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Amazon vernichtet angeblich tonnenweise Neuware

Neuwertige Retourware wird angeblich tonnenweise zerstört (Bild: thesun.co.uk)
Neuwertige Retourware wird angeblich tonnenweise zerstört (Bild: thesun.co.uk)
Dass der riesige Versandkonzern Amazon gewinnorientiert handelt, ist ein alter Hut. Nun soll es allerdings Berichte darüber geben, dass der US-Konzern Retourware, sowie nicht verkaufte Artikel, also Neuware, in großen Mengen zerstört und entsorgt. Dies bringt Amazon Empörung und Kritik ein.

Immer wieder stehen die Geschäftspraktiken vom Marktführer des Handels im Internet in der Kritik, diesmal betrifft es die Entsorgung von Neuwaren. Oftmals werden Waren von Kunden nur zur Ansicht bestellt und dann nicht immer in einwandfreiem Neuzustand retourniert. Laut dem ZDF und der Wirtschaftswoche werden diese zurückgeschickten Waren dann in gutem oder sogar noch in neuwertigem und funktionstüchtigem Zustand zerstört. Diese stützen sich auf die Aussagen von Insider-Informationsquellen, wie Amazon-Mitarbeitern. Alle Produktsparten sollen davon betroffen sein, von Kühlschränken bis hin zu Tablets, Handys oder Bekleidung.

Auch Ladenhüter, die monatelang im Lager von Fulfillment-by-Amazon-Verkäufern (FBA-Programm) liegen und nicht verkauft werden können, werden von Amazon auf Wunsch der Amazon-Verkäufer zerstört, da nach einem halben, beziehungsweise einem Jahr hohe Kosten für die Langzeitlagerung von bis zu 1.000 Euro pro Kubikmeter von Amazon verrechnet werden.

Das deutsche Ministerium spricht jedenfalls von einem “riesengroßen Skandal”, auch Greenpeace ist empört über diese Verschwendungs- und Vernichtungspolitik des US-Konzerns und fordert ein Verbot für derartige Zerstörung von Neuwaren.

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Autor: Daniel Puschina,  8.06.2018 (Update:  8.06.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.