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Apple Watch: Millionen-Deal mit Krankenversicherungsanbietern möglich

Die Apple Watch Series 4 mit dem eingebauten EKG-Sensor auf der Krone.
Die Apple Watch Series 4 mit dem eingebauten EKG-Sensor auf der Krone.
Kurz nachdem Apple aufgrund unter den Erwartungen bleibender Verkaufszahlen des neuen iPhones eine Warnung an Investoren herausgab, wird nun vermutet, dass das Unternehmen in Verhandlungen mit Krankenversicherungsanbietern steht, um mögliche Subventionen für dessen Apple Watch zu diskutieren.

Nach einem Jahrzehnt des stetigen Wachstums, wird Apple nun mit dem schon lange erwarteten Rückgang der Verkaufszahlen des iPhones konfrontiert. Infolgedessen möchte das Unternehmen seinen Einfluss auf andere vielversprechende Märkte ausweiten. Der kürzlich vereinbarte Deal mit Samsung, eine neue iTunes App auf deren Smart TVs einzurichten, ist ebenfalls ein Schritt in diese Richtung. Nun berichtet CNBC, dass Apple derzeit Gespräche mit amerikanischen Krankenversicherungsanbietern führt, um die Möglichkeit einer Subventionierung der Apple Watch für über 65-jährige Kunden zu besprechen. 

Seit dem Verkaufsstart der Apple Watch im April 2015 wurde schon mehrmals berichtet, dass die Watch dazu beigetragen hat, Menschenleben zu retten, indem sie einen unregelmäßigen Herzrhythmus erkannte und deren Benutzer alarmierte. Diese Berichte stammen noch aus der Zeit bevor die Apple Watch mit der Veröffentlichung des neuen Series-4-Modells eine offizielle Gesundheits-Zertifizierung erhielt. Apple zeigt schon seit geraumer Zeit Interesse an einer Expansion in den Gesundheitsmarkt und engagierte in den letzten Jahren eine Vielzahl von Ärzten und Gesundheitsexperten für die Mitarbeit. 

Die Watch Series 4 ist mit einem von der FDA genehmigten EKG-Sensor ausgestattet, welcher auf der Digital Crown eingebaut ist. Apple CEO Tim Cook hat erst kürzlich über Twitter mitgeteilt, dass dank dieser Technologie, welche das Vorhofflimmern eines Benutzers erkannte, ein Menschenleben gerettet werden konnte. Eine Subvention durch die Krankenversicherungen könnte dazu führen, dass allein in den USA Hunderttausende, wenn nicht Millionen, mehr Apple Watches verkauft werden würden, sollte Apple es schaffen, mit den privaten Versicherungsträgern einen Deal abzuschließen. Derzeit sind 19 Millionen Senioren in den USA in "Medicare Advantage Plans" registriert. Dieser Plan, der auf Millionen von Amerikanern im Alter von über 65 Jahren abzielt, könnte den Verkauf der Apple Watch enorm fördern und einen breiteren Zugang zur potentiell lebensrettenden Technologie ermöglichen. 

Obwohl bislang kein Deal abgeschlossen wurde, ist die Machbarkeit sowie die Nachfrage klar gegeben, außerdem bietet sich eine Expansion in weitere Gebiete an. Trotz allem ist die USA derzeit die einzige Region, in der das EKG-Feature aktiviert wurde, da Apple die Watch zuerst offiziell von einer Gesundheitsbehörde zertifizieren lassen muss. Apple erzielt mit der Apple Watch immer noch deutliche Gewinne, diese sind jedoch mit denen der iPhone-Linie nicht vergleichbar. Daher hätte der Einstieg in die Gesundheitsbranche eindeutig positive Auswirkungen auf die Gesamteinnahmen des Unternehmens. 

Elissa Lombardo bedankt sich bei Apple CEO Tim Cook , da die Apple Watch ihrem Mann vermutlich das Leben gerettet hat. (Quelle: Twitter)
Elissa Lombardo bedankt sich bei Apple CEO Tim Cook , da die Apple Watch ihrem Mann vermutlich das Leben gerettet hat. (Quelle: Twitter)

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Autor: Daniel Puschina, 18.01.2019 (Update: 18.01.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.