluss. HDMI befindet sich links vorne neben dem 4-in-1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MS-PRO). Darüber befindet sich sogar noch ein ExpressCard 34 mm. Vorne kann man Kopfhörer oder ein Mikrophon/Line-In anschließen.

Die Positionierung der Anschlüsse ist auf der rechten Seite auch für die Nutzung einer externen Maus geeignet. Durch das DVD-Laufwerk sind die Buchsen alle im hinteren Bereich verbaut. Links dagegen benötigt das Lifebook bei eingestecktem VGA- oder HDMI-Kabel sehr viel Platz. Alle Anschlüsse haben genügend Abstand zueinander, sodass sich die Stecker nicht gegenseitig im Weg sind.

Frontseite: WLAN-Schalter, Audio-Ports
Frontseite:
Linke Seite: DC-Power-In, USB 2.0, VGA, HDMI, 4-in-1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MS-PRO), ExpressCard 34 mm
Linke Seite:
Rückseite: keine Anschlüsse
Rückseite:
Rechte Seite: DVD-Laufwerk, eSATA/USB 2.0-Kombi, USb 2.0, Ethernet, Kensington-Lock
Rechte Seite:

Kommunikation

Fujitsu stellt dem Lifebook SH531 die drei gängigsten Kommunikationstechnologien zur Verfügung: Man findet Gigabit-LanWLAN b/g/n und Bluetooth V1.2. Ein UMTS-Modul fehlt, ist aber in der Preisklasse auch nicht zu erwarten.

Software

Vorinstalliert findet der Benutzer auf dem Lifebook mehrere Tools, deren Einstellungsmöglichkeiten allerdings fast alle durch die Windows 7 Funktionen mindestens genauso erreicht erreicht werden können. Einzig das Fujitsu LaunchCenter weist noch nützliche Funktionen auf, wie die Erstellung eines Recovery-Datenträgers und automatisierter Updates. 

Garantie

Die Garantie beschränkt sich auf ein Jahr Bring-In. Dies bedeutet, dass man das Notebook bei einem Garantiefall zum Händler oder direkt zu Fujitsu senden muss. 

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur

Als Tastatur hat Fujitsu nicht auf das derzeit moderne Chiclet-Design gesetzt. Die Tasten sind daher näher zusammen, aber an den Seiten abgeflacht. Was zuerst etwas komisch aussieht, verhindert erfolgreich, dass zwei Tasten auf einmal gedrückt werden. Der Hubweg ist zwar nicht allzu groß, doch durch ein klares Feedback funktioniert auch das blinde Tippen gut. Für Spieler ist die Tastatur mit den schmalen Pfeiltasten nicht geeignet, allerdings sind diese auch nicht die Zielgruppe des Notebooks.

Über der Tastatur zeigen drei blaue LEDs neben dem Startknopf an, ob irgendwelche Lock-Tasten gedrückt wurden. Das Datenblatt verspricht für die Tastatur Spritzwasserschutz

Touchpad

Das Touchpad ist mit einer Größe von nur 74 x 35 mm sehr klein geraten. Selbst Subnotebooks sollten etwas mehr Fläche zum Navigieren bieten. Das Multitouchpad kommt von Synaptics und kann mit allen üblichen Multitouchfunktionen umgehen. Am unteren Rand reagiert das Touchpad manchmal nicht. Das fällt allerdings nur selten störend auf. Die Mausersatztasten funktionieren gut, haben allerdings nur einen geringen Hub und auch nur einen geringen Druckpunkt. 

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Das Display im 13 Zoll Format hat eine native Auflösung von 1366x768 Pixel. Es wird von LG hergestellt und hört auf den Namen LP133WH2-TLM3. Einen großen Vorteil hat das Lifebook gegenüber anderen Notebooks im günstigen Preissegment: Ein mattes Display. Dadurch werden Spiegelungen vermieden, die in heller Umgebung sehr störend wirken können.

Fujitsu schreibt optimistisch in seinem Datenblatt von einer Helligkeit von 220 cd/m². Diese wird bei unseren Messungen aber an keiner Stelle des Displays erreicht. Mit maximal 215 cd/m² oben in der Mitte bleibt die Leuchtkraft des Displays knapp unter der eigentlich beworbenen. Nach unten und zur Seite hin fällt die Helligkeit auch noch etwas ab, und mit nur 182 cd/m² mittig links erreicht das Lifebook eine durchschnittliche Helligkeit von 195 cd/m².

