Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2.3 GHz Quad-Core, matt)

Klaus Hinum, 10.05.2011

Topmodell. In unserem Testupdate widmen wir uns der starken 2.3 GHz Version des 17 Zoll MacBook Pro. Vor allem das ebenfalls optional erhältliche matte Display steht im Mittelpunkt des folgenden Testberichts.

MBP17 2011 matt - Aluminiumrahmen und keine Spiegelungen

Folgender Artikel ist ein Testupdate für den ausführlichen Testbericht des 2.2 GHz MacBook Pro 17 Early 2011 Basis-Notebooks. Daher gehen wir nur auf das matte 17" Display und den stärkeren Prozessor ein. Alle anderen Beschreibungen und Bewertungen können dem Test des Basismodells entnommen werden, da sich Gehäuse, Kühlsystem, Eingabegeräte und Anschlüsse nicht unterscheiden.

Display

Wie wir testen - Display

Das optional erhältliche matte Display bietet offiziell die selben Spezifikationen wie die spiegelnde Version mit vorgesetzter Glasplatte. Mit 1920x1200 Pixeln ist es relativ fein aufgelöst und bietet weiterhin das bereits aussterbende 16:10 Format. Ein im Notebook integrierter Helligkeitssensor steuert neben der Tastaturbeleuchtung auch die Intensität der LED Hintergrundbeleuchtung. Wie bei Apple üblich ist auch im Akkubetrieb die volle Helligkeit abrufbar.

Bei unseren Messungen erzielt die matte Version eine etwas höhere Helligkeit (maximal und durchschnittlich). Auch der Schwarzwert steigt leicht, wodurch der maximale Kontrast weiterhin bei guten 600:1 bleibt. Die Ausleuchtung ist jedoch mit 73% zu 87% deutlich schlechter.

314
cd/m²
341
cd/m²
300
cd/m²
260
cd/m²
309
cd/m²
287
cd/m²
250
cd/m²
284
cd/m²
325
cd/m²
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 341 cd/m²
Durchschnitt: 296.7 cd/m²
Ausleuchtung: 73 %
Helligkeit Akku: 309 cd/m²
Schwarzwert: 0.51 cd/m²
Kontrast: 606:1
Ausleuchtung des Bildschirms

Durch die hohe maximale Helligkeit und die aufgerauhte Displayoberfläche eignet sich das MacBook Pro 17 für den Ausseneinsatz sehr gut. Im direkten Sonnenlicht sind zwar nur transreflektive Displays ohne Einschränkungen nutzbar, aber wenn die Sonne nicht direkt auf das Display scheint, ist es durchaus gut benutzbar.

Außeneinsatz
Außeneinsatz

Der Blickwinkelbereich kann im Vergleich zu anderen TN-Panels durchaus punkten. IPS Panels wie in HPs Dreamcolor Notebooks, im iPad oder in guten Desktop Monitoren sind aber klarerweise deutlich im Vorteil.

Blickwinkel Apple MacBook Pro 17 inch 2011-02 MC725D/A 2.3GHz Non Glare
Blickwinkel Apple MacBook Pro 17 inch 2011-02 MC725D/A 2.3GHz Non Glare

Der Farbraum des matten Panels ist vergleichbar mit der spiegelnden Version in unserem Test. Dadurch überflügelt auch das non-glare Display den sRGB Farbraum etwas. Ebenfalls vergleichbar, der Farbraum des von uns getesteten Dell XPS17 mit FullHD Display. Für eine möglichst farbverbindliche Darstellung ist also wie immer eine Kalibrierung mit einem Colorimeter zu empfehlen.

Zum Seitenanfang

In den synthetischen Benchmarks kann der schnellere Prozessor seine Leistungsfähigkeit beweisen. Bei Multithreaded Benchmarks ist der 2820QM etwa 2-3% schneller (Cinebench R10 und R11). Bei den Einzelkerntests kann er bis zu 11% Vorsprung einfahren. Dies ist auch im Geekbench Gesamtscore der Fall. Hier kann man also durchaus von guten Steigerungsraten sprechen.

