
Auch Roborock wischt jetzt mit Walze: Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test
Wischwalzen-Debut.
Mit dem Qrevo Curv 2 Flow gibt es erstmals einen Saugroboter von Roborock mit Wischwalze. Ob dieser die bereits vorhandene Konkurrenz in Grund und Boden wischt und was er sonst noch kann, verrät unser Roborock Qrevo Curv 2 Flow Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Roborock Qrevo Curv 2 Flow Test-Fazit: Wir hatten etwas mehr erwartet...
Roborock setzt mit dem Qrevo Curv 2 Flow erstmals auf die Wischwalze, bleibt im Test aber bei der Wischleistung hinter den Erwartungen. Auch in vielen anderen Bereichen hat der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test eine solide, aber keine wirklich überzeugende Leistung an den Tag gelegt.
Das liegt größtenteils an der Ausstattung, die teils etwas "altbacken" wirkt. Hier gilt es natürlich auch den Preis im Blick zu behalten, wobei wir uns für knapp 900 Euro UVP doch etwas mehr erwartet hätten.
Insgesamt ist Roborocks Wischwalzen-Debut Qrevo Curv 2 Flow ein solider Saugroboter, der allerdings im Test wenige wirklich überzeugende Kaufargumente liefert. So gibt es noch viel Luft nach oben für weitere Wischwalzen-Saugroboter von Roborock. Wir würden die Technologie gerne zeitnah in einem der Flaggschiff-Modelle des Herstellers erleben, allerdings bitte in verbesserter Form.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung des Roborock Qrevo Curv 2 Flow beträgt 899 Euro. Damit liegt er recht deutlich unter dem Qrevo Curv 2 Pro mit 1.299 Euro UVP.
Erhältlich ist der Qrevo Curv 2 Flow offiziell ab morgen (26. Februar 2026) unter anderem bei Amazon sowie im Roborock-Shop, anfangs zum Einführungspreis von 749 Euro. Zudem offeriert der Hersteller eine spezielle MediaMarkt-Version namens Qrevo Curv 2 FlowX für den gleichen Preis
Inhaltsverzeichnis
- Roborock Qrevo Curv 2 Flow Test-Fazit: Wir hatten etwas mehr erwartet...
- Ausstattung: Wischwalze ist das Highlight
- Einrichten und App: Eine Sache fehlt uns
- Navigation und Hinderniserkennung: Solider LiDAR-Saugroboter
- Reinigungsleistung: Bleibt hinter den Erwartungen
- Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Gut 100 m² pro Akkuladung
Nachdem wir erst kürzlich den Roborock Qrevo Curv 2 Pro (1.099 Euro bei Amazon) ausführlich vorgestellt und bewertet haben, folgte zur CES 2026 bereits die nächste Neuheit der Qrevo-Serie von Roborock. Diese hört auf den Namen Roborock Qrevo Curv 2 Flow und klingt damit sehr ähnlich zur IFA-Neuheit.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied! Der Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter von Roborock, der zum Wischen eine Walze einsetzt. Die gibt es bei diversen Wettbewerbern wie Dreame und Ecovacs bereits seit einiger Zeit und hat zumeist dort gute Eindrücke hinterlassen. Ob dies auch für Roborocks Wischwalzen-Debut gilt, klärt unser Roborock Qrevo Curv 2 Flow Testbericht.