Subjektiv wirkt das Display in hellen Umgebungen blass und farblos. Wenn das Display beispielsweise Schwarz anzeigt, dann messen wir immer noch hohe 1,42 cd/m² an Helligkeit. Daraus ergibt sich ein schwacher maximaler Kontrast von nur 146:1. 
Für Office Anwendungen geht dies in Ordnung, Multimedia-Inhalte (Bilder, Videos,...) verlieren damit aber doch sichtlich an Charakter.

195
cd/m²
215
cd/m²
205
cd/m²
182
cd/m²
208
cd/m²
190
cd/m²
184
cd/m²
187
cd/m²
186
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 215 cd/m²
Durchschnitt: 194.7 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 208 cd/m²
Schwarzwert: 1.42 cd/m²
Kontrast: 146:1

Wie von einem günstigen Panel auch nicht anders zu erwarten ist, erreicht das Display von LG nicht annähernd den Farbraum sRGB, geschweige denn den weitaus anspruchsvolleren AdobeRGB. Dies sollte jedoch bei einem Office-Gerät nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Einen gut abgedeckten Farbraum benötigen nur professionelle Fotographen oder Grafiker. 

Lifebook SH531 vs. sRGB
Lifebook SH531 vs. sRGB
Lifebook SH531 vs. AdobeRGB
Lifebook SH531 vs. AdobeRGB

Bei strahlender Sonne kann sich das SH531 ganz gut behaupten. Dank des entspiegelten Displays kann man selbst in hellen Umgebungen noch alles gut ablesen. Nur die Farben kommen dann auf Grund der schwachen Luminanz nicht mehr gut zur Geltung. Aber zum Arbeiten im Freien ist das Notebook trotzdem gut zu gebrauchen. 

Das Fujitsu Lifebook SH531 ...
Das Fujitsu Lifebook SH531 ...
... in der prallen Sonne.
... in der prallen Sonne.

Wie üblich für ein Office-Notebook sind die Blickwinkel des Displays nicht sonderlich gut. Bei horizontaler Drehung bleibt das Display zwar noch gut ablesbar, die Farben werden aber schon blass oder invertieren. Wenn man das Display nach hinten neigt, verändern sich die Farben sehr grob und werden dunkel. Besser schneidet das Display bei einer Neigung nach vorne ab, denn trotz starkem Abdunkeln, lassen sich die Farben noch als solche erkennen.

Blickwinkel Fujitsu LifeBook SH531
Blickwinkel Fujitsu LifeBook SH531

Im Fujitsu Lifebook SH531 wurde der aktuell sehr populäre Intel Core i5 2410M als Prozessor verbaut. Mit diesem lassen sich mit Leichtigkeit Büroanwendungen aller Art ausführen. Auch eine Bildbearbeitung oder das Schneiden eines kleinen Videos ist kein Problem für diese CPU. Nur bei anspruchsvollen Computerspielen geht das Subnotebook in die Knie. Letzteres liegt vor allem an der Grafikkarte, die im Prozessor integriert ist und nicht für schwere 3D-Arbeiten gedacht ist.

Es wurde zudem 4 GB schneller DDR3-Arbeitsspeicher verbaut. Diesem steht eine 500 GB Festplatte von Western Digital mit 5400 Umdrehungen pro Minute zur Seite. Die Festplatte ist mit Ihrer Geschwindigkeit nicht für sehr große Durchsätze ausgelegt, bleibt dafür aber auch leiser und spart Strom gegenüber den schnelleren HDDs mit 7200 U/min. Optimum: Solid State Drives, weil lautlos, energiesparend und schnell, in dieser Preisklasse aber tabu.

CPUZ CPU
CPUZ CPU
CPUZ Cache
CPUZ Cache
CPUZ Mainboard
CPUZ Mainboard
GPUZ
GPUZ
HWiNFO
HWiNFO
DPC Latenzen
DPC Latenzen
Systeminformationen Fujitsu LifeBook SH531

Prozessor

Bei den Cinebench-Durchläufen wird der Prozessor ausgelastet und dessen Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Renderings getestet. Hier schneidet das Lifebook ganz passabel ab: Es kann sich weder von den Konkurrenten mit gleichem Prozessor absetzen, noch liegt das Notebook sehr weit hinten. So liegt das Subnotebook auf gleicher Höhe mit dem Subnotebook Vostro 3350 von Dell und dem großen Bruder Lifebook LH531.

Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
3093 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
9616 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
2257 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
8.5 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.59 Points
Hilfe

System Performance

Im PCMark Vantage wird das Subnotebook als gesamtes System beurteilt. Dazu werden mehrere Faktoren berücksichtigt, die dann zusammen einen Vergleichswert ergeben. Hier soll versucht werden durch möglichst realistische Aufgaben ein praxisrelevantes Ergebnis zu erhalten. Dafür werden zum Beispiel die Geschwindigkeit, mit der Bilder verändert oder Videos angeschaut werden können, aber auch die Zeit zum Rendern einer Webseite, gemessen.

Hier schafft es das Lifebook wieder ins Mittelfeld. Es sticht nicht heraus, fällt aber auch nirgendwo stark zurück. Mit 5901 Punkten leigt das SH531 auf Grund der schwächeren Festplatte zwar deutlich hinter dem Vostro 3350, allerdings kann es gut mit dem großen Bruder, dem LH531, mithalten, welcher nur genau einen Punkt über dem SH531 liegt. 

4.7
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.9
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.7
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6.1
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.8
PC Mark
PCMark Vantage5901 Punkte
PCMark 72133 Punkte
Hilfe
HD Tune
HD Tune

Massenspeicher

Als Festplatte wird die WD5000BPVT-16HXZT2 von Western Digital genutzt. Diese speichert formal 500 GB, wovon nach der Formatierung und abzüglich der System Recovery noch etwa 450 GB übrig bleiben. Die Kenndaten mit 5400 U/min lassen nichts Bahnbrechendes erwarten und so liegt auch die Festplatte im Mittelfeld. 62,6 MB/s als durchschnittliche Transfer-Rate und 21,1 ms Zugriffszeit sind allerdings selbst durch andere konventionelle Laufwerke locker zu schlagen, dafür bedarf es noch nicht einmal eines SSDs.

WDC Scorpio Blue WD5000BPVT-16HXZT2
Minimale Transferrate: 32 MB/s
Maximale Transferrate: 79.5 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 62.6 MB/s
Zugriffszeit: 21.1 ms
Burst-Rate: 71.3 MB/s

Grafiklösung

Zur Berechnung der Bildausgabe muss das Lifebook, auf Grund der fehlenden dedizierten Grafikkarte, auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 zurückgreifen. Diese ist für HD-Videos und ältere Computerspiele völlig ausreichend. Nur bei anspruchsvollen Spielen müssen die Einstellungen stark heruntergeschraubt werden, damit noch flüssig gespielt werden kann.

Im 3DMark wird durch mehrere Renderings die Performance der Grafiklösung getestet und durch einen Index bewertet. Hier liegt das Fujitsu Lifebook mit ähnlich ausgestatteten Notebooks mit Intel i5 2410M und HD Graphics 3000 gleichauf.

3D Mark
3DMark 037726 Punkte
3DMark 055931 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
3263 Punkte
3DMark Vantage1575 Punkte
Hilfe

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen 

Das Lifebook hinterlässt bei den Emissionen ein zwiespältiges Bild. Die Lautstärke ist durchweg gut. So lässt das Notebook im Leerlauf bzw. bei leichter Office-Last kaum etwas von sich hören. Besonders hervorzuheben ist das leise DVD-Laufwerk, das den Filmgenuss nicht durch ein lautes Rauschen stört, wie bei anderen Geräten oftmals leider üblich. 
Unter Vollauslastung dreht der Lüfter natürlich auf, erreicht aber auch mit maximal 38 dB keine störenden Werte

Lautstärkediagramm

Idle 29.1 / 30 / 32.9 dB(A)
HDD 30.3 dB(A)
DVD 32.8 / dB(A)
Last 36.5 / 38 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Bei der Wärmeentwicklung sieht das Bild leider nicht so positiv aus. Schon im Leerlauf wird das Notebook an unterschiedlichen Stellen mehr als handwarm. Was im Leerlauf noch nicht sonderlich stört, wirkt sich aber recht stark unter Last aus. Dann wird das Lifebook hinten auf der Unterseite bis zu 45 °C warm. Das muss bei einem so dicken Notebook mit dieser Leistung eigentlich nicht sein. Für klassische Office-Anwendungen stellt dies aber kein Problem dar und das Gerät kann hier auch auf den Oberschenkeln betrieben werden. 