Benchmarks Mac OS X 10.6 MBP 17 2.2 GHz MBP 17 2.3 GHz
Cinebench R10 Singlecore 4254 4735 (+11%)
Cinebench R10 Multicore 15469 15878 (+3%)
Cinebench R10 OpenGL 7542 8314 (+10%)
Cinebench R11.5 CPU 5.45 5.56 (+2%)
Cinebench R11.5 OpenGL 35.52 36.71 (+3%)
Geekbench 9342 10412 (+11%)
Geekbench
Cinebench R10
Cinebench R11.5

Anders ist das Bild jedoch im Systembenchmark XBench 1.3 (ebenfalls unter Mac OS X). Hier konnte sich im Test die stärkere CPU nicht wirklich durchsetzen. Der Durchschnitt der Ergebnisse liegt praktisch auf dem Niveau der schächeren 2.2 GHz Version.

XBench 1.3 - 5 Durchgänge mit der 2.3 GHz Version (in schwarz) im Vergleich mit den Ergebnissen der schwächeren MBP Modelle.
XBench 1.3 - 5 Durchgänge mit der 2.3 GHz Version (in schwarz) im Vergleich mit den Ergebnissen der schwächeren MBP Modelle.

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Mit einem Einstiegspreis von 2799 Euro ist die von uns getestete Version wahrlich kein Schnäppchen. Die 250 Euro Aufpreis für den schnelleren Prozessor lohnen sich nur für die wenigsten Anwender. 3-11% Mehrleistung konnten wir in den synthetischen Prozessorbenchmarks auslesen. Auch die Grafikperformance der integrierten Intel Grafik kann durch den größeren Cache profitieren. Im XBench verschwindet die Mehrleistung jedoch in der Unschärfe des Benchmarks. Spürbar ist die Mehrleistung der CPU dadurch nur in seltenen Fällen.

Die 50 Euro für die blendfreie Version sind aber eine lohnenswerte Empfehlung für alle Anwender. Es ermöglicht das ermüdungsfreie Arbeiten in hellen Umgebungen und auch der Außeneinsatz wird deutlich angenehmer. Durch die 2.9 kg Gewicht und die flache Bauform ist die mobile Nutzung des DTR Notebooks nicht ausgeschlossen. Die Displaybewertung bleibt jedoch relativ ähnlich, da unser Testgerät eine deutlich schlechtere Ausleuchtung aufweist, als das Testgerät mit spiegelndem Bildschirm.

Apple MacBook Pro 17 inch 2011-02 MC725D/A 2.3GHz Non Glare

7 Kommentare

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#7 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2fire_wire, 14:16 19.02
Für das grosse Display, 1920 x 1200 nehm ich die eigenwillige Tastatur gern in Kauf! Wieso ist dies ein "aussterbendes" Format? - Seltsame Art von Fortschritt - weniger statt mehr, in diesem Zusammenhang schwachsinnig. Wenn ich ein schnelles Auto will, höre ich auch nicht, dass diese "aussterben". Im Moment hat nur Apple ein vernünftiges Display in aktuellen Notebooks zu bieten, freu mich - tschüs Lenovo!...
#6 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2Klaus Hinum, 08:40 20.10
Also wir haben nur bei Desktop Sandy Bridge Systemen die Erfahrung gemacht (2600K) das DDR3-1600 vs DDR3-1333 praktisch nichts bringt. Das Geld kann man sich sparen....
#5 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2moodyspy, 11:48 19.10
kann da eigentlich auch schnellerer arbeitsspeicher verbaut werden? die sandy bridge kann ja 1600 Mhz verarbeiten. geht das und wenn ja macht es überhaupt sinn?...
#4 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2SchwarzeWolke, 08:41 11.05
Und es zeigt sich wieder einmal, dass Schminkspiegel außer im Bad keine Daseinsberechtigung haben.Warum verkaufen die Hersteller so einen Scheiß bzw. warum fallen so viele Nutzer darauf rein?...
#3 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2Klaus Hinum, 23:51 10.05
Also Windows wird schon von Apple unterstützt, es gibt ja die Bootcamp Treiber und Applikation. Linux wird aber z.B. nicht unterstützt, da gibt es von Apple keine Treiber dafür....
#2 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2DDD, 23:19 10.05
Naja ist halt eine Info für Leute die das Pro oft mit Windows betreiben wollen. So wird den Leuten klar gemacht das es wenig Sinn macht das Pro als reines Windows Gerät zu nutzen. Also Windows als Haupt OS. Außerdem hatt das Pro eine Hohe Bewertung womit so ein Kritikpunkt eigentlich nicht wirklich was ausmacht.Ansonsten interessanter Test. Er bestätigt jedenfalls meine Vermutung das der 2,3 GHZ nur eine geringe Leistungssteigerung bringt und keinesfalls die 250 € Aufpreis Wert ist....
#1 Re: Test-Update Apple MacBook Pro 17 Early 2011 (2noplan, 22:53 10.05
Guter Bericht! Schade, dass auch das 17" lauter geworden ist, seit dem Core-i Update :(Aber diesen Minuspunkt "keine Intel Grafik unter Windows... ...daher kürzere Akkulaufzeiten"finde ich unpassend. Apple supported offiziell kein Windows, d.h. man müsste auch bei jedem Windows-Notebook dazuschreiben, mit welchem Linux es nicht so toll läuft oder dass OSX86 schlecht läuft o.ä.Und das sage ich als jemand, der nichts von Apple bestitzt, also bitte keine Fanboy-Parolen  ;)...
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Datenblatt