Datenblatt & Vergleich Roborock Qrevo Curv 2 Flow, Curv 2 Pro & Curv
| Eigenschaft/Modell | Roborock Qrevo Curv 2 Flow (2026) | Roborock Qrevo Curv 2 Pro (2025) | Roborock Qrevo Curv (2024) |
|---|---|---|---|
| Navigation | PreciSense LiDAR | RetractSense | PreciSense LiDAR |
| Hinderniserk. | Reactive AI | Reactive AI mit VertiBeam | Reactive AI |
| Saugleistung | 20.000 Pa | 25.000 Pa | 18.500 Pa |
| Anti-Haarverhedderung | ja | ja | ja |
| Seitenbürste ausfahr-/anhebbar | nein/nein | ja/nein | ja/nein |
| Wisch-Technologie | SpiraFlow Rollenmopp | 2 Wischmopps | 2 Wischmopps |
| Ausfahr-/anheb-/ablegbar | ja/ja/ja (abdeckbar) | ja/ja/ja | ja/ja/nein |
| Akku | 6.400 mAh | 6.400 mAh | 6.400 mAh |
| Höhe des Roboters | 11,9 | 7,98 cm | 10,3 cm |
| Absaugstation | ja | ja | ja |
| Wasser-/Schmutzwassertanks | 4 l / 3 l | 4 l / 3 l | 4 l / 3,5 l |
| Moppwäsche | 75°C | 100°C | 75°C |
| Mopp-Trocknung | 55°C | 55°C | 45°C |
| Reinigungsmittel | nein | nein | nein |
| Hindernisüberw. | 2 cm | 4 cm (3 + 1 cm) | 4 cm (3 + 1 cm) |
| Sprachassistent | ja | ja | ja |
| Live-Video | ja | ja | ja |
| Matter | ja | ja | ja |
| Farbe | Weiß | Weiß | Weiß |
| UVP | 899 Euro | 1.299 Euro | 1.499 Euro |
| erhältlich bei | Amazon | Amazon | Amazon |
Ausstattung: Wischwalze ist das Highlight
Fangen wir mit dem Aushängeschild des Roborock Qrevo Curv 2 Flow an: der Wischwalze. Roborock nennt den erstmals verbauten Rollenmopp SpiraFlow. Wie auch bei anderen Herstellern wird dieser ständig von frischem Wasser umspült und von Dreckwasser befreit. Im Vergleich zu manch anderen Modellen fällt die mit 220 Umdrehungen pro Minute rotierende Walze mit 27 cm Breite aber recht breit aus. Dies sorgt für einen besonders breiten Wischbereich. Zudem kann die Walze für nahezu randloses Wischen seitlich aus dem Gehäuse ausfahren.
Der SpiraFlow Rollenmopp ist um 15 mm anhebbar. Bei Bedarf, sprich bei Teppichreinigung, fährt zudem eine Schutzblende vor den fransigen Mopp, um keinen Teppich zu benässen. Das kennen wir schon vom Dreame Aqua10 Ultra Roller (949 Euro bei Amazon).
Damit sind wir bei der Teppichreinigung und der restlichen Ausstattung. Die Saugleistung liegt bei 20.000 Pa. Das ist ein Fünftel weniger als beim neuen Qrevo Curv 2 Pro, der zudem auch in einigen weiteren Bereichen besser ausgestattet ist als der Qrevo Curv 2 Flow.
Das gilt beispielsweise für die Navigationstechnologie. Beide Modelle setzen zwar auf LiDAR, beim Flow ist der Laserturm aber starr und somit nicht einziehbar. Nicht nur deshalb ist er mit 11,9 mm Bauhöhe deutlich höher, was die Reinigung unter Möbeln erschwert. Von den zwei Seitenbürsten ist keine für randloses Fegen ausfahrbar. Außerdem ist die Hauptbürste gegen Haarverhedderung zweigeteilt, was im Test (wie schon bei anderen Modellen des Herstellers) zuverlässig funktioniert hat.
Geliefert wird der Roborock Qrevo Curv 2 Flow mit der für die Serie gewohnt rundlichen Reinigungsstation der Serie. Das Multifunktions-Dock wäscht den Rollenmopp mit 75°C heißem Wasser und trocknet ihn anschließend mit 55°C temperierter Luft. Dazu ist natürlich eine Staubabsaugung in einen Staubbeutel an Bord, allerdings erneut keine Reinigungsmittel-Dosierung. Minimalistisch fällt auch der Lieferumfang aus, der nur das Stromkabel und eine Schnellanleitung umfasst.
