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Börse: Der Bitcoin kann jetzt in Stuttgart und New York gehandelt werden

Das Bitcoin-Logo
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Die Betreiber der Stuttgarter Börse und des New York Stock Exchange haben heute jeweils ihre eigenen Handelsplätze für Kryptowährungen angekündigt. Damit etablieren sich Bitcoin und Co. auch im klassischen Finanzsektor immer weiter.
Cornelius Wolff,

Während sich die Regierungen und Zentralbanken der Welt über die Kyprowährung von Facebook namens Libra den Kopf zerbrechen, geht der Siegeszug von Bitcoin und Co. weiter. Denn auch wenn der Bitcoin von seinem höchsten Stand noch weit entfernt ist, etablieren sich dieser und vergleichbare Währungen immer mehr auch in dem klassischen Finanzsektor. Dies zeigt sich jetzt wieder mit den Ankündigungen zweier Börsenbetreiber, eigene Handelsplätze für das digitale Geld einzurichten.

Als erstes wäre da der BSDEX, der von den Betreibern der Stuttgarter Börse betrieben wird und somit der erste deutsche Marktplatz ist, der unter die typischen Regulierungen einer Börse fällt. Um hier mit Geld handeln zu können, muss man sich erst mal auf der Website registrieren. Zu Beginn werden auch nicht alle registrierten Nutzer handeln können, da der Zugang erst Stück für Stück ausgeweitet werden soll. Hierbei können auch Privatanleger mit ihrem Geld spekulieren, ohne dass sie dies über einen Broker machen müssen. Damit sollte die Börse für viele Bitcoin-Interessenten sehr attraktiv sein, da sie die technische Sicherheit und die Zuverlässig einer klassischen Börse bietet, was das Risiko durch Hacker-Angriffe im Vergleich zu kleineren unerfahreneren Start-ups doch verringern dürfte. In Zukunft sollen auch nach und nach immer mehr Profi-Features veröffentlicht werden, die man sonst nur von klassischen Börsen kennt.

Neben der Stuttgarter Börse hat heute auch das Unternehmen Intercontinental Exchange, das der Betreiber des berühmten New York Stock Exchange ist, einen eigenen Handelsplatz für Kryptowährungen ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich mit Bakkt um eine Bitcoin Futures-Plattform, bei der man, wie der Name bereits vermuten lässt, über einen gewissen Zeitraum auf den Wert des Bitcoins spekulieren kann. Auch hier liegt wieder der größte Vorteil darin, dass die Handelsplattform mit der selben Technik abgesichert wird, wie der NYSE, was das Vertrauen der Anleger stärken sollte, wodurch auch Großanleger ihr Glück in dem Markt versuchen könnten.

Wie sich der Start dieser Plattformen mittelfristig auf die Kurse auswirken wird, bleibt abzuwarten. Vorerst zeigte sich der Wert des Bitcoin allerdings unbeeindruckt, wobei man natürlich dazu sagen muss, dass auch die großen Börsen das größte Problem der Währung nicht lösen können: Die extreme Volatilität. Es wird sich zeigen, ob große Händler bereit sind, das hohe Risiko einzugehen und auf eine Währung zu spekulieren, bei der es in der wirklichen Welt keinen echten Gegenwert gibt.

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Autor: Cornelius Wolff, 23.09.2019 (Update: 23.09.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.