Stresstest
Stresstest

Stresstest

Die langsam drehenden Lüfter halten das Notebook zwar leise, können aber nicht verhindern, dass es unter Last recht warm wird. Daher wird es spannend zu sehen, ob die Kühlung bei unserem Stresstest reicht oder versagt. Hier lasten wir die Grafikkarte und den Prozessor für über eine Stunde voll aus. Dabei wird darauf geachtet, ob der TurboBoost des Prozessors wirken kann. Bei einigen Notebooks wird die CPU nach einer Zeit wegen drohender Überhitzung wieder auf den Basistakt oder manchmal sogar auf unter 1 GHz gedrosselt.

Nach einer Stunde folgt dann das überraschende Ergebnis: Die Prozessorkerne kamen nicht über 80 °C hinaus und liefen trotzdem konstant mit dem für den i5 2410M maximal möglichen Takt von 2,7 GHz. Das ist für ein Subnotebook eine sehr gute Leistung. 

Max. Last
 31.1 °C30.1 °C27.6 °C 
 32 °C32.7 °C26.8 °C 
 29.7 °C30.3 °C27.6 °C 
Maximal: 32.7 °C
Durchschnitt: 29.8 °C
40.2 °C44.6 °C44.9 °C
29.7 °C39.8 °C34.8 °C
28.4 °C29.1 °C29 °C
Maximal: 44.9 °C
Durchschnitt: 35.6 °C
Raumtemperatur 20.8 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind nicht für Multimediaanwendungen geeignet. Als Office-Notebook können die Stereoboxen nur Systemklänge genügend wiedergeben. Bei Musik fehlt wie üblich komplett der Bass. Aber auch die Höhen werden schnell verzerrt und das gesamte Klangbild klingt sehr flach. Außerdem ist die Lautstärke der Boxen sehr niedrig, sodass man auf eine Präsentation mit Sound ohne externe Boxen verzichten muss. 

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch des Lifebook wird von Fujitsu als besonders „green“ beworben. Tatsächlich ist der Verbrauch auf Grund der Stromsparmaßnahmen des Prozessors mit etwa 10 Watt sehr niedrig. Der Prozessor kann bei Leerlauf auf bis zu 800 MHz heruntertakten und spart damit Strom. Die Grafiklösung benötigt ebenfalls wenig Strom, da sie im Prozessor integriert ist und nicht in einem eigenen Chip mit Strom versorgt werden muss.

Die minimale Stromaufnahme von nur 7,6 Watt haben wir bei allen verfügbaren Energiesparmaßnahmen mit dunklem Bildschirm und ausgeschaltetem WLAN gemessen. Bei den weiteren Messungen wurde dann der Bildschirmhelligkeit auf die höchste Stufe gestellt.

Für den mittleren Energieverbrauch im Leerlauf wurde der in Windows 7 voreingestellte Energiesparmodus „Ausgeglichen“ gewählt. Nun erreicht das Notebook mit knapp 10 Watt immer noch gute Werte. Unter Last bei einem 3DMark-Durchlauf benötigt das Notebook dann weitaus mehr. 42 Watt sind aber auch in diesem Fall nicht zu viel.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.2 / 0.4 Watt
Idle 7.6 / 9.8 / 15.4 Watt
Last 41.6 / 52 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940
Classic Test
Classic Test
Aufladen
Aufladen

Akkulaufzeit

Im Lifebook SH531 ist ein Lithium-Ion-Akku 48 Wh verbaut. Trotz der nicht übermäßig großen Kapazität des Akkus hält das Subnotebooks bis zu 6 Stunden und 18 Minuten. Dieser Wert wird jedoch nur erreicht, wenn sämtliche Stromsparmaßnahmen eingeschaltet sind. Ermittelt wird durch den BatteryEater Readers Test, der das Lesen eines Textdokumentes simuliert. 

Weitaus praxisnaher ist unser WLAN-Surf-Test, bei dem bei angepasster Helligkeit über WLAN im Internet gesurft wird. Hier hält das Lifebook 3 Stunden und 50 Minuten. Dies sollte für die meisten Nutzer vollkommen ausreichen. 

Wer mit dem Notebook Filme schauen möchte, kann sich bei aufgeladenem Akku auf sein Notebook verlassen. Mit etwas über 3 Stunden, sollte die Akkulaufzeit für die meisten Filme vollkommen ausreichen. Selbst Herr der Ringe, Die Rückkehr des Königs kann man gerade noch so ohne Unterbrechung schauen. 