Einrichten und App: Eine Sache fehlt uns
Bevor die Bodenreinigung starten kann, erfolgt zunächst der gewohnte Verbindungsaufbau zwischen Roboter, WLAN-Netzwerk und App. Hierfür muss einfach nur der QR-Code unter der magnetischen Abdeckung gescannt werden. Anschließend erfolgt die Verbindung zum heimischen WLAN, bevor es mit der obligatorischen Kartierungsfahrt weitergeht.
Bei dieser hat der Qrevo Curv 2 Flow binnen weniger Minuten gewohnt zuverlässig seine Umgebung gescannt und eine virtuelle Karte erstellt. Diese war hinsichtlich Raumaufteilung schon recht gut. Mit etwas Nacharbeiten samt optionaler Sperrzonen war die Einrichtung binnen rund 10 bis 15 Minuten erledigt.
Bei den Reinigungseinstellungen stehen gewohnt viele Optionen zur Verfügung, die wir auch schon vom Qrevo Curv 2 Pro und anderen Modellen von Roborock kennen. Vermisst haben wir allerdings einen Nur-Wischen-Modus. Der wird nicht angeboten, was bei einem Saugroboter mit Fokus auf die Wischleistung aus unserer Sicht sinnvoll wäre. Stattdessen kann der Qrevo neben der individuellen Anpassung sowie dem "AI SmartPlan" mit automatischer KI-Anpassung wahlweise "Saugen, dann Wischen", "Saugen und Wischen" und "Saugen". Die Saugleistung ist in vier Stufen, die Wischfeuchtigkeit in 30 Stufen regelbar.
Dazu stehen in den Einstellungen viele Optionen parat, darunter die individuelle Anpassung des Verhaltens bei der Reinigung und das Vorgehen der Reinigungsstation. Wie man es von Roborock kennt, sind auch eine Live-Videofunktion (nach Aktivierung) sowie der eigene Sprachassistent Rocky für die Steuerung über diverse Sprachbefehle an Bord. Dieser hat zumeist aufs Wort gehört, sich im Testzeitraum allerdings auch gelegentlich durch Gespräche angesprochen gefühlt, obwohl niemand das Aktivierungswort "Hello Rocky" erwähnt hat.
Navigation und Hinderniserkennung: Solider LiDAR-Saugroboter
Bei der Navigation hat der Qrevo Curv 2 Flow insgesamt einen souveränen Eindruck gemacht, wie man es auch von vielen anderen LiDAR-Modellen des Herstellers kennt. Er ist weitestgehend systematisch durch die Testumgebung navigiert und hat diese (soweit erreichbar) flächendeckend und in ordentlicher Zeit abgedeckt. Aufgrund seiner Höhe von fast 12 cm und dem nicht einfahrbaren Laserturm reinigt er aber unter deutlich weniger Schränken als manch anderes Modell. Somit ist die Raumabdeckung am Ende nicht perfekt, aber gut.
Gleiches können wir so leider nach unseren Eindrücken nicht über die Hindernisvermeidung sagen. Gelegentlich gab es leichten "Feindkontakt", z. B. mit schwarzen Stuhlbeinen und anderen dunklen Hindernissen - trotz eigener LED-Ausleuchtung der Umgebung. Während der Roboter größeren Dingen wie einem aufgerollten USB-Kabel aber in der Regel zuverlässig ausgewichen ist, hat die Hindernisvermeidung bei kleineren Objekten wie Klemmbausteinen und einem lose herumliegenden Schnürsenkel komplett versagt.
Das haben wir von anderen - allerdings zum Teil auch deutlich teureren - Modellen schon deutlich besser gesehen, nicht nur vom hervorragenden DJI Romo (ab 790 Euro bei Amazon), sondern auch dem ebenfalls brandneuen Roborock Saros 20. Insgesamt liefert der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test in diesem Abschnitt also kein wirklich gutes, aber insgesamt ein solides Ergebnis ab.
