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Apple löst heimlich Flexgate-Problem

Das MacBook Pro von Apple (Quelle: Apple)
Das MacBook Pro von Apple (Quelle: Apple)
Die Bastler von iFixit haben herausgefunden, dass Apple das Problem, welches zu dem Flexgate-Problem geführt hat, heimlich ohne Schuldeingeständnis behoben hat. D.h. dass Betroffene künftig wahrscheinlich auch weiterhin einen schon fast absurden Preis für die Reparatur zahlen müssen.

Vor einigen Monaten tauchten erstmals Berichte über ein Problem auf, welches schnell unter dem Namen Flexgate bekannt wurde. Hierbei ist bei einigen Nutzern des MacBook Pro 2016 Touchbar auf dem Displaypanel zum sogenannten Bühneneffekt gekommen. Dieser Effekt sah so aus, als würden mehrere Lichtspots mit unterschiedlicher Helligkeit von unten das Display beleuchten.

Der Bühneneffekt des MacBook Pro (Quelle: Alex P. auf Change.org)
Der Bühneneffekt des MacBook Pro (Quelle: Alex P. auf Change.org)

Anschließend hat iFixit vor knapp einem Monat herausgefunden, dass dieses Problem auf einen Konstruktionsfehler von Apple zurückzuführen ist. So lässt sich das Problem darauf zurückführen, dass das Kabel, das die Display-Controllerplatine unterhalb der Touchbar mit dem eigentlichen Display verbindet, zu dünn war. Apple hat sich hierbei vermutlich für diese dünneren Kabel entschieden, um das gesamte Gerät dünner machen zu können. Allerdings brachten diese Design-Entscheidung mit sich, dass diese Kabel einen deutlich höheren Verschleiß hatten.

Jetzt hat Apple heimlich das Problem behoben, indem es die Kabel um 2 Millimeter verlängert hat. Dadurch erhält das Kabel mehr Spielraum wenn der Nutzer sein MacBook aufklappt und wird dadurch weniger belastet. Dies könnte die Haltbarkeit des Kabels deutlich verbessern. Diese Informationen stammen wieder von den Experten von iFixit, die kürzlich ein neues MacBook Pro auseinandergenommen haben.

Interessant ist hierbei, dass Apple diese Änderung vorgenommen hat, ohne darüber öffentlich zu informieren. D.h. dass Kunden künftig wahrscheinlich auch weiterhin 600 US-Dollar für die Reparatur eines Problems zahlen dürfen, welches eigentlich für 6 Dollar in der Produktion behoben werden konnte.

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Autor: Cornelius Wolff,  5.03.2019 (Update:  6.03.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.