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Adieu Tastatur! Studie belegt: Dein Job ändert sich bald - Vertrauen in KI-Sprach-Kollegen steigt um 33 %

Die Tastatur hat bald ausgedient: Die Stimme wird die bevorzugte Eingabemethode für Künstliche Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz (Bild: Pexels/Mart Production).
Die Tastatur hat bald ausgedient: Die Stimme wird die bevorzugte Eingabemethode für Künstliche Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz (Bild: Pexels/Mart Production).
Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz? Längst Standard. Aber die Art, wie wir mit ihr arbeiten, steht vor einer radikalen Wende. Vergiss die Tastatur! Laut einer neuen, brisanten Studie wird das Sprechen mit KI im Berufsalltag sehr wahrscheinlich schon bald zur Norm.

Noch sind wir nicht so weit, dass wir direkt mit Computern per Gedankenkraft kommunizieren. Aber die aktuelle Entwicklung zeigt: Künstliche Intelligenz wird im Berufsleben immer präsenter. Spannende neue Erkenntnisse liefert jetzt eine Studie der London School of Economics (LSE), die im Auftrag von Jabra entstanden ist. Das überraschende Ergebnis: Wenn Menschen mit KI-Systemen sprechen statt zu tippen, steigt ihr Vertrauen in die Technologie um ganze 33 Prozent. Die Forscher beobachten, dass Sprache die KI weniger wie ein Werkzeug und mehr wie einen echten Partner wirken lässt.

Die Stimme wird so zur natürlichen Brücke zur nächsten KI-Generation - der sogenannten Agentic AI. Diese Systeme reagieren nicht nur auf Befehle, sondern übernehmen eigenständig komplexe Arbeitsabläufe. Vereinfacht gesagt: Aus dem reaktiven Helfer wird ein proaktiver Kollege, der teamorientiert arbeitet.

Sprachsteuerung erreicht den Massenmarkt

Die Wissenschaftler sind sich einig: Sprachbefehle haben im Berufsleben die kritische Masse erreicht. Nach dem "Diffusion of Innovations Model" nutzen bereits 14 Prozent der Wissensarbeiter lieber Sprache statt Texteingaben. Damit hat die Technologie die Early Adopters verlassen und erreicht die breite Masse. Eine aktuelle YouGov-Umfrage bestätigt den Trend - 21 Prozent der Befragten steuern KI bereits per Stimme. Die Prognose der LSE-Forscher ist eindeutig: Bis 2028 wird Sprachsteuerung zum Standard im Umgang mit generativer KI.

Überraschend: Das Alter spielt kaum eine Rolle. Ältere Berufstätige zeigten sich oft sogar offener für Sprachsteuerung, sobald sie den praktischen Nutzen erlebten. Die jüngere Generation Z dagegen, die privat viel mit Siri oder Alexa spricht, nutzte diese Tools im Job weniger intensiv. Entscheidend ist also nicht die Gewohnheit, sondern der konkrete Mehrwert im Arbeitsalltag.

Die Studie der LSE und Jabra zeigt, dass KI im Arbeitsalltag vor allem für effizienzsteigernde Aufgaben wie das Notizenmachen und die Informationszusammenfassung genutzt wird (Bild: Jabra/LSE).
Die Studie der LSE und Jabra zeigt, dass KI im Arbeitsalltag vor allem für effizienzsteigernde Aufgaben wie das Notizenmachen und die Informationszusammenfassung genutzt wird (Bild: Jabra/LSE).

KI per Sprache - nicht für jede Aufgabe geeignet

Die Studie macht aber auch Grenzen deutlich: Nicht jede Aufgabe lässt sich gleich gut per Sprache bewältigen. Bei komplexen, argumentativen Arbeiten sank die Leistung um etwa 20 Prozent im Vergleich zur Texteingabe. Die Gründe: Präzisionsprobleme und die Schwierigkeit, komplexe Gedanken spontan in Worte zu fassen.

Die Stärken der Sprachsteuerung liegen anderswo:

  • Brainstorming und schnelle Ideenfindung
  • Dokumente zusammenfassen und gliedern
  • Hände-freie Situationen unterwegs oder bei anderen Tätigkeiten
Voice-KI glänzt besonders in Szenarien, in denen der Ideenfluss und Geschwindigkeit wichtiger sind als Präzision, etwa beim Brainstorming und in "Hands-free"-Situationen (Bild: Jabra/LSE).
Voice-KI glänzt besonders in Szenarien, in denen der Ideenfluss und Geschwindigkeit wichtiger sind als Präzision, etwa beim Brainstorming und in "Hands-free"-Situationen (Bild: Jabra/LSE).

Das unerwartete Problem im Großraumbüro

Obwohl die Technologie ausgereift ist, scheitert die Akzeptanz oft an sozialen Hürden. Viele Beschäftigte haben Datenschutzbedenken oder fürchten Überwachung. Noch größer ist jedoch die Scheu vor Kollegen:

"Im Großraumbüro spreche ich ungern laut mit der KI", gibt ein Studienteilnehmer zu bedenken. "Da tippe ich lieber - beim Reden könnten andere mithören, und das fühlt sich unangenehm an."

Die Lösung sehen die Autoren in einem klaren Unternehmensfahrplan. Dazu zählen Investitionen in gute Audio-Ausrüstung und transparente Datenschutzregeln. Interessant: Die Leistungseinbußen bei komplexen Aufgaben führen sie direkt auf mangelnde Audio-Hardware zurück - eine These, die natürlich die Interessen des Headset-Herstellers Jabra widerspiegelt. Jabra bietet unter anderem professionelle Headsets, wie beispielsweise den Jabra Evolve2 75 Wireless PC Headset (über Amazon kaufen) an.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-10 > Adieu Tastatur! Studie belegt: Dein Job ändert sich bald - Vertrauen in KI-Sprach-Kollegen steigt um 33 %
Autor: Ronald Matta, 16.10.2025 (Update: 16.10.2025)