Commodore Callback 8020: KI-generierter Trailer zum Retro-Klapphandy sorgt für Kritik

Überraschend hat Commodore nach dem C64 Ultimate und anderen Retro-Computern einen Abstecher in eine andere Produktkategorie gemacht und ein Y2K-inspiriertes Klapphandy namens Commodore Callback 8020 angekündigt. Das kommende Klapphandy, das zunächst mit einem stolzen Preis von umgerechnet 425 Euro vorgestellt worden ist und damit sogar teurer war als ein generalüberholtes iPhone 16e, bewirbt Commodore als "Digital Detox"-Dumbphone. Das Gerät soll Ablenkungen durch soziale Medien und Web-Browsing begrenzen, setzt intern auf das Linux-basierte SailfishOS und unterstützt Android-Apps.
Nach gemischten Rückmeldungen der Fans hat Commodore nach eigenen Angaben auf die Community gehört und die Vorbestellungen nun offiziell zu einem Preis von umgerechnet 340 Euro gestartet. Laut dem neuen CEO des Unternehmens, Christian Simpson, ist das frühe Feedback auch nach der jüngsten Preisanpassung des Commodore Callback 8020 "überwältigend positiv" ausgefallen.
In einer offiziellen Mitteilung erklärte Simpson:
Die frühe Reaktion auf das Callback 8020 hat selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Zwischen den Hunderten Artikeln, die wir in der Presse gesehen haben, Auftritten im Fernsehen und Radio sowie den Tausenden Kunden, die sich benachrichtigen lassen wollten, sobald die Vorbestellungen starten, sind wir vor Begeisterung völlig überwältigt. Nicht nur für Commodore, sondern für die Zukunft. Das frühe Interesse bestätigt alles, was wir bei Commodore gespürt haben: Die Welt ist, wie wir, bereit, sich von den hypnotisierenden, angstauslösenden und datensammelnden Geräten zu lösen, die das moderne Leben in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt haben.
Zum Start der Vorbestellungen hat Commodore über den Promo-Code "CHICKENLIPS" einen zusätzlichen Rabatt für Kunden auf der Warteliste angeboten. Damit konnte der Einstiegspreis für frühe Käufer auf umgerechnet rund 300 Euro sinken, was für ein Linux-basiertes Klapphandy im Jahr 2026 weiterhin vergleichsweise teuer ist.
Generative KI verärgert Fans
Das jüngste Werbevideo, das Musik von Gregory Dillon und einige "simulierte" KI-Abschnitte enthält, hat jedoch einige interessierte Kunden abgeschreckt. Die Reaktionen der Zuschauer auf das Video fallen gemischt aus, da es stark auf generative KI setzt.
Commodore hat seine KI-Richtlinie auf der eigenen Webseite bereits transparent erläutert und versucht, auf die Bedenken der Fans einzugehen, bislang offenbar ohne Erfolg. In den FAQ von Commodore heißt es (übersetzt aus dem Englischen):
Wir setzen KI sparsam, verantwortungsvoll, transparent und nur dort ein, wo sie einen sinnvollen Mehrwert bietet, ohne Menschen zu benachteiligen. Wo immer möglich, nutzen wir lokal gehostete KI und reduzieren so die Abhängigkeit von serverbasierten Online-Systemen. KI hilft uns dabei, Arbeitsabläufe zu verbessern, Audio zu bereinigen, bei der Bildkorrektur zu unterstützen und vom Team erstellte Renderbilder in visuelle Szenarien einzubetten, während die physischen Produkte finalisiert werden. Wir stellen weiterhin Künstler, Designer, Editoren und Handwerker ein.











