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Apple: Herstellungskosten des iPad 3 analysiert

Trotz deutlich höherer Herstellungskosten gegenüber dem Vorgängermodell kann Apple auch mit dem iPad 3 traumhafte Bruttomargen erwirtschaften. Insbesondere die Topmodelle mit 32 oder 64 GByte Flash-Speicher sowie 4G-Unterstützung sind für das Unternehmen eine wahre Goldgrube.

Mindestens 499, je nach Ausstattung aber auch bis zu 829 US-Dollar müssen Interessenten für das aktuelle iPad 3 auf den Tisch legen - doch wie viel kostet das Tablet den Hersteller Apple in der Produktion? Diese Frage konnten nun die Analysten von iSuppli genauer beantworten.

So soll das Einstiegsmodell mit 16 GByte Speicher und WiFi mit 316,25 US-Dollar zu Buche schlagen, was gegenüber der gleichen Version des iPad 2 eine Steigerung um etwa 70 US-Dollar bedeutet. Kompensiert wird dies durch einen deutlich höheren Verkaufspreis (499 zu 399 US-Dollar), woraus eine Apple-typisch hervorragende Bruttomarge resultiert.

Die teuerste Komponente auf der Bauteilliste ist, wie schon beim Vorgänger, das Display, auf welches beim iPad 3 beachtliche 87 US-Dollar (zzgl. weiterer 40 US-Dollar für den Touchscreen) entfallen. Ein deutlicher Kostenanstieg ist aber auch beim nunmehr 32 US-Dollar teuren Akku, dem A5X-SoC (23 US-Dollar) sowie einigen kleineren Komponenten wie der Kamera (12,35 US-Dollar) feststellbar.

Für einige Empörung dürfte Apples Modellpolitik sorgen. Obwohl die 32- sowie 64-GByte-Varianten für Apple nur 16 respektive 50 US-Dollar teurer sind, verlangt das Unternehmen von den Kunden einen exorbitanten Aufpreis von 100 beziehungsweise 200 US-Dollar. Eine für den Hersteller ähnlich lukrative Rechnung zeigt sich auch bei den 4G-Versionen, deren Mehrkosten von gut 42 US-Dollar einem um 130 US-Dollar höheren Verkaufspreis entgegenstehen.

Wenn man bedenkt, dass die Herstellungskosten im Laufe der Zeit noch sinken werden, verwundert es nicht, dass Apple mit seiner gesamten Produktpalette mittlerweile Wertpapier- und Barreserven von etwa 100 Milliarden US-Dollar anhäufen konnte. Davon profitieren nun allerdings vor allem die Aktionäre: Das Unternehmen hat angekündigt, ab dem vierten Quartal erstmals seit 1995 wieder eine Dividende auszuzahlen.

Herstellungskosten des iPad 3 nach iSuppli
Herstellungskosten des iPad 3 nach iSuppli

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Autor: Till Schönborn, 19.03.2012 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.