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Beelink GT-R: ein von Ryzen angetriebener Mini-PC in einem schönen Gehäuse

Bildquelle: Beelink
Bildquelle: Beelink
Der Beelink GT-R ist ein ordentlich verarbeiteter und ästhetisch sehr angenehmer Mini-Desktop-PC. Dank Ryzen 5 3500H und Radeon RX Vega 8 bietet er mehr als ausreichend Dampf für flüssiges Streaming und gelegentliches Gaming.
Sam Medley (übersetzt von Finn D. Boerne), 🇺🇸
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Der Beelink GT-R ist einer der neuesten Mini-PCs des chinesischen Herstellers Beelink, einer Firma die primär für ihre winzigen Windows-Desktops und mit Android betriebenen TV-Boxen bekannt ist. Beim GT-R handelt es sich um einen potenten kleinen Büro-PC der auch als Heimkino-PC eingesetzt werden kann. Ganz ohne Nachteile ist er allerdings nicht.

Das beeindruckendste Feature des GT-R ist zweifelsohne sein sehr gut gemachtes und wunderschönes Magnesium-Gehäuse. Das Gerät ist kompakt, wenngleich nicht ganz so klein wie manche NUCs von Intel, und belegt gerade mal rund ein Drittel der Fläche einer ausgewachsenen Desktop-Tastatur. Das Gehäuse selbst ist abgesehen von der Oberseite aus Glas vollständig aus Metall gefertigt. Das Glas zieht Fingerabdrücke leider magisch an.

Trotz seiner kompakten Abmessungen beinhaltet der GT-R eine Vielzahl an Anschlüssen: Zwei USB-A und ein USB-C-Port an der Vorderseite, vier weitere USB-A-Ports, drei Display-Anschlüsse (2x HDMI, 1x DisplayPort) sowie zwei Gigabit-LAN-Ports an der Rückseite.

Angetrieben wird er von einem mobilen AMD Ryzen 5 3550H. Die Quad-Core-CPU mit SMT-Support wird unterstützt von einer Radeon RX Vega 8, wodurch der GT-R selbst zum Spielen taugt, wenngleich bei auf 720p reduzierter Auflösung und mittleren bis hohen Details. 1080p ist zwar auch möglich, dafür müssen die Details allerdings ordentlich reduziert werden, selbst in wenig anspruchsvollen Spielen wie Rocket League

Ein paar Probleme haben wir auch gefunden. Zum einen funktionierte der im Front-Panel eingebettete Fingerabdruckleser bei unserem Testgerät nicht und meinte regelmäßig Phantom-Finger zu erkennen. Die Lüfter sind unter Last extrem laut und hochfrequent. Immerhin halten sie die internen Komponenten kühl.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, das System im BIOS zu „übertakten“ indem das Power Limit der APU von 35 auf 54 W angehoben wird. Auch eine Reduzierung auf 12 W ist möglich falls gewünscht. Mit angehobenem Power Limit stieg die CPU-Performance leicht an, wie in CPU-lastigen Benchmarks wie CineBench festgestellt werden konnte. Im Gegenzug steigt die Hitzeentwicklung, was aufgrund thermischer Probleme in manchen Spielen wiederum zu reduzierter Performance führte.

Alles in allem ist der Beelink GT-R ein gutaussehender Mini-PC mit ausreichend Dampf zum Streamen und gelegentlichen Gaming. Als Heimkino-PC ist er also bestens geeignet.

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Autor: Sam Medley, 26.08.2020 (Update: 26.08.2020)
Sam Medley
Editor of the original article: Sam Medley - Review Editor - @samuel_medley
Ich bin schon mein ganzes Leben lang ein "Technik-Freak". Nach meinem College-Abschluss in Mathematik arbeitete ich einige Jahre im Finanz- und Bankwesen, bevor ich eine Stelle als Systemanalytiker für meinen örtlichen Schulbezirk annahm. Seit Oktober 2016 arbeite ich mit Notebookcheck und habe es seither genossen, Nachrichtenartikel und Rezensionen zu schreiben. Zu meinen Interessengebieten gehören die geschäftliche Seite der Technologie, Retro-Gaming, Linux und innovative Gadgets. Wenn ich mich nicht gerade über ein elektronisches Gerät beuge oder Code für eine neue Datenbank schreibe, bin ich entweder draußen mit meiner Familie, spiele ein zehn Jahre altes Videospiel, oder sitze hinter einem Schlagzeug.