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Lachnummer: Intel 5 Ghz-28 Core-Demo benötigte Gefrierschrank-Kühler

Ein Gefrierschrank war für die Kühlung der Intel 5 Ghz-28-Core-CPU-Computex-Demo nötig.
Ein Gefrierschrank war für die Kühlung der Intel 5 Ghz-28-Core-CPU-Computex-Demo nötig.
Intel hat sich mit ihrer Computex 2018-Sensations-Demo einer namenlosen 5 Ghz-28-Core-CPU rückwirkend ins Knie geschossen und wird für ihre versteckte Gefrierschrank-große Kühlung nicht nur kritisiert sondern bereits ordentlich verarscht. Und all das nur wegen AMDs Threadripper 2.

AMDs auf der Computex 2018 vorgestellter Threadripper 2 sorgte bei Intel offenbar wieder mal für etwas Panik in der Chefetage und so entschloss man sich auf der Pressekonferenz wohl recht kurzfristig für die Demonstration einer nicht näher vorgestellten 28 Core-CPU, die mit 5 Ghz taktete und den Sensations-Score von 7.334 Punkten erreichte - das Ganze soll Ende 2018 kommerziell erhältlich sein. Viele Details lieferte Intel nicht, wie übrigens auch im Rahmen der kurz und knapp gehaltenen Whiskey-Lake-Ankündigung.

Die Demo hatte allerdings ihr Nachspiel: Wie einige Journalisten erfahren konnten, hatte Intel wohl nicht ganz unabsichtlich keinerlei Informationen zur Kühlung verraten, denn das System war mächtig übertaktet. Mittels Gefrierschrank in Mini-Kühlschrank-Größe wurden offenbar Temperaturen unterhalb von -10 Grad Celsius erreicht, um das 28 Core-Monster auf 5 Ghz zu bringen. Laut Tom's Hardware-Bericht habe Intel nur "vergessen" zu erwähnen, dass hier mächtig übertaktet wurde - was der Glaubwürdigkeit des Konzerns natürlich wenig zuträglich ist.

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Zum eingesetzten Mainboard beziehungsweise der verwendeten CPU liegen nun ebenfalls (unbestätigte) Informationen vor, in jedem Fall handelt es sich nicht um eine reguläre Desktop-Umgebung sondern ein Server-Board, vermutlich mit dem Intel Xeon Platinum 8180-Prozessor auf Skylake-Server-Basis, der regulär für über 10.000 US-Dollar über den Ladentisch geht und mit 2,5 Ghz taktet. Die maximale Turbofrequenz beträgt 3,8 Ghz. Das Demo-System auf der Computex 2018 war laut Tom's Hardware zudem mit einem 1.300 Watt-Netzteil versehen.

Wie Intel es schaffen will, ein derartiges Powerhouse bei 5 Ghz-Taktfrequenz bis Jahresende in haushaltsübliche Dimensionen und Preisregionen zu bringen, ist mehr als fraglich. Und so wundert es nicht, dass Intel einmal mehr zur Lachnummer wird. Eine neue Variante der bereits für Apple-Skandälchen gerne eingesetzten lateinamerikanischen TV-Aufzeichnung aus 2007 funktioniert auch mit der Computex 2018-Demo von Intel ganz hervorragend und kann der zu Ende gegangenen Messe durchaus noch etwas Spaßiges abgewinnen.

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Autor: Alexander Fagot,  9.06.2018 (Update:  9.06.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.