Proteste für physische Spiele: PlayStation soll Social-Media-Nutzung von Mitarbeitern einschränken

Die Empörung in den sozialen Netzwerken über PlayStations Abkehr von physischen Spielen hält an. Seit dem Blogbeitrag vom 1. Juli hat sich das Unternehmen nicht erneut zur Zukunft der PS5-Discs geäußert. Laut einer ehemaligen Autorin von God of War Laufey ist dieses Schweigen beabsichtigt. Alanah Pearce behauptet, Sony habe seine Mitarbeiter angewiesen, nicht auf die Beschwerden einzugehen.
Sony schützt seine Geheimnisse
Pearce ist außerdem als Content-Creator und Spielejournalistin bekannt. In einem neuen Video erklärt sie, Sony habe bereits vor der Ankündigung mit Protesten gerechnet. Als Mitglied des Teams von Santa Monica Studio durfte sich Pearce nur eingeschränkt zum kommenden God-of-War-Titel äußern.
Dieselben Vorgaben hindern Mitarbeiter daran, auf Befürworter der Bewahrung von Videospielen zu reagieren. Beschäftigte der PlayStation-Studios haben der YouTuberin zufolge erklärt, es seien die "strengsten Social-Media-Richtlinien für ein bestimmtes Thema, die sie jemals erlebt haben".
Ob Sonys Strategie langfristig aufgehen wird, ist unklar. Wochen nachdem das Schicksal der PS5-Discs bekannt geworden ist, wird das PlayStation-Marketing weiterhin von Kritik überschattet. Berichten zufolge bezweifeln auch einige Partner, dass bezahlte Werbebeiträge die gewünschte Wirkung erzielen.
Sind die Proteste zum Scheitern verurteilt?
Sollte Pearce recht behalten, wird die Empörung früher oder später abklingen. Solange Käufer digitale Spiele bevorzugen, dürften sich PlayStation-Fans an die wachsende Bedeutung des PlayStation Store gewöhnen. Daten von Circana stützen diese Einschätzung, denn trotz der Proteste entwickeln sich die Verkäufe physischer Spiele schwach.
Dass Sony Diskussionen mit Fans in sozialen Netzwerken meidet, ist nicht neu. Microsoft tritt dagegen insbesondere seit der Übernahme durch Xbox-Chefin Asha Sharma aktiver auf. Trotz einiger fragwürdiger Entscheidungen hat das Unternehmen auf die Kritik am Mangel an Exklusivspielen reagiert. Zuletzt hat sich Xbox auch zu gehackten Konten geäußert, während Sony dieses Problem weitgehend ignoriert hat.
Allerdings hat auch Microsofts Vorgehensweise Nachteile. PlayStation dürfte widersprüchliche Aussagen vermeiden wollen, die zusätzliche Verwirrung stiften könnten. Falls die stärkere Ausrichtung auf digitale Spiele ohnehin unumkehrbar ist, würden Reaktionen womöglich lediglich die Proteste verlängern.




















