Crimson Desert: Denuvo-Kopierschutz gecracked, Top-Spiel fällt Raubkopierern zum Opfer

Die Kopierschutz-Software Denuvo hat einen weiteren schweren Rückschlag erlitten, nachdem der DRM-Schutz aus Crimson Desert entfernt worden ist. Der Hacker voices38 hat erneut zugeschlagen und eine Version auf Grundlage des Updates 1.14.00 vom 16. Juli kompiliert. Dies ist weniger als sechs Monate nach der Veröffentlichung des Open-World-Spiels gelungen.
Nachteile des Hypervisor-Bypass
Zuvor mussten Nutzer illegaler Kopien auf den Hypervisor-Bypass zurückgreifen. Diese Methode setzt jedoch voraus, dass bestimmte Windows-Sicherheitsfunktionen deaktiviert werden, wodurch zusätzliche Risiken entstehen. Daher hat es Forderungen gegeben, Denuvo vollständig aus Crimson Desert zu entfernen.
Weitere AAA-Spiele mit dem Kopierschutz stehen noch auf der Liste von voices38. Dennoch erzielt der Hacker seine Erfolge in immer kürzeren Abständen. Zu den jüngsten Fällen gehört 007 First Light, hier wurde Denuvo zwei Monate nach der Veröffentlichung Ende Mai entfernt. Kurz darauf hat IO Interactive den Anti-Tamper-Code von Irdeto ohne Angabe von Gründen auch aus der offiziellen Steam-Version entfernt.
Nicht alle Publisher haben ihre Niederlage so schnell eingeräumt. Obwohl Resident Evil Requiem bereits 40 Tage nach der Veröffentlichung geknackt worden ist, hat Capcom nicht das Beispiel von IO Interactive übernommen.
Irdeto zufolge liegt die Priorität darauf, illegale Kopien während der ersten Verkaufsphase zu verhindern. Daten bestätigen, dass der Großteil der Verkäufe üblicherweise in den ersten Wochen erzielt wird. Resident Evil Requiem zeigt jedoch, dass die Arbeit von voices38 zunehmend zu einer Gefahr für die Einnahmen wird.
Gegner von Denuvo kritisieren insbesondere, wenn Vorbestellungen beginnen, ohne dass auf Steam auf den Kopierschutz hingewiesen wird. Dies ist auch bei Crimson Desert der Fall gewesen, dessen Käufer erst eine Woche vor der Veröffentlichung von der Integration erfahren haben. Die Entwickler haben Bedenken hinsichtlich möglicher Leistungseinbußen zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass Denuvo bereits in den Testversionen für Medien enthalten gewesen ist.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Aktivierung von Denuvo eine Internetverbindung voraussetzt. Der für Anfang 2028 geplante Wechsel von PlayStation zu digitalen Spielen hat die Debatte über Verbraucherrechte erneut angefacht. Kritiker argumentieren, dass Käufer Software nie vollständig besitzen, wenn diese von Servern abhängig ist.