Unter Last hält das Subnotebook 1 Stunde und 17 Minuten. Ausgelastet wird das Notebook mit BatteryEater Classic, der ein sich bewegendes 3D-Objekt rendert. Im Akkubetrieb sinkt die Leistung der CPU im Cinebench 11.5 geringfügig aber doch von 2.59 Punkten auf 2.46 Punkte. Der fehlende Netzstrom wirkt sich minimal negativ auf die Leistung des Systems aus.

Zum Aufladen benötigt das Akku etwas über zwei Stunden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
6h 18min
Surfen über WLAN
3h 50min
DVD
3h 10min
Last (volle Helligkeit)
1h 17min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Fujitsu Lifebook SH531

Das Fujitsu Lifebook SH531 hinterlässt einen gemischtes Eindruck. Das fängt bereits beim Design an: Während das Subnotebook außen edel und Business-like aussieht, glänzt es innen mit schmutzanfälligen Consumeroberflächen. Die Stabilität und Verarbeitung ist akzeptabel, allerdings auch nicht besonders herausragend.

Bei den Anschlüssen wird leider auf USB 3.0 verzichtet. Man erhält im Gegenzug aber einen eSATA-Port und einen ExpressCard 34 mm-Slot. Die Tastatur kann überzeugen, auch wenn sie nicht auf den derzeitig modernen Chiclet-Zug aufgesprungen ist. Das Touchpad dagegen ist sehr klein und hätte ruhig ein wenig mehr Platz bekommen können.

Das Display ist matt, aber recht dunkel und hat knappe Blickwinkel. Hier hätte Fujitsu ruhig etwas Besseres verbauen können, dann aber wohl zu Gunsten eines niedrigen Preispunktes den Sparstift angesetzt. Man kann das Subnotebook trotzdem noch gut im Freien benutzen. Die Leistung ist angemessen und für die meisten Benutzer auch völlig ausreichend. Nur für Spiele ist das Lifebook wegen der fehlenden dedizierten Grafikkarte nicht geeignet.

Gut schneidet das SH531 bei den Emissionswerten ab: Man kann das Notebook im Leerlauf kaum hören und selbst wenn das DVD-Laufwerk aktiv ist, bleibt es noch dezent im Hintergrund. Das Notebook benötigt außerdem sehr wenig Strom und kann daher im Internet knapp 4 Stunden ohne Anbindung ans Stromnetz überstehen.

Wer ein Subnotebook mit aktueller Ausstattung für wenig Geld sucht, kann das Lifebook SH531 in die engere Wahl nehmen. Es besticht zwar nicht mit seinen durchweg guten Eigenschaften, es gibt aber auch keine groben Fehler, die sich Fujitsu da erlaubt hat. 

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Im Test: Fujitsu LifeBook SH531
Im Test:  Fujitsu LifeBook SH531

Datenblatt

Fujitsu LifeBook SH531

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM65
:: Speicher
4096 MB, 1x DDR3, 1333 MHz
:: Grafikkarte
Intel HD Graphics 3000, Kerntakt: 650/1200 MHz
:: Bildschirm
13.3 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, LG LP133WH2-TLM3, spiegelnd: nein
:: Festplatte
WDC Scorpio Blue WD5000BPVT-16HXZT2, 500 GB 5200 U/Min
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Cougar Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
1 Express Card 34mm, 2 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, 1 eSata, Audio Anschlüsse: Kopfhörer. Mikrophon, Card Reader: 4in1 (SD/MMC/MS/MS-PRO),
:: Netzwerkverbindungen
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000MBit), Intel Centrino Advanced-N 6205 (a b g n ), V2.1 + EDR Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
TSSTcorp CDDVDW TS-L633F
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 35 x 323 x 234
:: Gewicht
2.05 kg Netzteil: 0.3 kg
:: Akku
48 Wh Lithium-Ion, 4400 mAh
:: Preis
550 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1,3 MP

 

