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Asus Zenfone Max Pro M2: Für alle, die nicht täglich laden wollen

Akkuwunder trotz Ballerina-Auftritt: Asus Zenfone Max Pro M2
Akkuwunder trotz Ballerina-Auftritt: Asus Zenfone Max Pro M2
Dicker Akku, dickes Smartphone? Diese Zeiten sind vorbei, wie das Asus Zenfone Max Pro M2 beweist. Hier treffen ein 5.000-mAh-Akku auf schickes Design und gute Gesamtausstattung, bei der es nur wenig zu meckern gibt.

Schickes Glasgehäuse mit sanften Rundungen auf der Rückseite und 2,5D-Glas auf der Front, nur 8,5 Millimeter Bautiefe und mit 175 Gramm nicht wesentlich schwerer als ein Smartphones vergleichbarer Größe – nein, das kann kein Akkuwunder sein. Und doch ist es eines, denn trotz der guten Tarnung steckt ein Akku mit satten 5.000 mAh im Asus Zenfone Max Pro M2. Und das ist längst nicht alles.

64 GB interner Speicher plus Erweiterungsmöglichkeit um bis zu 2 TB, ein 6,3 Zoll großes Display, 6 GB RAM und ein Topprozessor klingen auch fast nach Spitzenmodell, im Detail werden allerdings einige Widersprüche deutlich. So bietet das Display nur FHD+ als Auflösung, der Chipsatz ist zwar in der Tat ein Spitzenchipsatz, allerdings ist der Snapdragon 821 ein Modell aus der vorletzten Generation und Asus baut nicht nur einen längst überholten Mikro-USB-Anschluss ein, sondern installiert auch das ebenfalls nicht mehr ganz taufrische Android 8.1 Oreo als Betriebssystem – was ist da los?

Ganz einfach: Es handelt sich um ein Mittelklassemodell zum Herstellerpreis von 299 Euro und im Alltag stören die Sachen, die auf dem Datenblatt übel aufstoßen, so gut wie gar nicht mehr. Der ehemalige Spitzen-Chipsatz kommt mit nahezu allem klar, was heutige Spiele fordern und ist damit auf Augenhöhe mit aktuellen Mittelklasse-SoCs, Android 9 dürfte letztendlich auch ein eher kleiner Teil an Interessenten vermissen. Der Fokus liegt beim Asus Zenfone Max Pro M2 einfach woanders.

Highlight ist der Akku mit 5.000 mAh

Das schicke Akkuwunder hält im Websurfing-Test via WLAN von Notebookcheck über 15 Stunden durch, andere Smartphones wie etwa ein Honor 10 Lite kapitulieren schon nach der Hälfte. Beim durchschnittlichen Verbrauch im Standby macht sich allerdings der vergleichsweise alte Chipsatz bemerkbar, den Asus für das Zenfone Max Pro M2 gewählt hat. Hier liegt das Asus-Modell mit 2,18 Watt klar über Konkurrenzprodukten mit moderneren Chips. Im Test des Asus Zenfone Max Pro M2 wurde außerdem auch bei Gaming und GPS-Nutzung ein höherer Verbrauch festgestellt.

Unterm Strich wäre daher theoretisch noch mehr Laufzeit mit einem moderneren Prozessor drin gewesen. Das Gesamtpaket überzeugt aber für nicht einmal 300 Euro und auch so dürften die meisten Nutzer auf Ladezyklen von entspannten zwei oder drei Tagen kommen.

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Autor: Stefan Schomberg,  4.04.2019 (Update:  4.04.2019)
Stefan Schomberg
Stefan Schomberg - Editor
Blinkt es und macht Geräusche? Dann ist es spannend! Wenn dann auch noch nützliche Features mit dabei sind, dann ist es perfekt. Entsprechend habe ich meine PCs schon immer selbst zusammengebaut und mich beim Kauf technischer Geräte lieber auf Informationen aus dem Internet und meinen gesunden Menschenverstand, als auf den Verkäufer im Laden verlassen. Meine berufliche Heimat fand ich vor über 10 Jahren bei einem großen deutschen Mobilfunk-Magazin und testete dort Smartphones, Tablets, Wearables und sonstige Gadgets. Jetzt schreibe ich im Ressort Mobilfunk als freier Redakteur für Notebookcheck und andere namenhafte Unternehmen. Dabei setze ich zunehmend auch auf andere spannende Themen, die mich immer schon interessiert haben.