Apple MacBook Pro 17 inch 2011-02 MC725D/A 2.3GHz Non Glare

:: Prozessor
:: Mainboard
Intel HM65
:: Speicher
4096 MB, 2x 2GB DDR3 1333 Mhz, 2 Slots, max. 8GB
:: Grafikkarte
AMD Radeon HD 6750M - 1 GB MB, Kerntakt: 600 MHz, Speichertakt: 794 MHz, + Intel HD Graphics 3000, atiumdag8.812.0.0 Win7/64
:: Bildschirm
17.3 Zoll 16:10, 1920x1200 Pixel, LTN170CT10, über sRGB, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Toshiba MK7559GSXF, 750 GB 5400 U/Min
:: Soundkarte
Intel Cougar Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
1 Express Card 34mm, 3 USB 2.0, 1 Firewire, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Mikrophon, Kopfhörer, Thunderbolt
:: Netzwerkverbindungen
Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet (10/100/1000MBit), Broadcom 802.11n (abgn), Broadcom 2.1+EDR Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
Matshita DVD-R UJ-898
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 25 x 393 x 267
:: Gewicht
2.9 kg Netzteil: 0.317 kg
:: Akku
95 Wh Lithium-Polymer
:: Preis
2499 Euro
:: Betriebssystem
Apple Mac OS X 10.6 Snow Leopard
:: Sonstiges
Webcam: Face Time HD, Microfasertuch, iLife, 12 Monate Garantie

 

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Pro

+puristisches Design
+sehr stabiles Gehäuse
+Trackpad
+Tastaturqualität
+Display: matt, hell, kontraststark, sRGB Tastaturbeleuchtung
+Rechenleistung
+Grafikleistung
+Akkulaufzeit Mac OS
+Geräuschentwicklung bei wenig Last verhältnismäßig hohe Mobilität
 

Contra

-Taktet bei maximaler Belastung herunter (zu kleines Netzteil)
-Hohe CPU-Temperaturen bei hoher Last
-Laute Geräuschkulisse bei hoher Last
-kleine Enter-Taste
-keine Intel Grafik unter Windows... ...daher kürzere Akkulaufzeiten
-kein Docking, kein USB 3.0 verfügbar kein Blu-Ray verfügbar
-fest integrierter Akku
-sehr teuer
-nur 12 Monate Garantie
-hohe Preise für BTO Komponenten

Bewertung

Apple MacBook Pro 17 inch 2011-02 MC725D/A 2.3GHz Non Glare
10.05.2011 v2
Klaus Hinum
Verarbeitung 98%
Tastatur 88%
Mausersatz 98%
Konnektivität 71%
Gewicht 75%
Akkulaufzeit 87%
Display 85%
Leistung Spiele 90%
Leistung Anwendungen 91%
Temperatur 84%
Lautstärke 86%
Eindruck 90%
Durchschnitt 87%

87%

DTR *
gewichteter Durchschnitt

* Gewichtung Desktop Replacement Notebook:
Verarbeitung 8%, Tastatur 8%, Mausersatz 8%, Konnektivität 12%, Gewicht 3%, Akkulaufzeit 3%, Display 13%, Leistung Spiele 14%, Leistung Anwendungen 13%, Temperatur 4%, Lautstärke 4%, Eindruck 10%Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Klaus Hinum (Update:  2.04.2013)