[+] compare
Das Fujitsu Lifebook SH531 ...
Das Fujitsu Lifebook SH531 ...
... im Vergleich zur dicken Base Unit.
... im Vergleich zur dicken Base Unit.
Hinten links findet sich der Stromanschluss und USB 2.0
Hinten links findet sich der Stromanschluss und USB 2.0
Davor findet man VGA und HDMI.
Davor findet man VGA und HDMI.
Übereinander finden sich Kartenleser- und ExpressCard-Slot.
Übereinander finden sich Kartenleser- und ExpressCard-Slot.
Vorne sind nur die Audiobuchsen platziert.
Vorne sind nur die Audiobuchsen platziert.
Hinten rechts ist eSATA, USB 2.0 und Ethernet anzutreffen.
Hinten rechts ist eSATA, USB 2.0 und Ethernet anzutreffen.
Die Leistung ist für diese Preisklasse schon recht gut.
Die Leistung ist für diese Preisklasse schon recht gut.
Der Intel Core i5 kann auch mal längere Zeit arbeiten ...
Der Intel Core i5 kann auch mal längere Zeit arbeiten ...
... ohne wegen Überhitzung auf den Basistakt ...
... ohne wegen Überhitzung auf den Basistakt ...
... oder darunter zu fallen.
... oder darunter zu fallen.
Die Unterseite ist flach und aus mattem Kunststoff.
Die Unterseite ist flach und aus mattem Kunststoff.
Das Lithium-Ionen-Akku hat ein Kapazität von 48Wh.
Das Lithium-Ionen-Akku hat ein Kapazität von 48Wh.
Das Netzteil liefert ausreichende 60 Watt.
Das Netzteil liefert ausreichende 60 Watt.
Das Display ist sehr schmal ...
Das Display ist sehr schmal ...
... auch wenn hier und da noch etwas Stabilität fehlt.
... auch wenn hier und da noch etwas Stabilität fehlt.
... ist der kleine Bruder vom ...
... ist der kleine Bruder vom ...
... Lifebook LH531 und AH531.
... Lifebook LH531 und AH531.
Außen ist es edel mit mattem Kunststoff versehen.
Außen ist es edel mit mattem Kunststoff versehen.
Beim Aufklappen enttarnt sich das Lifebook ...
Beim Aufklappen enttarnt sich das Lifebook ...
... dann aber als Consumernotebook ...
... dann aber als Consumernotebook ...
... mit schmutzanfälligen Hochglanzflächen.
... mit schmutzanfälligen Hochglanzflächen.
Oben im glänzenden Displayrahmen sitzt die Webcam.
Oben im glänzenden Displayrahmen sitzt die Webcam.
Die Lautsprecher taugen nicht für Musik oder Film.
Die Lautsprecher taugen nicht für Musik oder Film.
Die Scharniere sind stark genug für das leichte Display.
Die Scharniere sind stark genug für das leichte Display.
Der Startknopf und die Tastatur-LEDs sind blau beleuchtet ...
Der Startknopf und die Tastatur-LEDs sind blau beleuchtet ...
... ebenso die Status-LEDs.
... ebenso die Status-LEDs.
Darunter sitzt der WLAN-Schalter, der auch Bluetooth deaktiviert.
Darunter sitzt der WLAN-Schalter, der auch Bluetooth deaktiviert.
Die Verarbeitung ist ganz passabel ...
Die Verarbeitung ist ganz passabel ...

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Pro

+eSATA und ExpressCard 34 mm
+angehme Tastatur
+mattes Display
+sehr leise
+maximale CPU-Leistung möglich
 

Contra

-Hochglanzflächen innen
-kleines Touchpad
-schwachr Displayhelligkeit
-enge Blickwinkel

Shortcut

Was uns gefällt

Dass trotz dem leisen Notebook, der Prozessor dauerhaft im Turboboost mit der maximal möglichen Taktzahl arbeiten kann. 

Was wir vermissen

Ein durchgehendes Design, dass das Notebook für eine Käufergruppe interessant macht. 

Was uns verblüfft

Dass man heutzutage noch so kleine Multitouchpads verbaut. 

Die Konkurrenz

Fujitsu Lifebook LH531Dell Vostro 3350Dell Vostro V131Asus U36SDHP ProBook 5330mDell XPS 14zAcer Aspire 3750Lenovo IdeaPad Z370

 

Bewertung

Fujitsu LifeBook SH531
26.11.2011 v2
Jonas Adams

Gehäuse
76%
Tastatur
85%
Pointing Device
77%
Konnektivität
71%
Gewicht
87%
Akkulaufzeit
82%
Display
70%
Leistung Spiele
63%
Leistung Anwendungen
89%
Temperatur
87%
Lautstärke
92%
Auf- / Abwertung
76%
Durchschnitt
80%
81%
Subnotebook *
gewichteter Durchschnitt

Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Jonas Adams (Update: 11.02.2014)