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Chipmangel: Habeck will Halbleiterherstellung in Deutschland

Vizekanzler Robert Habeck möchte der Chip-Knappheit den Kampf ansagen, indem er fortan in Deutschland herstellen lassen möchte. (Bild: Weldert, Pixabay)
Vizekanzler Robert Habeck möchte der Chip-Knappheit den Kampf ansagen, indem er fortan in Deutschland herstellen lassen möchte. (Bild: Weldert, Pixabay)
Wirtschaftsminister Habeck geht die Chip-Knappheit wohl langsam auf den Senkel: Neben vielen Computertechnik-Unternehmen ist vor allem die Autoindustrie betroffen, weshalb Habeck mehr Unabhängigkeit vom asiatischen Markt anstrebt: Mit 32 Projekten und über zehn Milliarden Euro möchte er in Deutschland eine komplette Handelskette rund um die Chipherstellung aufbauen.
Marvin Gollor,

Der anhaltende Chipmangel, der mit der Corona-Pandemie aufgrund einer immens gesteigerten Nachfrage immer problematischer wurde, hält wahrscheinlich auch noch 2022 an. Doch sind gesteigerte Nachfrage sowie die Pandemie nicht die einzigen Ursachen. Denn nahezu 70 Prozent aller Chips in Autos werden etwa vom taiwanesischen Halbleiter-Unternehmen TSMC gefertigt und da Node-Verbesserungen immer anspruchsvoller werden, wird auch die Produktion anfälliger für jegliche Formen von Störungen. Das allein macht es bereits schwierig genug die Nachfrage zu decken.

Deshalb strebt Vizekanzler Robert Habeck Unabhängigkeit vom asiatischen Halbleiter-Markt an, indem er einen umfassenden deutsch-europäischen Markt aufbauen möchte. Das geht in einem Interview mit dem Handelsblatt (kostenpflichtiges Abo notwendig) hervor. Bekannt ist da etwa Silicon Saxony als Region um Dresden. Im Detail sollen über zehn Milliarden Euro in insgesamt 32 Unternehmen verschiedenster Größen – inklusive Start-Ups – fließen, die in Bereichen der Materialherstellung, Chipdesign, Halbleiter-Produktion sowie der Integration in Komponenten und Systeme angesiedelt sind.

Wie hoch die staatliche Förderung aber genau sein solle, bleibt zunächst offen. Deutschland habe die Projekte, als ersten Schritt für die Förderungs-Genehmigung, bei der Europäischen Kommission eingereicht – so das Ministerium des Grünen-Politikers. Insgesamt sind 20 EU-Länder mit rund 90 Unternehmen an dem Projekt beteiligt.

Die weltweiten Lieferengpässe zeigen: Deutschland und Europa haben keine Zeit zu verlieren. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, unseren Bedarf an Mikroelektronik selbst zu decken und Produktion wieder stärker nach Deutschland und Europa holen.

– Robert Habeck

Ein Schelm, wer hinter Habecks Motivation die Hoffnung vermutet  da er als "Bundesminister für Games" neben Handhelds MMO- sowie FPS-Games mag  sich bald wieder erschwingliche Grafikkarten von Nvidia oder AMD kaufen zu können. Diesbezüglich kennen wir seine Präferenz aber noch nicht ;)

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Marvin Gollor
Marvin Gollor - Tech Writer - 54 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Bereits im Vorschulalter begann meine Faszination für Computer. Schnell kam nach Windows 95 und 486er das Internet, welches mich nun vollends gepackt - und nie mehr ganz los gelassen - hat. Mit 11 Jahren baute ich mir meinen eigenen PC zusammen, bin seit 2016 aber komplett auf Notebooks umgestiegen: Denn dadurch kann ich meinen gesamten PC als reisender Freelancer überall dabei haben. Dennoch bin ich kein Vollzeit-N3rd und spiele leidenschaftlich Schlagzeug, stemme Gewichte und bin gerne in unserer finnischen Blockhütte!
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Autor: Marvin Gollor, 20.12.2021 (Update: 21.12.2021)