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Intel Comet Lake U: Noch eine Generation auf 14-nm-Basis

Intels 14-nm-Fertigungsverfahren könnte auch 2019 noch Verwendung finden. (Bild: Intel)
Intels 14-nm-Fertigungsverfahren könnte auch 2019 noch Verwendung finden. (Bild: Intel)
Nachdem Intels Cannon Lake CPUs im 10-nm-Fertigungsverfahren ursprünglich für Ende 2015 geplant waren, werden wohl auch 2019 noch neue 14-nm-Chips vorgestellt werden. Unter dem Codenamen "Comet Lake" sind bald neue Notebook-Prozessoren zu erwarten.

Wie das japanische Computer-Magazin PC Watch durch Interviews auf der Computex erfahren haben möchte, soll Intels CPU Roadmap nächstes Jahr noch ein Chaos bleiben. Während die achte Generation von Intel Core-CPUs bereits aus diversen Architekturen zusammengewürfelt wurde, wie etwa Kaby Lake R, Kaby Lake G, Coffee Lake oder auch ein einziger Cannon Lake-Prozessor, darf man für die neunte Generation keine Besserung erwarten.

Grund hierfür dürften die nach wie vor bestehenden Schwierigkeiten bei der 10-nm-Fertigung sein. Während Intel mittlerweile eine CPU basierend auf der Cannon Lake-Architektur gefertigt in der kleineren Strukturbreite ausliefert, handelt es sich hierbei um den Core i3-8121U. Mit nur zwei Rechenkernen bei einer TDP von 15 Watt, noch dazu mit vom Werk aus deaktivierter Grafikeinheit, ist dieser kaum konkurrenzfähig. Ein der Architektur zu verdankender Vorteil des Chips ist der modernere Speichercontroller, welcher die Verwendung von LPDDR4-RAM ermöglicht.

PC Watch geht davon aus, dass fast alle Intel CPUs des kommenden Jahres noch im "14 nm++"-Verfahren gefertigt werden. Während einige Alibi-Cannon Lake-Chips ausgeliefert werden, dürften zunächst die bereits angekündigten Whiskey Lake U (15W / 28W, quad core) und Amber Lake Y (4,5W, dual core) folgen, während die stromhungrigeren Notebook-Chips der H-Serie sowie die Desktop-CPUs als Coffee Lake Refresh kommen sollen. 

Erst dann folgt Comet Lake, welche vermutlich ebenfalls mit einer TDP von 15 Watt für schlanke Notebooks konzipiert sein wird. Auch diese Architektur soll noch mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden, der neue Chipsatz könnte allerdings direkt Thunderbolt integrieren, sodass PC Hersteller den Standard ohne Aufpreis oder zusätzlichen Aufwand integrieren könnten.

Der wahre Sprung auf 10 nm folgt mit Ice Lake. PC Watch geht davon aus, dass die Auslieferung dieser CPUs ebenfalls verschoben wird. Derzeit scheint Intels neunte Core-Generation noch undurchsichtiger als die achte. Wann die nächsten großen Zugewinne in Sachen Leistung pro Watt von Intel zu erwarten sind ist derzeit schwer vorherzusagen.

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Autor: Hannes Brecher, 13.06.2018 (Update: 13.06.2018)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.