Reinigungsleistung: Bleibt hinter den Erwartungen
Roborock setzt im Qrevo Curv 2 Flow erstmals eine Wischwalze ein, nachdem man zuvor nur Modelle mit vibrierendem Wischtuch oder den zwei klassischen rotierenden Wischmopps im Portfolio hatte. Mit 27 cm fällt diese ziemlich breit aus und ist zudem seitlich ausfahrbar. Aufgrund von einigen Millimetern Sicherheitsabstand der Kunststoffabdeckung zu Möbeln und Co ist das Wischen aber nicht ganz so randlos wie mit den klassischen Wischmopps mit Ausfahrfunktion.
Dank der stets gereinigten Walze ist das Wischergebnis auf der Fläche teils besser als mit den rotierenden Mopptellern. Die tendieren oft dazu runde Spuren auf dem Boden zu hinterlassen sowie schmierige Flecken in der Umgebung verteilen. Allerdings hat auch die Wischwalze in unserem Test einige sichtbare Streifen beim Wischen auf schwarzen Fliesen hinterlassen, vermutlich durch unterschiedlich feuchte Bereiche der Walze.
Die Reinigungsleistung selbst war im Test okay. Sie ist aber nicht auf dem Niveau von Top-Modellen mit Wischwalze, beispielsweise dem Mova Z60 Ultra Roller (849 Euro bei Amazon). Für lose und frische Verschmutzungen langt der Qrevo Curv 2 Flow, auch wenn diese schmierig sind. Bei hartnäckigeren, weil beispielsweise angetrockneten Flecken, trennt sich aber die Spreu vom Weizen - und damit Roborocks Wischwalzen-Debut von den besten Herausforderern. Hier hat auch die aktivierte KI-Erkennung von besonders verschmutzten Stellen nicht so zuverlässig wie erhofft funktioniert, sodass nicht immer eine automatische Tiefen- bzw. Nachreinigung für ein verbessertes Ergebnis erfolgt ist.
Auch die Reinigungsleistung auf dickerem Teppich war nicht ganz so gut, wie wir sie schon bei manch anderem Testkandidaten erlebt haben. Zumindest auf glatten Böden und kurzflorigen Teppichen hat die Saugleistung des Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test hingegen einen guten Eindruck hinterlassen, abgesehen von der Eckenreinigung mangels ausfahrbarer Seitenbürste. Positiv: Dank Abdeckung werden Teppichfasern nicht von der Wischeinheit verunreinigt.
Die Aufbereitung in der Station hat zuverlässig funktioniert, sodass der rollenförmige Wischmopps immer schön sauber wurde. Neben dem Fehlen einer Selbstreinigung der Station negativ im Test aufgefallen ist, dass die Reinigungsstation bei der Trocknung der Wischwalze mit rund 45 dB (gemessen aus 1 m Entfernung) recht laut rauscht. Da ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow deutlich hörbarer und damit über einige Stunden auffälliger als manche Wettbewerber. Das sollte im Hinterkopf sein, wenn die Station direkt in der Wohnumgebung stehen muss.
Akkulaufzeit und Stromverbrauch: Gut 100 m² pro Akkuladung
Bei unserem üblichen Akkutest ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow nach 50 Quadratmetern Reinigung bei Standardeinstellungen mit rund 60 Prozent Akkustand zur Station zurückgekehrt. Demnach lassen sich so gut 100 Quadratmeter mit einer Akkuladung reinigen. Damit schafft dieser Testkandidat beispielsweise deutlich mehr Fläche ohne lange Unterbrechung während des Nachladens als der erst kürzlich von uns getestete Mova Z60 Ultra Roller (849 Euro bei Amazon), der ebenfalls mit Wischwalze agiert.
Rechnen wir den benötigten Energieverbrauch bei 50 Quadratmeter Standard-Reinigung samt Ladevorgang und üblicher Aufbereitung in der Station hoch, dann kommt bei täglicher Nutzung ein monatlicher Energieverbrauch von gut 14 kWh heraus. Damit ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow etwas energiehungriger als der Qrevo Curv 2 Pro, positioniert sich aber auf Augenhöhe mit anderen Saugrobotern mit Wischwalze.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.





























