80 Euro nach GTA 6 neuer Standard? Es gibt vorsichtige Entwarnung

Seit Juni ist bekannt: Grand Theft Auto 6 (auf Amazon vorbestellbar) wird selbst in der Standard-Version stolze 79,99 Euro kosten – 10 Euro über dem Preis, der sich in den vergangenen Jahren für AAA-Titel auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S etabliert hat. In der Community schürt das die Sorge, dass diese Preiserhöhung auf das gesamte Portfolio übertragen werden könnte. Die Ankündigung von NBA 2K27 am 22. Juli bestätigt diese Befürchtungen jedoch vorerst nicht: Das Basketballspiel wird wie üblich für 69,99 Euro angeboten.
Vorsichtige Entwarnung
Dass NBA 2K27 zum selben Preis wie sein Vorgänger angeboten wird, ist grundsätzlich ein positives Zeichen, garantiert aber nicht, dass Rockstar größere Titel, die im Gegensatz zur Basketballsimulation nicht jährlich erscheinen, künftig nicht ebenfalls für 80 Euro anbieten wird – und im Hinblick auf die Preisstrategien anderer Publisher verrät der NBA 2K27-Preis praktisch gar nichts. Auf Reddit wurde bereits im Juni spekuliert, dass andere Unternehmen den Preis von GTA 6 zum Anlass nehmen könnten, ihre eigenen Spiele höher zu bepreisen.
Ob sich 80 Euro tatsächlich als neuer Branchenstandard etablieren, dürfte sich erst bei kommenden AAA-Veröffentlichungen zeigen. Mögliche Prüfsteine wären etwa The Witcher 4 von CD Projekt Red, The Elder Scrolls 6 von Bethesda, das nächste Mass Effect von Electronic Arts oder ein zukünftiger God-of-War-Ableger von Sony. Aufgrund der aufwendigen Technik und des erwarteten Umfangs können sich viele Nutzer bei GTA 6 mit dem höheren Preis abfinden. Ob das auch bei anderen AAA-Titeln der Fall sein wird, ist aber fraglich – und dass Gamer sich nicht alles gefallen lassen, zeigt die aktuelle Kontroverse um Sony und die Abschaffung der physischen Spiele.









